Flüchtlingsprojekt HEIMSTÄRKE

Die Initiative von Anpfiff ins Leben e.V., TSG 1899 Hoffenheim, SV Sandhausen, FC-Astoria Walldorf und der SAP möchte Geflüchtete und Bewohner der Metropolregion Rhein-Neckar über die gemeinsame Leidenschaft Fußball zusammenbringen. Diese Kooperation über verschiedenen Ligen hinweg ist bundesweit einmalig. Nicht nur beim Training ist Fußball das Thema, sondern auch beim integrierten Deutschunterricht.

Der gewählte Name HEIMSTÄRKE drückt sowohl die Stärke der Region als auch das engagierte Bündnis der Partner aus. Was HEIMSTÄRKE auszeichnet, sind die besonderen Trainingseinheiten: Sprachunterricht und sportli-ches Training bilden immer eine Einheit. Begonnen wird stets mit der „sprachlichen“ Einheit, die ganz im Zeichen des Fußballs steht: Hier werden Grundbegriffe zum Spiel, angefangen bei den Regeln über taktische Begriffe bis hin zu Fangesängen, „spielerisch“ trainiert. Danach geht es gemeinsam auf den Platz. Nicht nur, um die spielerischen Techniken zu verfeinern, sondern auch um das „Fußball-Deutsch“ gleich einzusetzen. Beide Trainingseinheiten stehen sowohl Flüchtlingen als auch Freiwilligen gleicher-maßen offen.

Otmar Schork, Geschäftsführer SV Sandhausen:
"Fußball verbindet Kulturen und Nationen, überwindet Grenzen und Barrieren. Als Fußballclub unterstützen wir das gemeinsame Projekt HEIMSTÄRKE sehr gerne, weil wir überzeugt sind, dass Flüchtlingen die Integration in unserer Region damit noch leichter gelingt. Die übergreifende „Sprache des Fußballs“ ermöglicht es, Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen, gesellschaftliche Normen und kulturelle Werte zu vermitteln sowie die deutsche Sprache spielend nebenbei zu erlernen."

Weitere Informationen gibt es unter http://www.heimstaerke.org/

Kooperation zwischen dem SV Sandhausen und der Lebenshilfe Heidelberg

Die Lebenshilfe ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Ziel es ist, Menschen mit Behinderungen im alltäglichen Leben zu unterstützen und zu fördern. „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Heidelberg. Denn wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und können dies mit der Kooperation als einem von mehreren Bausteinen unterstreichen“, sagt Otmar Schork, Geschäftsführer des SV Sandhausen. „Gemäß dem Grundsatz der Lebenshilfe, dass Menschen mit geistiger Behinderung in allen Lebensbereichen dazu gehören und beteiligt werden, freuen auch wir uns sehr auf das künftige Zusammenwirken mit dem SV Sandhausen, bei dem die ,Gewinner‘ die Menschen mit Behinderung sein sollen“, sagt Elke Hessenauer, geschäftsführende Leiterin des Wohnstättenverbundes.

Die Kooperation der beiden Vereine beinhaltet gemeinsame Eventtage wie beispielsweise gemeinsames Fußballspielen oder Profi-Besuche bei der Lebenshilfe Heidelberg, Sachspenden sowie regelmäßige Besuche der Bewohner bei Heimspielen des SVS.

Zum Heimspiel gegen den VfR Aalen werden Elke Hessenauer sowie die Einrichtungsleiterin der Wohnstätte Sandhausen, Nadja Stadelmann, mit Bewohnern im Hardtwaldstadion sein und vor dem Spiel einen Fußball mit Unterschriften der SVS-Spieler als Symbol der Kooperation entgegennehmen. Weiterhin werden an diesem Tag anstatt der üblichen drei gelosten Teilnehmer drei der Bewohner am Halbzeitgewinnspiel mitwirken.

Durch die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe werden die Säulen Engagement und Integration des Labels „SVS – Soziale Verantwortung Sandhausen“ weiter mit Leben gefüllt.

Lebenshilfe Heidelberg

Die Lebenshilfe ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Ziel es ist, Menschen mit Behinderungen im alltäglichen Leben zu unterstützen und zu fördern. Seine Aufgabe ist es, alle Maßnahmen und Einrichtungen zu fördern, die eine wirksame Lebenshilfe für Menschen aller Altersstufen mit geistiger und mehrfacher Behinderung und ihre Angehörigen bedeuten. Derzeit profitieren etwa 800 Menschen vor allem aus der Stadt Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis vom Beratungs-, Betreuungs- und Versorgungsnetz der Lebenshilfe Heidelberg – in den integrativen Kindergärten Pusteblume, bei den Heidelberger Werkstätten, beim Wohnstättenverbund oder bei den Offenen Hilfen, der ambulanten Familienunterstützung der Lebenshilfe Heidelberg. (www.lebenshilfe-heidelberg.de)

SV Sandhausen heißt Flüchtlinge herzlich willkommen

Beim Zweitliga-Heimspiel am 01.11.2015 gegen RB Leipzig hieß der SV Sandhausen Flüchtlinge herzlich willkommen und hat rund 100 Menschen ins Hardtwaldstadion eingeladen.

Die hauptsächlich aus Syrien und Afghanistan stammenden Flüchtlinge leben in Unterkünften im Raum Heidelberg, wobei auch 20 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge des Sankt Paulusheim eingalden wurden.

Da der Fußball Menschen verschiedener Kulturen und Herkunftsländer verbindet, möchte der SV Sandhausen dazu beitragen, das Ankommen der Flüchtlinge in Deutschland zu erleichtern. Die Aktion findet unter der Dachmarke „SVS - Soziale Verantwortung Sandhausen“ statt, bei der Integration eine der drei zentralen Säulen bildet. „Wir grenzen niemanden aus der SVS-Familie aus und fördern Integration" – dieser Aussage hat sich der SVS verschrieben. „Der SV Sandhausen will sich offen zeigen und sich der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderung stellen“, so Michael Becker, Marketingleiter des SVS.

Maler der Lebenshilfe verschönern SVS-Räume

Die Kooperation des SV Sandhausen mit der Lebenshilfe Heidelberg trägt weitere Früchte: Eine Gruppe von Künstlern der Lebenshilfe nahm sich des Themas Fußball beim SV Sandhausen an und fertigte die unterschiedlichsten Gemälde an. Die Werke sind im Presseraum des Hardtwaldstadions seit dieser Woche ausgestellt und bringen hier viel Farbe ins Spiel.

Für die Mal-Aktion mit Wettbewerb, eine Idee des SVS gemeinsam mit der Lebenshilfe, hatten SVS-Profis Bild-Patenschaften übernommen und so für Leinwände und alle weiteren Malutensilien gesorgt.

Bei der Ausstellungseröffnung wurde auch die Gewinnerin des Wettbewerbs geehrt. Doris Ketges erhielt von SVS-Chefcoach Alois Schwartz ein von der Zweitliga-Mannschaft unterschriebenes Trikot. Claudia Förster und Nils Halm landeten mit ihren farbenfrohen Interpretationen auf den weiteren Plätzen. Wie Elke Hessenauer, Leiterin des Wohnstättenverbundes der Lebenshilfe, erklärte, könnten die Bilder auch käuflich erworben werden. Das Siegergemälde, „ein echter Ketges“, wie Hessenauer betonte, bekam allerdings der SV Sandhausen geschenkt. Weitere Gemälde sind in den Hospitality-Bereichen des SVS zu bewundern.

Die Kooperation unter der Dachmarke „SVS – Soziale Verantwortung Sandhausen“ mit der Lebenshilfe Heidelberg besteht seit diesem Frühjahr und hat über die Mal-Aktion hinaus zur Gründung eines neuen Fanklubs geführt: Bei der Lebenshilfe ist nun der SVS-Fanklub „O Lieweleit“ aktiv.

Lebenshilfe Heidelberg und SV Sandhausen packen nach Heimspielen gemeinsam an

Für die meisten Zuschauer ist ein Heimspiel des SV Sandhausen mit dem Schlusspfiff und dem Gang nach Hause beendet. Für die Hausmeister des SV Sandhausen fängt die Arbeit unmittelbar nach einem Heimspiel mit diversen Aufräumarbeiten erst an. Um die Hausmeister nach den Heimspielen zu entlasten, haben sich die Bewohner der Lebenshilfe Heidelberg dazu bereit erklärt, nach den Heimspielen am Hardtwald mitanzupacken. So werden ab der Saison 2015/16 die Hausmeister des SV Sandhausen und die Bewohner Hand in Hand zusammenarbeiten, sodass man von einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten sprechen kann. Einerseits erhält der SV Sandhausen tatkräftige Unterstützung bei den Aufräumarbeiten nach einem Spieltag und andererseits können sich die Bewohner der Lebenshilfe Heidelberg sinnvoll in den Arbeitsalltag des SV Sandhausen integrieren.