"Das war heute ein in allen Belangen beschissenes Spiel"

Die Stimmen zum Spiel SV Sandhausen - FC Erzgebirge Aue:

Otmar Schork: „Das war heute der Tiefschlag der Saison. Nach dem Fehler, der zum frühen 0:1 geführt hat, merkte man, dass die Mannschaft sehr unsicher und fast schon gelähmt wirkte. Wir fanden kein Mittel, um Aue in Verlegenheit zu bringen. In der zweiten Halbzeit waren die Bemühungen dann vorhanden, aber mitten hinein in diese Phase fällt das 0:2. Mit dem dritten Gegentreffer war das Spiel dann natürlich gelaufen. Die Mannschaft saß brutal niedergeschlagen in der Kabine und wir müssen uns jetzt erst einmal wieder sammeln. Ich bin nach wie vor zu 100 Prozent davon zu überzeugt, dass wir es noch schaffen können und wir werden mit viel Ehrgeiz nach Magdeburg fahren.“

Uwe Koschinat: „Für uns waren die Vorzeichen eigentlich sehr klar, wir haben diese Woche nichts unversucht gelassen, die Mannschaft nicht nur strategisch auf dieses Spiel vorzubereiten, sondern im hohen Maße auch zu emotionalisieren. Die letzten elf Spiele sind für uns absolut richtungsweisend und die Partie heute sollte die Einleitung werden. Man kann darüber philosophieren, ob das frühe 0:1 die Mannschaft psychisch zu sehr belastet hat. Tatsache ist, dass es uns weder gelungen ist, eine gute Spielstruktur auf den Platz zu bringen, noch läuferisch dagegenzuhalten. Deswegen hat es Erzgebirge Aue immer wieder geschafft, sehr viel Druck auf unsere letzte Linie auszuüben. Am Ende hat man gemerkt, dass einige Spieler unheimlich mit sich selbst zu tun haben und, dass wir wahnsinnig viele falsche Entscheidungen getroffen haben. Insofern ist das 0:3 in der Höhe leider absolut verdient und der Tiefpunkt.“

 

Denis Linsmayer: „Das war ein totaler Blackout. Ich kann mich in meiner doch schon etwas längeren Karriere nicht daran erinnern, dass ich mal solch einen Bock geschossen habe. Wenn man zuhause gegen einen direkten Konkurrenten mit 0:3 verliert, dann gibt es wenige positive Argumente. Das war heute ein in allen Belangen beschissenes Spiel. Wir müssen das jetzt schnellstmöglich aufarbeiten, aber wenn wir nicht alle an die Wende glauben würden, dann wären wir fehl am Platz. Gegen Magdeburg haben wir in einer Woche das nächste Endspiel.“

Dennis Diekmeier: „Das war einfach nur scheiße, ganz klar. Wir hatten uns so viel vorgenommen, aber schlechter kann man natürlich nicht in ein Spiel starten. Das war ein riesen Schock und in der ersten Halbzeit ist es uns nicht gelungen, das Ruder herumzureißen. In der zweiten Halbzeit haben wir offensiv umgestellt, aber der letzte Ball fehlte einfach und Aue kommt im Gegenzug mit zwei Kontern zu zwei Toren. Das ist einfach extrem hart und bitter, weil wir uns so viel vorgenommen hatten. Aber am nächsten Wochenende wartet ein sehr wichtiges Spiel und wir müssen alles dafür tun, dass wir in Magdeburg drei Punkte holen.“