BRAUNSCHWEIG, GERMANY - JULY 03: Overview, First row (L-R): Ken Reichel, Patrick Schoenfeld, Saulo Decarli, Marcel Engelhardt, Gustav Valsvik, Jasmin Fejzic, Louis Samson, Steve Breitkreuz, Joseph BaffoSecond row (L-R): Marc Arnold, Coach Torsten Lieberknecht, 2nd Coach Darius Scholtysik, Juergen Rische, Goalkeeper Coach Alexander Kunze, Andreas Gross, David Lehmann, Guenter Jonczyk, Goce Janevski, Philipp GlaweThird row (L-R): Jan Hochscheidt, Robin Becker, Christoffer Nyman, Steffen Nkansah, Phillip Tietz, Suleiman Abdullahi, Holm Stelzer, Christian Skolik, Berthold SchliwaFourth row (L-R): Salim Khelifi, Onel Hernandez, Hendrick Zuck, Maximilian Sauer, Quirin Moll, Julius Biada, Niko Kijewski, Mirko Boland, Dominik Kumbela of Eintracht Braunschweig poses during the official team presentation of Eintracht Braunschweig at Eintracht Stadion on July 3, 2017 in Braunschweig, Germany. (Photo by Joachim Sielski/Bongarts/Getty Images)

Gegner-Vorschau: Eintracht Braunschweig

Nach der Länderspielpause gastiert der SV Sandhausen am kommenden Sonntag bei Eintracht Braunschweig. Seit dem Abstieg aus der Bundesliga in der Saison 13/14 wird der BTSV jedes Jahr als einer der Aufstiegsfavoriten gehandelt. Nach der verpassten Rückkehr in der vergangenen Spielzeit sucht das Team von Trainer Torsten Lieberknecht aktuell noch nach seiner Form.

„In diesem Moment ist eine Saison am A…“

„Deshalb hasse ich die Relegation“, sagte Lieberknecht nach dem 0:1 im Relegations-Hinspiel beim VfL Wolfsburg. In der ersten Halbzeit hatte Schiedsrichter Sascha Stegemann fälschlicherweise auf Elfmeter für Wolfsburg entschieden. Lieberknecht machte nach dem Spiel seinem Ärger Luft: "Es ist keine Entscheidung, die er bewusst trifft. Aber es ist eine Entscheidung, die weh tut. In diesem Moment ist eine Saison am Arsch." Nachdem vier Tage später auch das Rückspiel im heimischen Eintracht-Stadion mit 0:1 verloren wurde, war das Thema Aufstieg für den BTSV damit erledigt.

Eintracht-Motor stottert noch

In dieser Saison sollte erneut die Rückkehr ins Oberhaus angepeilt werden. Am ersten Spieltag verspielten die Blau-Gelben eine 2:1-Führung bei Fortuna Düsseldorf und mussten sich am Ende mit einem 2:2 begnügen. Eine Woche später machten es die Niedersachsen besser und besiegten Heidenheim vor heimischem Publikum mit 2:0. Was folgte, war wie schon in der Vorsaison das ernüchternde Erstrunden-Aus im DFB-Pokal. Mit 1:2 musste man sich bei Aufsteiger Holstein Kiel geschlagen geben. Vor dem letzten Heimspiel am dritten Spieltag gegen Erzgebirge Aue war alles auf Wiedergutmachung gepolt. Doch mehr als ein 1:1 war an diesem Tag nicht drin, was den Unmut einiger Fans auf sich zog. „Meine Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt. Die Spieler arbeiten mit Herzblut für ihren Verein - jeden Tag. Aber dass die Jungs beim ersten Pass, der daneben geht, ausgepfiffen werden, ist eine Schande und kotzt mich an. Ich verteidige meine Mannschaft bis zum Schluss“, stellte der gebürtige Pfälzer nach der Partie klar. Die Rückkehr in Lieberknechts alte Heimat Kaiserslautern mündete ebenfalls in ein 1:1-Unentschieden, sodass die Eintracht vor dem fünften Spieltag mit sechs Punkten auf Rang neun steht. Sowohl Trainer, als auch Spieler sprachen von einer leistungsgerechten Punkteteilung und einem gewonnenen Punkt, nicht von zwei verlorenen.

Den freien Tag gestrichen

Die Länderspielpause nutzte der Meister der Saison 66/67 für einen Test gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden, der bereits innerhalb der ersten 20 Minuten den 3:0-Endstand herstellte. „In der ersten Hälfte wurden schwere Fehler gemacht, in der zweiten Halbzeit konnte man einen deutlichen Unterschied in der Spielweise erkennen“, resümierte Lieberknecht. „Die Gegentore passieren in der Anfangsphase, aber ich ärgere mich auch wenn sie in der 90. Minute fallen. Dennoch, durch die Niederlage haben sich meine Spieler einen freien Tag verspielt.“

Den hatte sich der SVS nach einer harten Trainingswoche und einer ansprechenden Leistung im Test gegen den französischen Erstligisten gestern verdient. Am kommenden Sonntag ist die Mannschaft von Kenan Kocak im dritten Auswärtsspiel der Saison zu Gast bei den Niedersachsen. Die Bilanz spricht derweil klar für die Löwen. Sieben Siegen steht lediglich eine Niederlage aus dem Jahre 2015 gegenüber. Damals siegte der SVS im Eintracht-Stadion mit 3:1. Gegen eine Wiederholung am Wochenende wäre aus Sandhäuser Sicht sicherlich nichts einzuwenden.

Auf geht’s SV, kämpfen und siegen!