Drei Fragen an… „Wir sind als Mannschaft mittlerweile stabil“

Robert Zillner hat schwere Wochen und Monate hinter sich. Nachdem sich der Mittelfeldstratege im vergangenen Jahr bereits zum zweiten Mal am Kreuzband verletzt hatte, war er in der Folge Stammgast auf den Zuschauerplätzen im Hardtwaldstadion. Beim viel umjubelten Auswärtssieg im ersten Saisonspiel, konnte der gebürtige Bayer sein Comeback im schwarz-weißen Dress feiern.

Robert, werfen wir zuallererst einen kleinen Rückblick auf das Saisoneröffnungsspiel bei Eintracht Braunschweig: Nach 29 Spielminuten sah die Situation wie folgt aus: 0:1 Rückstand bei einem Aufstiegsanwärter, minus drei Punkte in der Tabelle und eine gegnerische Mannschaft, die nach dem Führungstreffer und vor heimischer Kulisse eine breite Brust hatte. Der Ausgang des Spiels ist bekannt. Kann der SV Sandhausen eine solche Konstellation inzwischen verarbeiten und wegstecken?

Das 1:0 war für uns kein Dämpfer. Wir sind als Mannschaft mittlerweile sehr stabil und können auch auswärts einen Rückstand verkraften, sodass wir genau wissen, dass wir wieder zurückkommen können. In der Phase nach dem Rückstand hat man auch gesehen, dass wir uns zu keiner Zeit aufgegeben haben. Natürlich kann man sagen, dass es letztendlich drei Standards waren, die zu unseren Toren geführt haben, aber die haben wir eben eiskalt genutzt.

In der Schlussphase konntest du nach deiner langen Verletzungspause endlich wieder für den SV Sandhausen auf dem Platz stehen. Wie hast du die Reha während deiner Verletzungspause und dein Comeback am vergangenen Sonntag erlebt.

Man muss während der Reha gut mit der Situation umgehen. Ich hatte ja zum Glück gar nicht viel Zeit über die Verletzung nachzudenken, da ich mich durch die zeitaufwändige Reha immer gut ablenken konnte. Am Sonntag war es dann für mich überhaupt erstmal wieder schön, ein Teil des Kaders zu sein, damit ich wieder der Mannschaft helfen konnte. Unterm Strich war es einfach ein schöner Tag, der durch das erfolgreiche Ergebnis abgerundet wurde.

Am kommenden Sonntag, 2. August 2015, 15.30 Uhr, erwartet der SV Sandhausen am heimischen Hardtwald mit Union Berlin den nächsten Aufstiegsfavoriten. Wie schätzt du den kommenden Gegner aus der Bundeshauptstadt ein?

Wenn wir einen Heimsieg landen, wäre das natürlich super. Union Berlin wird sehr schwer zu bespielen sein – mit den neuen Spielern in den Berliner Reihen stellen Sie eine starke Truppe auf den Platz. Die Unioner werden bestimmt oben mitspielen, jedoch ist die Liga wieder sehr ausgeglichen, sodass man nicht sagen kann, wer im Aufstiegsrennen die Nase vorne haben wird. Wir wollen am Sonntag jedoch gewinnen!