Arminia Bielefeld : SVS 1:3
Ausgangslage: Unser SVS konnte mit dem 3:1 gegen Unterhaching die Spitzenposition zurückerobern und möchte diese auf der Bielefelder „Alm" festigen. Der Zweitligaabsteiger Arminia Bielefeld startete nach dem tiefen Absturz von der Bundesliga auch schlecht in die Drittligasaison, konnte sich aber unter dem neuen Trainer Stefan Krämer von Platz 20 auf 13 vorarbeiten.
Personal: Gerd Dais ließ dieselbe Mannschaft wie gegen Unterhaching beginnen. Nach wie vor nicht zur Verfügung standen Halfar, Dorn und Öztürk, doch mit Stürmer Adriano Grimaldi saß der vor einigen Tagen von Fortuna Düsseldorf verpflichtete Neuzugang auf der Bank. Arminen-Coach Krämer nahm trotz des 3:2-Erfolges gegen Darmstadt drei Änderungen vor. Routinier Schuler fehlte gesperrt.
System: Bielefeld im 4-2-3-1, der SVS im 4-1-4-1
Spielverlauf: Auf gefrorenem Boden und bei eisigen Temperaturen in der SchücoArena erwischte die Heimmannschaft den etwas besseren Start, doch bei Flanken in den Strafraum blieben Ischdonats Vorderleute hellwach und konnten bereinigen. In der achten Minute war Torjäger Klos mal durch, doch er stand im Abseits. Bei der ersten gefährlichen Torannäherung sorgte unser Team jedoch für warme Gefühle beim kleinen, aber feinen mitgereisten SVS-Anhang. Vorausgegangen war aber ein böser Schnitzer vom Bielefelder Abwehrchef Hübener. In der 13. Minute wollte er zum Torhüter zurückpassen, doch Danny Blum sprintete dazwischen und schob den Ball am verdutzten Ortega vorbei zum 0:1 ins lange Eck. Blum konnte damit seinen persönlichen Aufwärtstrend fortsetzen. Es war sein drittes Tor in den letzten sieben Begegnungen - vorher war ihm noch kein Ligator gelungen. Der SVS war nun besser im Spiel und nachdem Kandzioras Distanzversuch noch in den Wolken landete, konnte nur neun Minuten später die Führung sogar ausgebaut werden. Der wieder quirlige Ulm wurde kurz vorm Strafraum gelegt und Schauerte legte sich den Ball zum Freistoß hin. Sein Schuss aus 20 Metern Entfernung schlug unhaltbar im Torwinkel ein - das Traumtor war zugleich sein erstes Saisontor. Fortan agierte der SVS aus einer sicheren Defensive. Erst in der 32. Minute war Klos mal durchgebrochen und fiel im Zweikampf mit Pischorn im Strafraum. Pischorn war etwas mit dem Arm zu Gange, doch Klos hilf auch kräftig nach und so ließ der Schiri wohl zurecht weiterspielen. Auch drei Minuten später wurde es brenzlig, doch nachdem Klos den anstürmenden Riemer angespielt hatte, war der aufmerksame Ischdonat rechtzeitig aus dem Tor und rettete. Ansonsten war jedoch von der zuletzt treffsicheren Offensive der Bielefelder nicht viel zu sehen und kurz vor der Pause hätte ausgerechnet Danneberg seinem ersten Profiverein schon zur Halbzeit den Knockout versetzt. Nach Lönings Ablage verfehlte Dannebergs Volleyschuss nur haarscharf das Ziel.
Auch in der zweiten Hälfte fiel der Arminia spielerisch nicht allzu viel ein, um die gegnerische Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Ein Standard von Freistoßspezialist Schütz sollte etwas Gefahr heraufbeschwören, doch die SVS-Abwehr stellte einmal mehr ihre Kopfballhoheit unter Beweis. So auch fünf Minuten später und in der 62. Minute war die Partie praktisch entschieden. Nach Ulms Eckball konnte Pischorn in gewohnter Manier gefährlich aufs Tor köpfen. Diesen Ball konnte Ortega wie auch Schulz Nachschuss noch parieren, doch gegen den zweiten Versuch von Pischorn war er im Getümmel machtlos - das 0:3. Die letzten zwanzig Minuten waren fast schon angebrochen, da keimte bei den Westfalen nochmals etwas Hoffnung auf. Rzatkowski war nach dem Zuspiel frei durch und konnte Ischdonat aus zehn Metern zum 1:3 überwinden. Das Tor setzte tatsächlich noch mal Kräfte frei und die Heimmannschaft konnte etwas mehr Druck entwickeln. In der 74. Minute verfehlte jedoch Klos Schuss knapp das Ziel und nachdem ein Konter nicht sauber zu Ende gespielt wurde, hatte der SVS in der 81. Minute noch mal das Glück auf seiner Seite. Nach einer Bielefelder Ecke kam Hornig zum köpfen, doch Klotz stand goldrichtig und rettete mit dem Kopf auf der Linie. Das war es jedoch mit dem Aufbäumen der Arminen und in der Schlussphase ließ unser Team nicht mehr viel anbrennen. Kurz vor dem Abpfiff kam auch noch Grimaldi zum Debüt im SVS-Trikot.
Fazit und Ausblick: Der SVS konnte verdientermaßen beim ersten Auftritt auf der „Alm" drei Punkte mitnehmen und zeigte sich im Stile einer Spitzenmannschaft defensiv abgeklärt und offensiv effektiv. Die Tabellenführung konnte weiter ausgebaut werden, da Regensburg wie auch beim Nachholspiel unter der Woche heute in Aalen verlor. Jener Baden-Württembergische Kontrahent VfR Aalen, der sich auf den zweiten Platz verbessert hat und nun im Nachholspiel und absoluten Spitzenspiel am kommenden Dienstag unseren SVS empfängt. Anstoß in der Scholz-Arena ist um 19 Uhr. Zum nächsten Heimspiel empfangen WIR am nächsten Samstag den Chemnitzer FC am Hardtwald.
Statistik:
Arminia Bielefeld: Ortega - Riemer (63. Hille), Hübener, Hornig, Krük (64. Kullmann) - Jerat, Schütz - Rahn, Rzatkowski, Schönfeld - Klos
SV Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Pischorn, Schulz, Kandziora - Fießer - Klotz (86. Kittner), Danneberg, Ulm (90. Glibo), Blum - Löning (90+1. Grimaldi)
Karten: Jerat (G) Schönfeld (G)
Tore: 0:1 Blum (13.) 0:2 Schauerte (23.) 0:3 Pischorn (62.) 1:3 Rzatkowski (69.)
Zuschauer: 6500
Schiedsrichter: Osmers (Hannover)
A.M.








