DARMSTADT, GERMANY - JULY 20: Top row (l-r) Physical therapist Sofronios Alexiou, physical therapist Sebastian Pommer, physical therapist Dirk Schmitt, Julian von Haacke, Artur Sobiech, Yannick Stark, Niklas Kern, caretaker Michael Richter, team doctor Thomas Saltzer, team doctor Alexander Lesch second row from top (l-r) Manager Michael Stegmayer, caretaker Matthias Neumann, Orrin McKinze Gaines, Immanuel Hoehn, Sandro Sirigu, Aytac Sulu, Hamit Altıntop, Tobias Kempe, Paul Schmieder, caretaker Helmut Koch, caretaker Utz Pfeiffersecond row from bottom (l-r) goalkeeper coach Dimo Wache, athletics coach Kai Peter Schmitz, Peter Niemeyer, Kevin Grosskreutz, Jan Rosenthal, Wilson Kamavuaka, Terrence Boyd, Patrick Banggaard, assistant coach Bjoern Mueller, head coach Torsten Frings, bottom row (l-r) Leo Petri, Romuald Lacazette, Silas Zehnder, Roman Bezjak, Joel Mall, Daniel Heuer Fernandes, Florian Stritzel, Markus Steinhoefer, Fabian Holland, Marvin Mehlem, Jamie Maclaren of SV Darmstadt 98 poses during the team presentation at Merck-Stadion am Boellenfalltor on July 20, 2017 in Darmstadt, Germany. (Photo by Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images)

Gegnervorschau: SV Darmstadt 98

Nach der Länderspielpause ist der SVS am 14. Spieltag der Zweiten Liga zu Gast beim Bundesligaabsteiger SV Darmstadt 98. Anpfiff im Merck-Stadion am Böllenfalltor ist am kommenden Freitag, den 17. November, um 18:30 Uhr.

Hohe Erwartungshaltung

Gerade unter Fans wird häufig diskutiert, ob eine Länderspielpause eher zu einem ungünstigen Zeitpunkt, oder aber genau zum richtigen kommt. Beim SVS und seinem kommenden Gegner Darmstadt 98 ist sicherlich Letzteres der Fall. Seit vier Spielen warten die Schwarz-Weißen auf einen Sieg, bei den „Lilien“ sind es gar sieben Partien ohne Dreier. Der Unterschied: Mit 18 Punkten und Tabellenplatz sieben steht der SVS trotz der Sieglos-Serie voll im Soll. Beim SV98 dagegen ist die Erwartungshaltung groß: 17 Punkte stehen auf dem Konto der Südhessen, gleichbedeutend mit Platz elf. Acht Punkte trennen vom Relegationsplatz, den aktuell Union Berlin innehat. Die Mannschaft, die vor der Saison noch in einem Atemzug mit Darmstadt als Top-Anwärter auf den Aufstieg genannt wurden. Die Rolle, als Favorit in jedes Match zu gehen, ist für die „Lilien“ neu. Doch die namenhaften Transfers im Sommer und der starke Ligastart ließen die Erwartungshaltung bei den Fans steigen. Die Verantwortlichen dagegen setzten sich die Etablierung als „gute Marke der Zweiten Liga“ zum Ziel, so Präsident Rüdiger Fritsch. Der zentrale Begriff innerhalb der Vereinspolitik sei „Nachhaltigkeit“: In Sachen Rehabilitation, medizinischer Bereich, Trainingsbedingungen, Nachwuchsleistungszentrum, Stadion und auch Kaderplanung gäbe es noch viel Nachholbedarf.

„Wir machen gerade den Spagat zwischen sportlicher Etablierung und nachhaltiger Entwicklung des gesamten Vereins.“

Ab dem 01. Januar 2018 wird Darmstadt 98 über eine Tochtergesellschaft Betreiber des Stadions am Böllenfalltor sein, das innerhalb der nächsten drei Jahre für knapp 30 Millionen Euro umgebaut werden soll. Dazu gehört auch die dringend notwendige Modernisierung der Infrastruktur. Unbestritten ein großer wirtschaftlicher Erfolg. Dass dieser Spagat jedoch selten reibungslos gelingt, zeigt der Blick auf die letzten Liga-Ergebnisse. Der letzte Sieg gelang am 6. Spieltag beim 4:3-Heimerfolg gegen Arminia Bielefeld. Seither gab es vier Punkteteilungen und drei Niederlagen. Zuletzt mussten die „Lilien“ beim Auswärtsspiel in Braunschweig den Ausgleichstreffer zum 2:2 in der zweiten Minute Nachspielzeit hinnehmen, nachdem man zuvor noch einen 0:1-Rückstand gedreht hatte. Trotz des siebten Spiels in Folge ohne Sieg waren die Spieler nicht unzufrieden: „Wir haben endlich mal wieder ein bisschen besser Fußball gespielt", so Mittelfeldspieler Julian von Haacke, der in Braunschweig sein Startelf-Debüt gab. "Es ist natürlich blöd, wenn man dann noch eins fängt. Irgendwann wird das Pendel wieder auf unserer Seite ausschlagen. Jetzt müssen wir es erzwingen."

Mit Mut ans Böllenfalltor

Erzwingen will es auch der SV Sandhausen, der am vergangenen Freitag im Test bei Eintracht Frankfurt (3:5) schon einmal hessische Luft schnupperte. „Am Freitag geht’s nach Darmstadt und unser Ziel ist es, dort zu gewinnen“, gibt SVS-Torhüter Marcel Schuhen die Marschrichtung vor. „Nachdem in die letzten Wochen die Ergebnisse nicht gestimmt haben, wollen wir unbedingt wieder in die Erfolgsspur kommen.“ Beim letzten Gastspiel am Böllenfalltor am ersten Spieltag der Saison 14/15 zog der SVS beim 0:1 noch den Kürzeren. Den goldenen Treffer erzielte Dominik Stroh-Engel per Elfmeter in der 36. Minute, nachdem Timo Achenbach den Ball mit der Hand auf der Linie klärte und mit Rot vom Platz flog. Das anschließende Aufbäumen nach dem Rückstand kam zu spät. So wie auch bereits mehrfach in dieser Saison. Einen Rückstand gilt es daher unbedingt zu vermeiden. Neuen Mut konnte derweil die Sandhäuser Offensive sammeln, die gegen den Bundesliga-Siebten Eintracht Frankfurt immerhin drei Treffer zustande brachte. SVS-Geschäftsführer Sport Otmar Schork blickt zuversichtlich auf den kommenden Freitag: „Vorne haben wir drei saubere Tore erzielt und das macht Mut für das nächste Spiel in Darmstadt.“

Also: Auf geht’s SV, kämpfen und siegen“