Drei Fragen an ... "Wenn alles passt, können wir auch die Topfavoriten ärgern"

Kristjan Glibo (Foto re., mit Co-Trainer Tim Schork) leitet die U 23 des SV Sandhausen erfolgreich an. Der 33-jährige Trainer hat das Team in die Oberliga geführt und dort ist der Aufsteiger aktuell auf Tabellenplatz vier zu finden - auch wenn es am Wochenende eine 2:3-Niederlage in Bissingen zu verkraften gab.

Kristjan, die U 23 des SV Sandhausen steht an Position vier, zwar mit "Sicherheitsabstand" zu den Aufstiegsplätzen, aber für das erste Jahr auf erreichtem Niveau durchaus beachtlich. Zudem konntet ihr gegen den Spitzenreiter aus Nöttingen einen 4:3-Sieg feiern. Wie schätzt du die bisherige Leistung deiner Schützlinge ein?

Kristjan Glibo: In unserer ersten Oberligasaison präsentieren wir uns gut, wir können mithalten. Der ein oder andere Spieler muss aber noch konstanter auftreten. Nach unseren Niederlagen gegen Balingen und Pforzheim haben wir an einigen Stellschrauben gedreht. Jetzt macht die Mannschaft es viel besser. Seither mussten wir aus elf Spielen nur zwei Niederlagen hinnehmen. Mit zwei Unentschieden und sieben Siegen haben wir uns auf die vorderen Plätze gebracht. Siege gegen Hollenbach und Nöttingen zeigen, wenn alles passt, können wir auch die Topfavoriten ärgern. Die Mannschaft ist jung, die meisten haben nie Oberliga gespielt, da sind Leistungsschwankungen auch völlig normal. Mit jeder Partie wird jeder Spieler mehr wachsen, sodass das Ziel eine kontinuierliche Entwicklung ist.

Welches Saisonziel habt ihr euch als Mannschaft gesetzt und welche Hoffnungen habt ihr?

Glilbo: Ziel war von Anfang an, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Da sind wir auf dem besten Weg. Wenn unsere Langzeitverletzten wieder dazustoßen, werden wir noch variabler agieren können.

Kannst du eine Prognose abgeben, wohin es in dieser Saison gehen kann?

Glibo: Prognosen kannst du im Fußball nicht geben. Wir schauen von Spiel zu Spiel. Im Moment haben wir personell eine schwierige Phase, teilweise nur 13, 14 Spieler im Training, vier Spieler sind schwer verletzt, von vier Spielern haben wir uns getrennt. Deshalb ist das Auftreten der Mannschaft in dieser Phase noch höher zu bewerten.