Fussball: Deutschland, 2. Bundesliga, 07.10.2018Philipp Foerster (SV Sandhausen, #28) gegen Johannes Flum (FC St. Pauli, #23)

Sandhausen unterliegt St. Pauli mit 1:3

Trotz einer erheblichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit und zahlreichen Möglichkeiten muss der SVS ohne Punkte die Heimreise antreten.

Drei Neue in der Startelf

SVS-Trainer Kocak nimmt drei Änderungen im Vergleich zum Heimspiel gegen Magdeburg vor einer Woche vor: Für Gíslason, Rossipal und Gouaida rücken Klingmann, Paqarada und Förster in die Startelf. Bereits nach zwei Minuten hat der SVS die erste gute Gelegenheit: Nach einem Befreiungsschlag von Verlaat kommt Förster an den Ball, dessen Schuss im gegnerischen Sechszehner aber geblockt wird. In der zehnten Minute kommen dann die Gastgeber zum ersten Mal gefährlich vor den Sandhäuser Kasten. Knoll kommt nach einer hohen Flanke am langen Pfosten an den Ball, dessen Abschluss aus kurzer Distanz Lomb auf der Linie abblocken kann.

Pauli drückt – und trifft

In den Folgeminuten nimmt der Druck der Gastgeber immer weiter zu und hat in der 17. Minute Konsequenzen: Nach einem Angriff über rechts legt Dudziak quer auf Diamantakos, der unbedrängt zum 1:0 verwandelt. Erst zwei Minuten zuvor hatte der SVS die Führung auf dem Fuß: Pauli-Keeper Himmelmann köpfte eine Rückgabe an der Strafraumgrenze nur unzureichend weg. Linsmayer versuchte es per Heber, verfehlte das Tor aber deutlich.

Sandhausen besser im Spiel

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kann sich der SVS aus der Umklammerung der Hamburger befreien und macht das Spiel, während St. Pauli auf Konter lauert. Chancen springen auf beiden Seiten nicht heraus. Erst in der 38. Minute kann Sandhausen den ersten Schuss aufs Tor verzeichnen. Nach schöner Flanke von Klingmann über rechts kommt Schleusener zu einer Kopfball-Chance. Doch das Leder landet genau in den Armen von Himmelmann.

Schleusener kommt zu Fall

Kurz vor der Pause dann eine diskutable Szene: Nach einem hohen Ball kommt Schleusener ins Sprint-Duell mit Avevor. Im Strafraum stellt Buballa den Fuß rein und bringt den SVS- Stürmer zu Fall, doch der Pfiff von Schiedsrichter Robert Kempter bleibt aus. Klingmanns Nachschuss wird geblockt. Somit geht die Partie beim Stande von 1:0 aus Sicht des FC St. Pauli in die Pause.

Dreifach-Chance nach dem Seitenwechsel

Zum zweiten Durchgang möchte Kocak die Offensive beleben und bringt Müller für Verlaat in die Partie. Und Sandhausen ist nun deutlich stärker und hat bis zur 57. Minute gleich mehrere gute Chancen: Nach einem Freistoß probiert es Förster aus spitzem Winkel, scheitert jedoch an Himmelmann. Nur Sekunden später vergibt Schleusener erst eine flache Hereingabe per Hacke und setzt nach der anschließenden Ecke einen Schuss knapp neben den linken Pfosten. In der Zwischenzeit ist Behrens für Wooten auf dem Platz.

Vollmann kommt, Behrens trifft

Bereits in der 68. Minute vollzieht Kocak den letzten Wechsel: Kapitän Kulovits verlässt den Platz und wird durch Vollmann ersetzt. Der SVS ist nun die deutlich stärkere Mannschaft und belohnt sich in der 73. Minute mit dem absolut verdienten Ausgleich. Müller bringt einen Freistoß in den Strafraum, wo Behrens den Ball per Kopf ins lange Eck zum 1:1-Ausgleich abfälscht.

Lomb pariert stark

Und erneut Behrens hat nur eine Minute später gar die Chance zur Führung: Nach einer Linsmayer-Flanke rutscht ihm fünf Meter vor dem Tor der Ball aber über den Scheitel und fliegt rechts am Tor vorbei. Fast im direkten Gegenzug bewahrt SVS-Keeper Lomb seine Mannschaft vor dem erneuten Rückstand. Möller Daehli sprintet mit dem Ball in den Sandhäuser Strafraum und zieht ab. Lomb reagiert glänzend per Fußabwehr. Der Nachschuss landet neben dem Tor.

Sandhausen gibt Unentschieden aus der Hand

Und dann folgt eine Nachspielzeit zum vergessen: Nach einem Einwurf steht der eingewechselte Allagui nach einem Doppelpass mit Veerman alleine vor Lomb und schiebt ein zum 2:1. Und in der 94. Minute kommt es noch schlimmer. Allagui und Neudecker laufen nach einem Konter alleine auf Lomb zu, der zunächst parieren kann, beim Nachschuss von Buchtmann aber machtlos ist. Somit muss der SV Sandhausen trotz starker Leistungssteigerung in Durchgang zwei ohne Punkte die Heimreise antreten.

Nach der Länderspielpause empfängt der SVS am Freitag, den 19. Oktober, zu Hause den FC Ingolstadt.

FC St. Pauli: Himmelmann – Dudziak, Ziereis, Avevor, Buballa – Flum (86' Allagui), Knoll – Miyaichi (76' Neudecker), Buchtmann, Möller Daehli – Diamantakos (72' Veerman)

SV Sandhausen: Lomb – Klingmann, Kister, Karl, Verlaat (46' Müller), Paqarada – Linsmayer, Kulovits (C, 68' Vollmann)) – Förster – Wooten (56' Behrens), Schleusener

Tore: 1:0 Diamantakos (17'), 1:1 Behrens (73'), 2:1 Allagui (90'), 3:1 Buchtmann (94')

Zuschauer: 29.546

Schiedsrichter: Robert Kempter