27.07.2019 15:30 Uhr

Sandhausen mit Punkteteilung zum Saisonauftakt

Im ersten Spiel der Saison 2019/20 trennt sich der SVS nach einer starken ersten Halbzeit mit dem frühen Führungstreffer durch Behrens, aber einem weniger guten Auftritt im zweiten Durchgang mit einem 1:1-Unentschieden von Holstein Kiel.

Frühe Führung durch Behrens

Mit insgesamt vier Neuzugängen startet der SV Sandhausen in das erste Spiel der neuen Spielzeit. Neben Martin Fraisl im Tor besetzt Gerrit Nauber die rechte Innenverteidiger-Position, Ivan Paurevi? bildet zusammen mit Erik Zenga das zentrale Mittelfeld. Auf der linken Außenbahn beginnt Mario Engels und der fügt sich bereits nach vier Minuten in die Scorerliste ein. Denn nach einem langen Ball von Kapitän Diekmeier kann der 25-Jährige den Ball stark behaupten und schlägt den Ball von der linken Seite nach innen. Im Zentrum steht Behrens goldrichtig und verwandelt zur frühen Führung für den SVS!

SVS im Alu-Glück

Nachdem die Gäste in den Anfangsminuten die deutlich aktivere Mannschaft waren, dreht Kiel nach dem Rückstand auf. In der achten Minute trifft Serra per Kopf den Pfosten, Sekunden später zielt Mühling bei seinem Abschluss Zentimeter zu weit links. Kurz darauf scheitern auch Porath und Lee. Sandhausen konzentriert sich auf die Defensive und lauert auf Konter. Einer davon landet in der 21. Minute über Engels bei Förster, dessen Schuss knapp vorbei am linken Außennetz landet.

Förster und Gíslason verpassen das 2:0

In der 31. Minute dann fast eine Kopie des Führungstreffers: Diesmal ist es der aufgerückte Paqarada mit der Flanke von links, in der Mitte kann Förster mit links abziehen, doch Keeper Reimann ist zur Stelle. Nur drei Minuten später eine weitere dicke Gelegenheit für die Schwarz-Weißen. Förster dringt über links in den Strafraum ein und legt unter starker Bedrängnis quer auf Gíslason, dessen Linksschuss vom bereits am Boden liegenden Wahl unfreiwillig abgeblockt wird. Nach 45 intensiven Minuten, bei 9:7 Torschüssen, bittet Schiedsrichter Tobias Stieler zur Pause.

Guter Start in den zweiten Durchgang

Der SVS geht ohne personelle Änderungen in den zweiten Durchgang und kann durch Engels direkt die erste Chance verzeichnen, doch Reimann rettet nach dessen Linksschuss mit dem Fuß. Kurz darauf wird der Kieler Schlussmann von einem weiten Ball von Nauber überrascht und muss den Ball mit Mühe über die Latte lenken. Die Anfangsminuten gehören wie schon im ersten Durchgang dem SVS, doch auch Förster und Gíslason vergeben die Chance aufs 2:0.

Kiel gleicht aus

In der 52. Minute folgt prompt die Quittung, denn nach einem Konter über links findet Serra am langen Pfosten Iyoha, der zum 1:1 verwandelt. Nur vier Minuten später trifft erneut Iyoha per Kopf den Pfosten. Auch im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs hat Kiel mehr vom Spiel und der SVS schafft es kaum noch, sich aus der Umklammerung zu befreien. In der 64. Minute reagiert Cheftrainer Koschinat und bringt Robin Scheu für den Torschützen Behrens, der somit ebenfalls zu seinem Pflichtspieldebüt kommt. Zehn Minuten später kommt mit Marlon Frey der nächste Neuzugang, für ihn geht Zenga vom Platz. Nach vorne klappt bei den Hardtwäldern aber nach wie vor nicht viel und die Gegenstöße, die in der ersten Halbzeit noch häufig für Gefahr sorgten, bleiben aus.

Peña Zauner kommt für Engels

In der 77. Minute die nächste Chance für Kiel: Iyoha kommt nach einem Durcheinander im Sandhäuser Strafraum zum Schuss, doch Fraisl kann mit einem Reflex parieren. In der 80. Minute dann seit langer Zeit wieder eine Offensivaktion des SVS, aber Gíslasons Schuss aus 25 Metern landet neben dem Tor. In der 86. Minute ist es wieder der Isländer mit der Chance nach eigenem Ballgewinn, doch auch diesmal fehlt im Abschluss die Genauigkeit. Danach kommt mit dem dritten Wechsel auch Enrique Peña Zauner zu seiner Premiere im SVS-Dress, der für Engels das Feld betritt.

Dritter Pfostentreffer für Kiel

In der Nachspielzeit trifft Kiel zum dritten Mal im Spiel den Pfosten, nachdem Meffert einen Freistoß von Lee am langen Pfosten verlängert. Sekunden vor dem Ende köpft auch der eingewechselt Baku knapp am linken Pfosten vorbei. Danach ist Schluss im Holstein-Stadion und der SV Sandhausen muss sich nach einem starken ersten Durchgang zum Auftakt in die Saison 2019/20 mit einer am Ende verdienten Punkteteilung begnügen.

Am kommenden Freitag, den 02. August, reist zum ersten Heimspiel der Aufsteiger VfL Osnabrück an den Hardtwald. Anpfiff ist um 18:30 Uhr.

Holstein Kiel: Reimann – Todorovic, Schmidt (C), Wahl, van den Bergh – Meffert, Mühling, Porath (46' Ignjovski), Lee – Serra (78' Lauberbach), Iyoha (89' Baku)

SV Sandhausen: Fraisl – Diekmeier (C), Nauber, Zhirov, Paqarada – Paurevi?, Zenga (75' Frey) – Behrens (64' Scheu), Förster, Engels (87' Peña Zauner) – Gíslason

Tore: 0:1 Behrens (04'), 1:1 Iyoha (52')

Zuschauer: 10.103

Die Stimmen zum Spiel Holstein Kiel – SV Sandhausen:

Mikayil Kabaca: „Ich wäre vor dem Spiel mit einem Unentschieden zufrieden gewesen und ich bin es auch jetzt nach dem Schlusspfiff. Man hat gesehen, dass beide Mannschaften viele positive, aber auch viele negative Aspekte im Spiel hatten. Wir waren stark im Konterspiel, hatten aber keinen wirklichen Zugriff auf den Gegner. Auch wenn wir bei den Pfostentreffern Glück hatten, so waren auch für uns genügend Chancen auf eine zweites Tor vorhanden. Durch eine Unachtsamkeit fällt dann das 1:1 und wir haben den Faden verloren. Es freut uns, dass heute bereits sieben Neuzugänge zum Einsatz kamen, dennoch sehen wir bei allen noch Luft nach oben. Mit dem Ergebnis sind wir nichtsdestotrotz zufrieden.“

Uwe Koschinat: „Das heutige Spiel war unglaublich facettenreich. Wir haben gut und zielstrebig losgelegt und konnten früh das 1:0 erzielen. Danach stellte Kiel eine enorme Ballbesitz-Dominanz her, wodurch es uns schwerfiel, in die Zweikämpfe zu kommen. In dieser Phase hatten wir Glück, nicht schon früher den Ausgleich kassiert zu haben. Auf der anderen Seite hätte uns ein 2:0 kurz vor der Pause natürlich in die Karten gespielt. In der zweiten Halbzeit hatten wir einen ähnlich guten Start, doch nachdem wir erneut den zweiten Treffer verpasst hatten, fiel folgerichtig das 1:1. Danach war Kiel der Führung deutlich näher, als wir. Am Ende können wir mit dem einen Punkt hervorragend leben.“ 

Dennis Diekmeier: „Es war irgendwie ein komisches Spiel. Wir hätten gewinnen, aber ebenso gut auch verlieren können. Wir hatten nicht den Zugriff, wie in der Endphase der letzten Saison. Das war nicht ideal aber am Ende müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. Vor dem Spiel hätten wir ein Unentschieden wahrscheinlich unterschrieben. Wir werden in der nächsten Woche hart arbeiten, um die Fehler, die wir heute gemacht haben, abzustellen. Auch unsere Chancenauswertung muss deutlich besser werden.“

Kevin Behrens: „Das frühe Tor hat sich natürlich super angefühlt, die Küsse beim Jubeln galten meiner Familie auf der Tribüne, aber auch meinem kleinen Sohn, der vor zwei Wochen auf die Welt kam. Ein Dreier wäre natürlich schöner gewesen, aber mit dem Unentschieden zum Saisonstart können wir zufrieden sein, denke ich. Wir freuen uns jetzt auf das erste Spiel vor heimischer Kulisse am kommenden Freitag. Da wollen wir eine gute Leistung abliefern und gewinnen.“ 

Martin Fraisl: „Wichtig ist für mich heute, dass wir die meiste Zeit über besser verteidigt haben, als noch in der Vorbereitung. Das war ein klarer Schritt nach vorne. Persönlich freue ich mich, dass ich meine Präsenz heute wieder besser auf den Platz bringen konnte, als noch in den Testspielen.“ 

Mario Engels: „Mit meinem ersten Pflichtspieleinsatz für den SVS bin ich zufrieden. Ich freue mich über meine Vorlage und mit etwas Glück mache ich auch selbst noch einen rein. Ich musste aber auch defensiv eine Menge arbeiten. Ein 1:1 in Kiel zum Auftakt ist ein gutes Ergebnis. Wir freuen uns jetzt auf die drei Heimspiele hintereinander mit dem Pokalkracher gegen Gladbach. Von mir aus könnte es schon morgen losgehen.“

 

Holstein Kiel - SV Sandhausen (1:1)

Holstein Kiel SV Sandhausen
Die Aufstellungen am 27.07.2019 15:30 Uhr
Reimann - Todorovic - Wahl - Schmidt - van den Bergh - Meffert - Mühling - Lee - Porath (46. Ignjovski) - Serra (78. Lauberbach) - Iyoha (89. Baku) Fraisl - Diekmeier - Zhirov - Nauber - Paqarada - Paurevic - Zenga (75. Frey) - Behrens (64. Scheu) - Förster - Engels (87. Zauner) - Gislason
Auf der Auswechselbank
Gelios, Ignjovski, Neumann, Seo, Atanga, Baku, Eberwein, Hanslik, Lauberbach Wulle, Rossipal, Verlaat, Frey, Taffertshofer, Linsmayer, Zauner, Klingmann, Scheu
Die Trainer
Andre Schubert Uwe Koschinat
So fielen die Tore
52. Emmanuel Iyoha 1:1 4. Kevin Behrens 0:1
Schiedsrichter
unbekannt
Zuschauer
10103