„Die Mannschaft ist zu einer Einheit zusammengewachsen“

Cheftrainer Uwe Koschinat und der sportliche Leiter Mikayil Kabaca ziehen ein Fazit zu den Testspielen gegen den SC Paderborn und zur Vorbereitung auf die anstehende Spielzeit in der 2. Bundesliga.

Uwe Koschinat…

…zum ersten Spiel: „Wir hatten heute einen sehr intensiven Test, das war ein absolutes Wettbewerbsspiel gegen eine Mannschaft, die sehr stark über Ballbesitz und Pressing kommt. Der Test hat seinen Zweck, an die körperlichen Grenzen zu gehen, erfüllt. In den ersten 20 Minuten waren wir nicht entsprechend auf die Intensität der Paderborner vorbereitet. Wir hatten sehr viele Ballverluste, wodurch auch das frühe Gegentor fiel. Vor der Pause haben wir einen guten Fußball gespielt und müssen hier eigentlich den Ausgleich machen. In der zweiten Halbzeit ist die Mannschaft ähnlich aufgetreten, wollte unbedingt einen Treffer erzielen. Deshalb bin ich in Summe mit diesem Spiel zufrieden.“

…zum zweiten Spiel: „Insgesamt haben wir einen sehr dominanten Auftritt im zweiten Spiel gegen einen Gegner gezeigt, dessen Qualität nicht so hoch war, wie in der ersten Partie. Wir haben den Gegner vor allem im Zentrum beherrscht und sehr effizient gekontert. Dadurch haben wir uns eine hohe Anzahl an Tormöglichkeiten herausgespielt, das hat mir sehr gut gefallen. Besorgniserregend ist für mich bereits in der kompletten Vorbereitung die hohe Zahl an Gegentoren, vor allen Dingen nach sicheren Führungen. Ich hoffe, dass wir das im Wettkampf abstellen können. Ansonsten war das heute, gerade von Schlüsselspielern, ein sehr gutes Spiel.“

…zum aktuellen Stand der Mannschaft: „Die Laufleistung im ersten Spiel war von allen wirklich sehr ordentlich, ich gehe davon aus, dass uns Holstein Kiel körperlich ähnlich fordern wird, wie es der SC Paderborn heute getan hat. Als Fazit kann man ziehen, dass wir in der Spielanlage enorme Qualitäten haben. Wir haben eine hohe Anzahl an Toren in der kompletten Vorbereitung erzielt, auch unsere Gefahr nach Standards hat sich verbessert. Besorgniserregend ist, wie bereits erwähnt, die hohe Zahl der Gegentreffer. Hier müssen wir noch an uns arbeiten. Taktisch haben wir uns viele neue Dinge erarbeitet, wir sind gerade im Ballbesitzspiel deutlich stärker geworden. Das gibt mir Hoffnung optimistisch in die erste Saisonphase zu gehen.“

…zu den drei Kurztrainingslagern: „Mit den drei Kurztrainingslagern bin ich sehr zufrieden. Die Mannschaft ist zu einer Einheit zusammengewachsen. Die Jungs haben dort hervorragende Bedingungen vorgefunden, was das Zusammenarbeiten absolut erleichtert hat. Die Mannschaft hat über die komplette Vorbereitung perfekt mitgezogen, sodass unsere „Problemfälle“ des Beginns den Anschluss wiedergefunden haben. Dies kann man an den Spielern Rúrik Gíslason und Mario Engels feststellen, die heute wieder eine starke Leistung gezeigt haben.“

…zur Trainingswoche vor dem Liga-Auftakt: „Es geht in der Trainingswoche vor dem Auftakt in Kiel nun darum, dass wir eine noch höhere Kompaktheit in der Defensive erlangen. Im Konterspiel haben wir enorme Qualitäten und sind deshalb immer in der Lage eine mögliche Führung weiter auszubauen. Auf der tiefsten Linie kurz vor dem Strafraum müssen wir unsere Automatismen erhöhen, hier ist eine Zweikampfpräsenz höher zu bewerten, als Ballbesitz.“

Mikayil Kabaca…

…zur Vorbereitung: „Die Vorbereitung mit drei Kurztrainingslagern hat super funktioniert und kam auch bei der Mannschaft sehr gut an. Schlussendlich waren wir in erster Linie froh, dass wir sehr schnell unseren Kader zusammen hatten. Leider hatten wir zu Beginn der Vorbereitung einige verletzungsbedingte Ausfälle, wozu auch wenige Neuzugänge zählten. Wir können derzeit in mehreren Systemen sehr variabel auftreten, auch die Spieler agieren hier äußerst flexibel. Das stimmt uns für den Ligastart in der nächsten Woche positiv. Mit dem Abschluss hier in Paderborn haben die Jungs ein paar Tage frei, die Vorbereitung auf Kiel beginnt am Montag um 18 Uhr.“

…zum ersten Spiel: „Wir sind relativ schlecht ins Spiel gekommen und haben deshalb ein frühes Gegentor bekommen. Danach haben wir das Spiel im Griff gehabt und uns viele Torchancen herausgespielt. Schlussendlich haben wir kurz vor der Pause zunächst einen Foulelfmeter nicht verwandeln können und wenige Augenblicke später das zweite Gegentor bekommen. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft ihren inneren Schweinehund überwunden und dadurch auch verdient den 2:1-Anschlusstreffer erzielt. Philipp Heerwagen hat ein gutes Debüt im Tor gefeiert, seine Präsenz auf dem Platz hat mir sehr gefallen.“