"Die Mannschaft hat heute ein Lebenszeichen gesetzt"

Die Stimmen zum Spiel 1.FC Magdeburg – SV Sandhausen:

Jürgen Machmeier: „Die letzten zehn Minuten waren aus emotionaler Sicht kaum zu überbieten. Hut ab, was für eine Mentalität die Mannschaft nach dieser turbulenten Woche an den Tag gelegt hat. Galligkeit und Gier – das war heute der SV Sandhausen, wie wir ihn in der aktuellen Lage erwarten. Die Jungs müssen jetzt weiter nach vorne denken. Die Art und Weise, wie wir heute die drei Punkte erkämpft haben, stimmen mich zuversichtlich für die Zukunft.“

Mikayil Kabaca: „Heute ist eine große Last von uns abgefallen und wir sind total froh, hier in Magdeburg einen Dreier eingefahren zu haben. Wir wussten im Vorfeld, dass das ein richtungsweisendes Spiel sein würde. Wir haben Magdeburg wieder mit unten reingezogen und wissen wieder, wie es sich anfühlt, zu gewinnen. Wir haben in der Vorbereitung klar angesprochen, dass es nicht um Schönspielerei gehen würde, sondern nur um die drei Punkte, egal wie. Es war ein Arbeitssieg und ein Sieg der Moral, wenn man bedenkt, was seit dem Aue-Spiel alles passiert ist. Das haben die Jungs wirklich super gemacht.“

Uwe Koschinat: „Wir haben einen glücklichen Sieg eingefahren. Entscheidend waren zwei Faktoren: erstens Mentalität. Beide Mannschaften standen aufgrund der tabellarischen Situation unter großer nervlicher Belastung. Zweitens die Platzverhältnisse. Auf dem tiefen Geläuf war es schwer, zu kombinieren, weshalb beide Mannschaften eine einfache Spielweise gewählt haben. Wir haben es in der ersten Halbzeit mehrheitlich geschafft, Magdeburg vom eigenen Tor fernzuhalten, ohne aber selbst Chancen zu kreieren. In der zweiten Halbzeit hat Schuhen mit seiner Parade am kurzen Pfosten wahrscheinlich einen Sieg der Magdeburger verhindert. So gelingt uns im Gegenzug der Lucky Punsh und wir konnten nach viel Kampf und Leidenschaft als Sieger vom Platz gehen. Die Mannschaft hat heute ein Lebenszeichen gesetzt und bewiesen, dass sie dem Druck standhält.“

Andrew Wooten: „Das fühlt sich gerade sehr gut an. Wir wussten, dass das ein schweres Spiel wird. Wir wussten aber auch, dass es heute auf Kampf und Leidenschaft ankommt und das haben wir auf dem Platz umgesetzt. Deshalb haben wir aus meiner Sicht auch verdient gewonnen. Wir waren von Anfang an präsent, haben die Zweikämpfe angenommen und auch gewonnen. So sind wir ins Spiel gekommen und wir wussten, dass wir so zu unseren Chancen kommen würden. Und so ist es dann ja auch gekommen. Das war ein dreckiger Arbeitssieg. Aber den nehmen wir gerne mit.“

Marcel Schuhen: „Schlechtes Wetter, schwierige Platzverhältnisse, totale Auswärtsatmosphäre – das war heute eines dieser Spiele, in denen man in jeder Sekunde hellwach sein muss. Beide Mannschaften haben ohne viel Risiko mit vielen langen Bällen agiert und viele Zweikämpfe geführt. Aber so gehört sich Abstiegskampf. Als Torwart musst du auf die Momente gefasst sein, in denen du gebraucht wirst, und dann musst du auch auf den Punkt da sein. Wenn nach einem gehaltenen Ball direkt im Gegenzug das 1:0 fällt, dann ist das doch einfach eine geile Situation. Das war aber nur ein Schritt in die richtige Richtung und wir haben noch einen langen Weg vor uns.“

Dennis Diekmeier: „Wir haben das heute sehr gut gemacht. Wir waren von der ersten Minute an voll da und haben uns in jeden Zweikampf geworfen. Genau das hat uns letzte Woche gegen Aue gefehlt. Wir wussten um die Schwere der Aufgabe, gepaart mit Regen, Wind und dem schwierigen Geläuf, aber wir haben das sehr gut gemacht. Es war die Entscheidung des Trainers, dass ich heute als Kapitän die Mannschaft aufs Feld führen würde, und natürlich möchte ich der Mannschaft mit meiner Erfahrung helfen und vor allem auch mit Körpersprache vorangehen. Wir sind wieder da, müssen jetzt weiter punkten und genauso fokussiert in die nächsten Spiele gehen.“