„Für mich waren das heute natürlich besonders glückliche Momente ..."

Die Stimmen zum Spiel SV Sandhausen - SG Dynamo Dresden:

Mikayil Kabaca: „Es freut mich unheimlich für Nej, dass er nach seiner so langen Verletzungspause heute sein Comeback feiern konnte. Dass er dann in solch einer wichtigen Situation das 2:1 für uns erzielt, ist natürlich großartig. Er ist ein erfahrener Spieler und ein absoluter Teamplayer, was man nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der Kabine spürt. Ich sind sehr froh, dass wir ihn bei uns haben.“

Uwe Koschinat: „Das Spiel hat in den 90 Minuten heute wahnsinnig viel geboten, die erste Halbzeit hatte für mich gefühlt überhaupt keine Pause. Aus meiner Sicht hatten wir eine sehr gute Spielanlage, die Mannschaft wirkte nicht nur zweikampfstark und gallig, sondern auch ball- und passsicher. Der Wehrmutstropfen aus dieser Phase ist, dass wir trotz klarer Torchancen nicht mit 1:0 in Führung gegangen sind. Wir haben auf der letzten Linie des Gegners zu sehr in die Breite gespielt, anstatt aus der zweiten Reihe den Abschluss zu suchen. Der zweite Durchgang begann weiterhin mit sehr viel Schwung, der Gegentreffer aus dem Nichts war für die Mannschaft deshalb ein enormer Schock, das war eine ganz gefährliche Phase. Der Ausgleich für uns gelang uns dann nach einer Standardsituation, was in den letzten Wochen zu einer echten Stärke meiner Mannschaft geworden ist. Der persönliche Sieger dieser Partie ist natürlich Nejmeddin Daghfous, der nach seiner langen Leidenszeit uns mit 2:1 in Führung bringt. Durch diesen Treffer haben wir immer mehr an Sicherheit gewonnen und unheimlich konzentriert verteidigt. Der Konter zum 3:1 hat das Spiel dann entschieden. Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir viele Menschen rund um den Hardtwald aktuell sehr mitnehmen.“

Denis Linsmayer: „Hochverdienter Sieg! Wir haben einen hohen Aufwand betrieben und auch spielerisch viele gute Akzente gesetzt. In der ersten Halbzeit hätten wir mindestens zwei Tore machen müssen. Nach dem 0:1 haben wir dann ein paar Minuten gebraucht, bis wir diesen Schock verdaut hatten. Spätestens beim 1:1 hat man aber gesehen, dass wir fest daran geglaubt haben, das Ding hier noch zu drehen. Unsere Chancen stehen nach jedem Sieg besser. Aber auch wenn die heutigen Ergebnisse auf den anderen Plätzen sicher nicht schlecht für uns waren, so schauen wir trotzdem weiter von Spiel zu Spiel, auch wenn das eine blöde Phrase ist. Wenn wir weiter unsere Leistung abrufen, können die anderen spielen, wie sie wollen.“

Nejmeddin Daghfous: „Für mich waren das heute natürlich besonders glückliche Momente. Solch ein Comeback wünscht sich jeder Spieler nach einer langen Verletzung. Acht Monate waren es am Ende, die ich in der Reha verbracht habe. Vielen Dank an unseren Physio Joachim Krainz! Ich fühle mich besser, als jemals zuvor. Am meisten freuen mich die drei Punkte. Wenn wir genau so weiterarbeiten, dann bin ich guter Dinge. Das müssen wir auch, denn noch ist nichts erreicht.“

Tim Kister: „Ich muss gestehen, dass ich Berko beim 0:1 überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Erst wollte ich den Ball mit links mitnehmen, habe dann aber Atik im Augenwinkel gesehen und wollte daher Schuh in den Lauf spielen. Das war glaube ich das erste Mal, dass mir so etwas passiert ist. Vielleicht hat es uns ein bisschen wachgerüttelt, denn dieses Spiel hätten wir niemals verlieren dürfen. Bis auf Distanzschüsse haben wir hinten nichts zugelassen, vorne hätten wir den ein oder anderen mehr machen können.“