„Wir haben alles in der eigenen Hand“

Am kommenden Samstag, den 06. April, empfängt der SV Sandhausen am 28. Spieltag der 2. Bundesliga den Tabellenvierten SC Paderborn. Anpfiff im BWT-Stadion am Hardtwald ist um 13 Uhr.

Zweifel nach Aue beseitigt

Genau reinhören und genau hinschauen werde Cheftrainer Uwe Koschinat in der Trainingswoche bei seiner Mannschaft. „Wir haben in den letzten Wochen sehr fokussiert gearbeitet, aber auch das notwendige Maß an Lockerheit an den Tag gelegt.“ Dies sei entscheidend dafür gewesen, dass der SVS in den vergangenen Spielen Schlüsselsituationen für sich entscheiden konnte, was in früheren Saisonphasen oftmals nicht der Fall war. Dieses Momentum gelte es mitzunehmen. An Zufälle glaubt der Fußballlehrer indes nicht. Im Gegenteil. Die Resultate der letzten Spiele seien auf harte Arbeit zurückzuführen. „Wir haben es geschafft, die Zweifel nach dem Aue-Spiel zu beseitigen. Wir stellen uns diesem Abstiegskampf und jetzt, in der absoluten Crunchtime, sind viele Spieler in der bisher besten Verfassung der Saison.“ Besonderes Lob fand der 47-Jährige auch für die Fans: „Es war ein wunderbares Gefühlt, als wir in Ingolstadt fast schon eine Heimspiel-Atmosphäre erlebt haben. Wir haben alles in der eigenen Hand, aber schon der kleinste Fehler kann einen Rückschritt bedeuten.“ Deshalb werde Koschinat jede Form von Selbstzufriedenheit im Keim ersticken.

Die Mannschaft lebt

Auf dem Wege der Besserung befindet sich derweil Fabian Schleusener, der sich im letzten Spiel kurz vor der Pause bei einem Zusammenprall mit dem Schanzer-Keeper Philipp Tschauner einen Bruch des linken Schienbeins zugezogen hatte und noch am selben Tag in Ingolstadt operiert wurde. „Nochmal ein großes Dankeschön an alle Beteiligten in Ingolstadt, die eine schnelle Erstversorgung gewährleistet haben. Ich habe schon mit Schleuse telefoniert und es geht ihm soweit ganz gut.“ Über den Sieg sei der 10-Tore-Stürmer natürlich erleichtert und hocherfreut gewesen und auch die Aktion nach dem Spiel, als seine Mannschaftskameraden vor dem Fanblock sein Trikot in die Höhe hielten, habe ihn sehr gerührt. Koschinat sieht das als Zeichen dafür, dass die Mannschaft lebt und auch der Zusammenhalt unheimlich groß sei. „Ich bin sehr optimistisch, dass Schleuse bald wieder beim Training vorbeischauen kann.“ Neben Alexander Rossipal, Ken Gipson und Marcel Jansen, die sich nach wie vor im Reha-Training befinden, gibt es keine Ausfälle zu beklagen. Auch Markus Karl steht für die Partie am Samstag bereit.

Respekt vor Paderborn

Beim Klang des Gegners SC Paderborn denken viele sofort an das rasante Hinspiel, als der SVS nach 2:0-Führung und 2:3-Rückstand noch einen Punkt beim Aufsteiger entführte. Koschinat glaubt jedoch nicht an ein ähnliches Spiel am Wochenende: „Paderborn spielt eine imponierende Saison und davor habe ich großen Respekt. Sie agieren mit viel individueller Klasse, gepaart mit einer hohen Spielgeschwindigkeit. Dieser attraktiven Spielweise dürfen wir nicht wie im Hinspiel zu offen begegnen, sondern wollen versuchen, ihnen das Tempo zu nehmen.“ Dass der SCP am Dienstag im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV am Ball war, sieht Koschinat dabei nicht als Nachteil für die Gäste, die gerade auf den laufintensiven Positionen doppelt besetzt seien. Eine Waffe könnte Kevin Behrens sein, der gegen Ingolstadt nach seiner Einwechslung für Schleusener das 1:1 erzielte und auf einen Einsatz von Anfang an hoffen darf. Ziel werde es sein, den SCP vom eigenen Tor fernzuhalten und die risikoreiche Spielweise der besten Rückrundenmannschaft der 2. Liga nach Möglichkeit zu bestrafen.

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