„Bringt alles nichts, wenn wir am Ende ohne Punkte dastehen“

Die Stimmen zum Spiel SV Sandhausen – 1. FC Heidenheim:

Otmar Schork: „Wir sind zutiefst enttäuscht. Das Spiel haben wir zunächst gut begonnen, sind in Führung gegangen und hatten die Möglichkeit, diese noch zu erhöhen. Aber je länger das Spiel dauerte, desto mehr war bei uns ein extremer Abbruch zu sehen, der zu den beiden Gegentoren in der ersten Halbzeit geführt hat. Solche Schwächephasen können und dürfen wir uns nicht erlauben, wenn wir erfolgreich sein wollen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann noch einmal alles versucht, aber letztendlich kamen keine klaren Situationen mehr zustande.“

Uwe Koschinat: „Aus meiner Sicht haben wir in den ersten Minuten eine unheimlich gute Körpersprache an den Tag gelegt. Unser Spiel war einfach, aber sehr klar strukturiert, wodurch wir uns ein Übergewicht erarbeitet haben. Ich habe viele gute Momente um den Strafraum herum und einen spektakulären Treffer zum 1:0 durch Philipp Förster gesehen. In der ersten halben Stunde hat eher ein zweites Tor für uns in der Luft gelegen, als der Ausgleich für Heidenheim. Danach sind für mich drei Faktoren entscheidend, warum dieses Spiel gekippt ist: Erstens haben wir den Angreifern der Heidenheimer zu viele Möglichkeiten gegeben, einfach verteidigende Bälle festzumachen und abzulegen. Zweitens haben wir sehr viele Kontersituation leichtfertig liegen lassen, das haben wir in der Anfangsphase besser gemacht. Und drittens haben wir im Zentrum, wie vor dem 1:1, sichere Bälle nicht entscheidend geklärt.“

Philipp Förster: „Mir fehlen die Worte wenn ich sehe, wie viel Aufwand wir betreiben, wie oft wir vors Tor kommen, aber den Ball einfach nicht über die Linie kriegen. Heidenheim schießt zweimal aufs Tor und gewinnt das Ding. Und das ist einfach nur traurig. Nach der Pause wollten wir eigentlich so weitermachen, wie zu Beginn, und waren klar die bessere Mannschaft. Aber das bringt alles nichts, wenn wir am Ende ohne Punkte dastehen.“

Rúrik Gíslason: „Ich habe bereits unter der Woche eine Blockade gespürt, die den Rücken hinabwanderte. Trotzdem fühlte ich mich fit genug, um zu spielen. Aber im Spiel selbst wurde es dann immer schlimmer und ich konnte nicht mehr richtig sprinten. Kommende Woche werde ich mich einer weiteren Untersuchung unterziehen. In den ersten 25 Minuten haben wir gut gespielt. Aber wenn wir in einer solchen Position sind, müssen wir einfach Eier haben und unser Tor um jeden Preis verteidigen. Es ist derzeit zu einfach, Tore gegen uns zu erzielen.“