12.08.2018 13:30 Uhr

SVS verliert gegen den HSV mit 0:3

Drei Änderungen im Vergleich zur Vorwoche 

Im Vergleich zur Partie bei der SpVgg Greuther Fürth hat SVS-Trainer Kenan Kocak in seiner Startformation drei Änderungen vorgenommen: Für Erik Zenga, Markus Karl und Philipp Förster beginnen Leart Paqarada, Stefan Kulovits und Kevin Behrens. Für Maximilian Jansen nimmt Ken Gipson auf der Ersatzbank Platz. Außerdem stellt Kocak seine Formation auf ein 4-2-3-1-System um. 

Hamburg mit der frühen Führung 

Bereits in der Anfangsphase schenken sich beide Mannschaften nichts und streben sofort das direkte Offensivspiel an. In der siebten Minute nutzt Khaled Narey ein Missverständnis von Marcel Schuhen und Aleksandr Zhirov und trifft zur 1:0-Führung für die Gäste. In der Folge kommt der SVS aber immer besser in die Partie: Den ersten Abschluss hat dann Rúrik Gíslason in der 14. Minute, bei dem der Isländer knapp links das Gehäuse von Julian Pollersbeck verfehlt. Kurze Zeit später setzt sich Behrens auf der rechten Seite durch und flankt gefühlvoll in die Mitte, wo Felix Müller mit seinem Schuss jedoch nur die Arme vom HSV-Keeper findet. 

van Drongelen köpft zum 0:2 

Nach einer kurzen Trinkpause prüft Lasogga SVS-Keeper Schuhen, der dessen Abschluss mit dem Fuß stark pariert. In der 30. Spielminute sieht Tim Kister nach einem Foul an der Grundlinie die Gelbe Karte, den darauffolgenden Freistoß tritt Douglas Santos in die Mitte, wo Rick van Drongelen am höchsten steigt und zum 2:0 für die Gäste einköpft. Kurz vor dem Halbzeitpfiff fällt der Ball nochmals Behrens vor die Füße, sein Volleyschuss gerät aber zu zentral, Pollersbeck kann zur Ecke klären.

Karl kommt für Müller, Narey mit dem 0:3 

Im zweiten Durchgang wechselt Kocak Markus Karl für den bereits verwarnten Müller ein und stellt damit sein System auf eine Dreier-Abwehrkette um. Nur wenige Augenblicke später ersetzt Ken Gipson Philipp Klingmann auf der rechten Abwehrseite. Nach 59 Minuten leider der nächste Fehler beim SVS. Ein Zuspiel von Schuhen landet bei Narey, der nur noch ins leere Tor zum 3:0 einschieben muss. Vier Minuten später erläuft Schleusener einen Rückpass, zielt aus aussichtsreicher Position jedoch etwas zu hoch. 

Spiel verflacht in der Schlussphase 

Zum dritten und letzten Wechsel kommt Mohamed Gouaida gegen seinen Ex-Klub für Gíslason in der 75. Minute in die Partie. In den Schlussminuten verflacht das Spiel beider Mannschaften, ohne weitere Torchancen zu kreieren. Somit verliert der SVS im ersten Heimspiel der Saison vor 14.508 Zuschauern gegen den Hamburger SV mit 0:3. 

Die nächste Partie bestreitet der SVS im DFB-Pokal am kommenden Samstag, den 18. August, bei Rot-Weiß Oberhausen. 

SV Sandhausen: Schuhen – Klingmann (54‘ Gipson), Kister, Zhirov, Paqarada – Kulovits (C), Linsmayer – Gíslason (75‘ Gouaida), Behrens, Müller (46‘ Karl) – Schleusener 

Hamburger SV: Pollersbeck – Sakai (73’ Vagnoman), Bates, van Drongelen, Santos – Mangala (81’ Moritz) – Narey, Janjicic, Holtby, Samperio (73’ Ito) - Lasogga 

Tore: 0:1 Narey (7’), 0:2 van Drongelen (30’), 0:3 Narey (59’) 

Zuschauer: 14.508 

Schiedsrichter: Tobias Welz

 

„Wir hatten uns für heute natürlich viel mehr vorgenommen"

Jürgen Machmeier: „Wir wollten heute ein guter Gastgeber sein. Allerdings haben wir zu viele Gastgeschenke verteilt. Das war nicht das, was sich Trainer und Mannschaft eigentlich vorgenommen hatten. Trotzdem sind erst zwei Spiele gespielt. Vor uns liegt noch eine Menge Arbeit und ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir zusammen die Kurve kriegen.“ 

Otmar Schork: „Die Fehler heute waren natürlich gravierend, wenngleich auch nicht alles schlecht war. Wir haben einige gute Ansätze gezeigt, durch die das ein oder andere Tor hätte fallen können. Die Gegentore waren viel zu billig und solche Fehler werden, egal von welchem Gegner, in dieser Liga eiskalt ausgenutzt. Wir haben jetzt am Samstag das Pokalspiel in Oberhausen und dafür müssen wir schleunigst die Kurve kriegen. Der Kader ist gut zusammengestellt und nun müssen wir auch liefern.“ 

Denis Linsmayer: „Wir hatten uns für heute natürlich viel mehr vorgenommen. Wenn man aber ähnlich wie in Fürth wieder drei Geschenke verteilt, dann können wir auf diesem Niveau keine Punkte holen. In den entscheidenden Momenten sind wir derzeit einfach nicht auf der Höhe und somit stehen wir nach zwei Spielen mit null Punkten da.“ 

Marcel Schuhen: „Das ist heute ein rabenschwarzer Tag für mich. Ich habe bei den Gegentoren versucht, spielerische Lösungen zu finden, muss die Bälle aber natürlich anders spielen, da gibt es nichts zu diskutieren. Dass ich ansonsten kaum etwas zu tun hatte, macht das nur noch ärgerlicher. Mir tut das für meine Mannschaft unheimlich leid. Aber das Schöne ist, dass wir es in einer Woche wieder gutmachen können.“ 

Kevin Behrens: „Wir haben versucht, gegen eine individuell starke Mannschaft dagegenzuhalten, aber zu viele und zu einfache Fehler gemacht. Selbst hatten wir auch einige Möglichkeiten, die wir aber nicht konsequent genug zu Ende gespielt haben. In Oberhausen gibt es jetzt nur eine Devise: Wir wollen eine Runde weiterkommen.“

SV Sandhausen - Hamburger SV (0:3)

SV Sandhausen Hamburger SV
Die Aufstellungen am 12.08.2018 13:30 Uhr
Schuhen - Klingmann (54. Gipson) - Kister - Zhirov - Paqarada - Linsmayer - Kulovits - Gislason (75. Gouaida) - ?? - Behrens - Schleusener Pollersbeck - Sakai (73. Vagnoman) - Bates - van Drongelen - dos Santos Justino De Melo - Mangala (81. Moritz) - Janjicic - Narey - Holtby - Samperio Bustara (73. Ito) - Lasogga
Auf der Auswechselbank
Lomb, Gouaida, Hansch, Zenga, Karl, Förster, Gipson Mickel, Lacroix, Ito, Moritz, Wintzheimer, Vagnoman, Ferati
Die Trainer
Kenan Kocak Christian Titz
So fielen die Tore
- 30. Rick van Drongelen 0:1
59. Khaled Narey 0:2
Schiedsrichter
unbekannt
Zuschauer
14508