„Den Kölnern alles abverlangen“

Am kommenden Samstag, den 23. Februar, gastiert der SV Sandhausen am 23. Spieltag der 2. Bundesliga beim 1. FC Köln. Anpfiff im Rhein-Energie-Stadion ist um 13 Uhr.

Hohe Emotionalität in schwierigen Phasen

„Ich habe selten eine Mannschaft erlebt, die gerade in der Halbzeitpause so viel Wut in die Kabine geschleppt hat“, berichtet Chef-Trainer Uwe Koschinat über das vergangene Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98. Dadurch sehe man, dass die Mannschaft alles dafür gibt, das gemeinsame Ziel des SV Sandhausen zu erreichen. Man müsse sich den Vorwurf machen, aus einer überlegenen ersten Halbzeit nicht mehr gemacht zu haben, als eine 1:0-Führung. „Im Anschluss haben wir uns dann mit der unglücklichen Situation, die zum Ausgleich geführt hat, zu lange beschäftigt“, so der 47-Jährige auf der heutigen Pressekonferenz.

Trotz des Ärgers nach dem Unentschieden gegen die Lilien, mache aktuell die Stabilität der Mannschaft aber unglaubliche Hoffnung für den restlichen Saisonverlauf. „Ich entdecke, dass meine Mannschaft sehr gefestigte Abläufe hat, eine gute defensive Stabilität auf den Platz bringt und wir aus den unterschiedlichsten Situation Torgefahr entwickeln können“, sagt Koschinat. Positiv zu betrachten sei weiterhin die Rückkehr von Tim Knipping und die starken Leistungen von Marcel Schuhen, der als Typ unheimlich auf seine Vorderleute wirke, wodurch man derzeit mit einer hohen Emotionalität schwierige Phasen einer Partie bestehe.

Stabilität macht Hoffnung

Diese Emotionalität benötige man auch am kommenden Samstag im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln. Allerdings müsse auch einiges zusammenkommen: „Aktionen wie im Fünfmeterraum eine wichtige Situation zu klären, bei der die Spieler sich gegenseitig pushen, einen Torwart mit „mehreren“ Händen zu haben und die Effektivität in der Offensive aus dem Hamburg-Spiel. Wenn diese Faktoren stimmen, dann sind wir ein gefährlicher Zweitligist“, so Koschinat.
Man erwarte mit der Partie bei den Geißböcken eine Mannschaft, die auf vielen Positionen über eine hohe individuelle Qualität verfüge und eine absolut vorzeigbare Heimbilanz habe. „Es wird das völlig falsche Mittel sein, sich gegen die Kölner nur auf die Defensive zu konzentrieren. Wir benötigen auch eine gut durchdachte Strategie, wenn wir selbst in Ballbesitz sind. Wir müssen den Kölnern alles abverlangen und mit breiter Brust antreten“, blickt der SVS-Coach voraus. Denn dann werde man sehen, was in der Domstadt alles möglich sei.

Fragezeichen hinter Schleusener, Zenga voll einsatzfähig

Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Stürmer Fabian Schleusener, der in dieser Woche mit einem grippalen Infekt flach lag. „Wir werden aber alles dafür tun, dass er am Samstag auf dem Platz stehen kann, denn er ist ein stabiler Faktor, gerade wenn es darum geht, torgefährlich zu sein“, betont Koschinat.

Hingegen agiert Erik Zenga im Training mit einem Daumenschutz und ist wieder voll einsatzfähig. Neben Nejmeddin Daghfous und Alexander Rossipal, die sich derzeit im Aufbautraining befinden, wird Maximilian Jansen erst wieder am kommenden Montag in vollem Umfang ins Mannschaftstraining einsteigen.