„Das Spiel in Darmstadt ist eine Zäsur“

Der SV Sandhausen gastiert am 22. Spieltag der 2. Bundesliga beim SV Darmstadt 98. Angepfiffen wird die Partie im Merck-Stadion am Böllenfalltor am Sonntag um 13:30 Uhr.

Erstmals zwei Niederlagen in Serie

Für den SVS geht es in der Partie bei den „Lilien“ darum, den „Turnaround“ zu schaffen, wie es Chef-Trainer Uwe Koschinat auf der Pressekonferenz am Donnerstag ausdrückte. Zwei Niederlagen am Stück haben die Kurpfälzer zuletzt kassiert: ein 0:2 beim 1. FC Nürnberg und im BWT-Stadion am Hardtwald ein 0:1 gegen den 1. FC Heidenheim. Zwei Niederlagen am Stück – das hatte es für den SVS in dieser Saison zuvor nicht einmal gegeben. „Das Spiel in Darmstadt ist eine Zäsur“, verdeutlichte Koschinat die Bedeutung der Partie beim früheren Erstligisten.

Der finale Pass kam zuletzt nicht an

Vor den Spielen in Nürnberg und gegen den 1. FC Heidenheim war der SVS neun Partien in Folge ohne Niederlage geblieben. In den zurückliegenden Tagen ging es für das Trainerteam daher darum, die neue Situation einzuordnen und mit der Mannschaft an einem Plan für das Spiel in Darmstadt zu arbeiten. Koschinat hob noch einmal hervor, auf welch starken Gegner der SVS im Spiel gegen den Tabellenvierten aus Heidenheim getroffen war. „Wir mussten erfahren, wie schwer es gegen die hervorragend organisierte Mannschaft aus Heidenheim ist, zum Ausgleich zu kommen oder das Spiel noch zu drehen“, rekapitulierte Koschinat. Die Möglichkeit dazu hatte durchaus bestanden, doch einerseits kam der finale Pass in mehreren Situationen nicht an, und andererseits hatte es der SVS nicht geschafft, den Gegner über einen längeren Zeitraum in dessen Hälfte einzuschnüren.

Mit einem Sieg die 30-Punkte-Marke knacken

Es geht für das Koschinat-Team in Darmstadt also darum, insgesamt mehr Torgefahr auszustrahlen, um etwas Zählbares mitzunehmen. Die rein tabellarischen Ziele liegen vor der Partie auf der Hand: Der SVS belegt derzeit mit 27 Zählern den zehnten Platz, Darmstadt 98 steht mit 26 Punkten auf Rang elf. Die Schwarz-Weißen wollen auch nach der Partie noch vor den Hessen gelistet sein und im besten Fall mit einem Sieg die 30-Punkte-Marke knacken.  

Die Remis-Könige der Liga

Dafür müssen sich die Kurpfälzer allerdings gegen einen äußerst stabilen Gegner behaupten. Der SV Darmstadt 98 verließ in 22 Spielen erst fünf Mal als Verlierer den Platz. Hinzu kommen fünf Siege und elf Unentschieden – die meisten in der Liga. Koschinat lobte auf der Pressekonferenz die „Verteidigungsmentalität“ der „Lilien“: „Die vielen Unentschieden sind ein Ausdruck dafür, dass Darmstadt immer in der Lage ist, auch gegen starke Mannschaften zu punkten.“ Zuletzt feierte der Tabellenelfte einen 3:2-Erfolg bei Dynamo Dresden. „Darmstadt will jetzt mit Sicherheit eine Serie starten und wird sich nicht mit einem Punkt zufriedengeben. Darauf müssen wir uns einstellen.“ 

Julius Biada fällt weiterhin aus

Zum Personal: Coach Koschinat muss weiterhin auf Julius Biada, der beim 3:1-Erfolg am 29. Januar beim VfL Osnabrück einen Schlag auf die Wade erlitten hatte, verzichten. Ein Trainingsversuch Biadas am Donnerstag endete vorzeitig, der Offensivspieler wird vorerst wieder individuell an seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining arbeiten. In Darmstadt ebenfalls nicht mit dabei sind die Langzeitverletzten Erik Zenga und Markus Karl, ansonsten steht Koschinat der komplette Kader zur Verfügung.