"Natürlich ist das unglücklich, wenn du in der Nachspielzeit zwei Punkte verlierst ..."

Die Stimmen zum Spiel SV Sandhausen - SC Paderborn:

Jürgen Machmeier: „Im Endeffekt muss man ganz klar sagen, dass der Ausgleich verdient war für Paderborn. Wir sind froh, dass er nicht schon früher gefallen ist. Der SCP ist eine absolute Spitzenmannschaft, die 90 Minuten lang bei jedem Eckball und bei jeden Einwurf Vollgas-Fußball fabriziert. Phasenweise haben wir es heute aber wirklich gut gemacht, nur waren wir irgendwann einfach platt. Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen, und ich bin es auch jetzt nach dem Spiel. Wir müssen jetzt Kraft sammeln, denn nächste Woche geht’s direkt weiter mit dem nächsten Heimspiel gegen Dresden.“

Micayil Kabaca: „Den Elfmeter kann man pfeifen und das muss man akzeptieren. Ich schätze Paderborn nach Köln und Hamburg als drittstärkste Mannschaft der 2. Liga ein. Man hat heute ganz klar gesehen, über welche Qualitäten sie verfügen. Auf der einen Seite hätten wir das Spiel durch den ein oder anderen Konter entscheiden können, aber der anderen Seite müssen wir froh sein, dass der Ausgleich nicht noch früher gefallen ist, sonst stünden wir jetzt womöglich ganz ohne Punkte da.“

Uwe Koschinat: „Ich habe in den ersten 25 Minuten eine hervorragende Anfangsphase meiner Mannschaft gesehen: Wir haben auf der einen Seite ein unheimlich galliges Zweikampfverhalten gehabt und haben auf der anderen Seite wahnsinnig schnell umgeschaltet. Daraus resultierten zahlreiche Standardsituationen wo wir mit unserer körperlichen Überlegenheit oftmals zum Abschluss kamen, wie auch beim Treffer von Tim Kister zum 1:0. Gegen Ende der ersten Halbzeit mussten wir unserem anfänglichen Tempo dann Tribut zollen, wodurch Paderborn immer besser ins Spiel kam. Uns war klar, dass es eine wahnsinnig intensive und anstrengende zweite Halbzeit werden wird, hier hat uns leider die körperliche Frische gefehlt, um den Sack frühzeitig zuzumachen. Wir hatten einen überragenden Marcel Schuhen im Tor, der zahlreiche Chancen der Paderborner sensationell vereitelt hat. Natürlich ist es dann unglücklich, wenn du in der Nachspielzeit zwei Punkte verlierst, aber wir sollten fairerweise sagen, dass der Handelfmeter berechtigt war und der Gegner einen extrem überlegenen zweiten Abschnitt gespielt hat.“

Tim Kister: „Es fühlt sich an, wie eine Niederlage. Es war klar, dass Paderborn drücken würde, aber wenn wir in der zweiten Halbzeit unsere Konter besser zu Ende spielen, dann machen wir hier das zweite und dritte Tor. Einen Punkt gegen eine Spitzenmannschaft wie Paderborn hätte ich vor dem Spiel unterschieben. Jetzt muss ich damit leben. Aber wir merken die Euphorie hier rund um den Verein und wir geben weiter alles, um noch so viele Punkte zu holen, wie möglich. Jetzt haben wir nächste Woche Dresden vor der Brust.“

Marcel Schuhen: „Wenn wir uns das Spiel in ein, zwei Tagen noch einmal anschauen, dann werden wir erkennen, dass wir in der ersten Halbzeit besser waren, Paderborn in der zweiten. Das Unentschieden an sich ist in Ordnung, die Art und Weise mit dem Elfmeter in der Nachspielzeit aber natürlich sehr ärgerlich. Paderborn spielt Fußball mit einer gewissen Portion Wahnsinn, der Spaß macht, zuzuschauen. Aber auch wir haben unsere Qualitäten und wenn man sich die gegnerische Aufstellung anschaut, dann hat auch er das registriert. Wir haben in den letzten Wochen gezeigt, dass wir punkten können, aber auf jeden Fall noch einen langen Weg vor uns.“