„An die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen“

Am kommenden Samstag, den 14. Oktober, ist der SV Sandhausen am zehnten Spieltag der 2. Liga zu Gast beim Tabellendreizehnten VfL Bochum. Anpfiff im Vonovia Ruhrstadion ist um 13 Uhr.

Neuer Trainer, neuer Plan

Von der Entlassung Ismail Atalans habe Kenan Kocak auch erst aus den Medien erfahren, so der Cheftrainer auf der heutigen Pressekonferenz. „Das ist für unsere Planung natürlich nicht gerade förderlich, wenn der Gegner in der Woche vor dem Spiel seinen Trainer entlässt“, so Kocak. „Wir haben Bochum im Vorfeld beobachtet und uns einen Matchplan zurechtgelegt. Das ist jetzt eine neue Situation. Aber so ist Fußball, wir werden und zusammensetzen und versuchen, die richtige Herangehensweise an das Spiel zu finden.“ Gleichzeitig hebt Kocak die individuelle Klasse der Bochumer hervor. „Die Kaderzusammenstellung ist phantastisch. Diese Mannschaft gehört für mich zu den Top-Drei der Liga.“ Atalan, mit dem Kocak unter der Woche kurz telefonierte, wünscht Kocak für die Zukunft alles Gute.

SVS-Lazarett lichtet sich

Kapitän Stefan Kulovits, die beiden Mittelfeldspieler Eroll Zejnullahu und Robert Herrmann sowie Innenverteidiger Marcel Seegert feierten im Testspiel gegen den 1.FSV Mainz 05 ihr Comeback nach überstandener Verletzungspause. Ein Einsatz am Samstag in Bochum kommt für die vier aber wahrscheinlich noch zu früh, so Kocak. Weiterhin fehlen wird aufgrund einer Zerrung am Oberschenkel auch Stürmer Andrew Wooten, der diese Woche nicht am Training teilnehmen konnte. In der Reha befinden sich nach wie vor Mirco Born, Korbinian Vollmann und Rick Wulle.

Jansen auf Heimatbesuch

Von vielen als Quasi-Neuzugang betitelt wird Mittelfeldspieler Maximilian Jansen, der nach über einjähriger Verletzungspause in Braunschweig sein Zweitliga-Debüt feiern konnte. „Klar haben wir uns von Max nach seiner langen Verletzungspause einiges erhofft. Dass er so schnell den Anschluss findet, hat uns dann aber doch überrascht. Er ist eine absolute Persönlichkeit und ein Führungsspieler“, freut sich sein Trainer. Ein Lob, das Jansen gerne entgegennimmt: „Ich bin überglücklich das mein Fuß derzeit hält. Ich weiß aber auch, dass ich in manchen Bereichen noch Luft nach oben habe.“ Der 24-Jährige kehrt am Samstag zurück an seine alte Wirkungsstätte. Von 2008 bis 2014 war Jansen für den VfL am Ball. „Klar ist es ein besonderes Spiel für mich. Meine Familie und einige Freunde werden im Stadion sein.“ Mit seinem damaligen Jugendtrainer Dariusz Wosz steht Jansen auch heute noch in regelmäßigem Austausch.

Ziel sind drei Punkte

Die große Aufgabe für den SV Sandhausen am Samstag sei es, so früh wie möglich zu erkennen, welchen Plan die beiden Interimstrainer Jens Rasiejewski und Heiko Butscher verfolgen. Dennoch habe der SVS ausreichend Qualität, um in Bochum zu bestehen und drei Punkte mitzunehmen. „Wir müssen an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen und sie weiter ausbauen“, gibt Jansen die Marschrichtung vor. „Das Potential in der Mannschaft ist vorhanden.“