„Wir wollen den Leuten am Hardtwald ein anderes Gesicht zeigen“

Sandhausen. Am 25. Spieltag empfängt der SV Sandhausen in der 2. Liga den FC St. Pauli. Angepfiffen wird die Partie im BWT-Stadion am Hardtwald am Sonntag um 13:30 Uhr.

Mannschaft hat Charakterfrage eindeutig beantwortet

Schritt für Schritt will sich der SVS aus der negativen Phase herausarbeiten, die ihn im Februar mit vier Niederlagen hintereinander zurückgeworfen hatte. Das spektakuläre 4:4 beim VfL Bochum war „ein erster kleiner Schritt“, wie SVS-Chef-Trainer Uwe Koschinat auf der Pressekonferenz am Donnerstag betonte. „Es war wichtig, dass wir mal wieder ein Ergebnis geliefert haben“, sagte Koschinat und ergänzte: „Es gab vor dem Spiel Stimmen, die die Einstellung der Mannschaft infrage gestellt haben. Ich denke, dass der Spielverlauf mit zwei aufgeholten Rückständen dazu taugt, diese Fragen eindeutig zu beantworten. In der Mannschaft stimmt es, wir haben die Bereitschaft, uns gegen Widerstände zu stemmen.“

Die Abläufe in der Defensive verbessern

Seine Mannschaft habe eine große innere Kraft gezeigt, hob Koschinat heraus. Auch aus diesem Blickwinkel könnte der Punktgewinn in Bochum für die kommenden Wochen und Aufgaben noch wichtig sein. „Wir müssen das Spiel gegen Bochum aber natürlich sehr genau analysieren.“ Man könne sich nicht nur auf den moralischen Aspekt zurückziehen. „Es gab Phasen, in denen wir sehr fehlerhaft gespielt haben“, stellte Koschinat klar und blickte zurück auf die ersten Minuten zu Beginn des ersten und des zweiten Durchgangs. „Wir haben selbst viel zu unseren Gegentoren beigetragen und müssen sehr genau an unseren Abläufen in der Defensive arbeiten.“

In der gegnerischen Hälfte mit noch mehr Präsenz agieren

Aufbauen wollen die Kurpfälzer auf die verbesserte Torgefährlichkeit im Vergleich zu den vier Spielen zuvor, in denen der SVS ohne Treffer geblieben war. „Es freut mich, dass mit Julius Biada ein weiterer Spieler seine Abschlussqualitäten in unterschiedlichen Situationen unter Beweis gestellt hat“, bezog sich Koschinat auf die ersten beiden Saisontreffer des 27-Jährigen, der in Bochum zum 1:2 und 2:2 eingenetzt hatte. Der Trainer hofft, dass die Präsenz am und im gegnerischen Strafraum weiter erhöht werden kann.

Ein Gegner mit einer eigenen Aura

Mit dem FC St. Pauli gastiert nun ein Gegner am Hardtwald, den Uwe Koschinat schätzt. „Spiele gegen St. Pauli bringen besondere Rahmenbedingungen mit sich. Diesen Verein umgibt eine eigene Aura.“ Die Hamburger reisen mit Selbstvertrauen an. Zwei Siege hat der FC St. Pauli zuletzt eingefahren, gewann mit 3:1 gegen den VfL Osnabrück und davor im Stadtderby mit 2:0 beim Hamburger SV. Die St. Paulianer belegen mit 29 Punkten den zehnten Platz und stehen einen Punkt vor dem SVS (14.). Koschinat: „Für uns ist es ein richtungsweisendes Spiel. Wir wollen den Leuten am Hardtwald ein anderes Gesicht zeigen als in den Partien vor dem Bochum-Spiel.“

Gerrit Nauber gesperrt, Sören Dieckmann verletzt

Verzichten muss Koschinat im Spiel gegen den FC St. Pauli indes auf Innenverteidiger Gerrit Nauber, der in Bochum seine fünfte Gelbe Karte in dieser Saison gesehen hat. Neben den Langzeitverletzten Erik Zenga und Markus Karl (beide nach Kreuzbandriss) wird zudem Sören Dieckmann ausfallen. Der Linksverteidiger laboriert an einer Entzündung im Beckenbereich und ist daher für das Spiel gegen die Hamburger kein Thema.