02.08.2019 18:30 Uhr

SVS unterliegt Aufsteiger Osnabrück 

Im ersten Heimspiel der Saison 2019/20 verliert der SVS trotz zahlreicher Torgelegenheiten gegen den VfL Osnabrück mit 0:1.

Keine Veränderungen

Zum ersten Heimspiel der Saison 2019/20 gegen den Aufsteiger VfL Osnabrück vertraut Chef-Trainer Uwe Koschinat auf dasselbe Team, wie beim Unentschieden zum Auftakt in Kiel. Das bedeutet es stehen mit Martin Fraisl, Gerrit Nauber, Ivan Paurevic und Mario Engels wieder vier Neuzugänge in der Startelf.

Muntere Anfangsphase

Die Partie selbst beginnt abwechslungsreich. Die Gäste aus Osnabrück verbuchen in der dritten Spielminute den ersten Torschuss, als Benjamin Girth im Strafraum zum Kopfball kommt, diesen aber neben den Pfosten setzt. Gleiches gilt auf der Gegenseite für Leart Paqarada, dessen direkter Freistoß nur ans Außennetz geht.

Zenga und Engels haben die Führung auf dem Fuß

Der SVS wird mit zunehmender Spielzeit klar spielbestimmend und erhöht den Druck. Daraus resultieren die bis dato besten Chancen der Partie. Erik Zenga erobert sich im Mittelfeld den Ball und dringt mit hohem Tempo in den Strafraum ein. Sein Abschluss ist aber zu unplatziert und deshalb kein Problem für Gäste-Torhüter Körber. Nur wenige Augenblicke später gelangt ein schöner Spielzug von Philipp Förster über Rúrik Gíslason auf Mario Engels, der an der Strafraumgrenze jedoch zu zentral abschließt. Auch Förster kommt mit seinem Abschluss in der 39. Minute nicht am VfL-Keeper vorbei. Es bleibt zur Pause – trotz sehr guter Chancen – beim torlosen Unentschieden.

Förster an den Pfosten, Doppelwechsel

Mit Beginn des zweiten Spielabschnitts bekommen die Zuschauer im BWT-Stadion am Hardtwald ein ähnliches Bild zu sehen. Der SVS bleibt weiter die spielbestimmende Mannschaft, kann aber zu wenig Druck auf die Osnabrücker Abwehr ausüben und ist nicht zwingend genug Richtung Tor. Die Ausnahme in der 68. Spielminute, als ein Konter über Förster, der mit Behrens einen Doppelpass spielt, bis in den gegnerischen Strafraum läuft, sein Abschluss aber am Pfosten landet. Wenige Minuten später bringt Koschinat mit Enrique Pena Zauner und Robin Scheu zwei neue Flügelspieler, die für Behrens und Engel ins Spiel kommen und nochmals den Druck über die Außenpositionen erhöhen sollen.

Alvarez bringt Osnabrück in Front

Doch statt neuer Angriffe Richtung Osnabrücker Tor hat der SVS eine Viertelstunde vor dem Ende Glück: Fraisl rettet zunächst vor Agu, der Nachschuss von Heider trifft dann den im Weg liegenden Osnabrücker und findet somit nicht den Weg ins freie Tor. Doch das Tor für den Aufsteiger fällt wenige Augenblicke später dennoch. Der gerade eingewechselte Alvarez nutzt einen direkten Freistoß die Gäste aus zentraler Position zur Führung.

 

Diekmeier verfehlt um Zentimeter

Der Schock sitzt tief, aber in der fünf minütigen Nachspielzeit wirft der SVS nochmals alles in die Waagschale und kommt nochmals zu einer großen Gelegenheit. Nach einem Eckball von Pena Zauner kommt Kapitän Diekmeier im Fünfmeterraum zum Kopfball, verfehlt das Tor aber um Haaresbreite. Danach ist Schluss, der SVS unterliegt dem Aufsteiger aus Osnabrück mit 0:1, trotz eines überlegen geführten Spiels mit vielen Torchancen.

Am kommenden Freitag, den 09. August, gastiert Bundesligist Borussia Mönchengladbach in der ersten Runde des DFB-Pokals am Hardtwald. Anpfiff ist um 20:45 Uhr. Für die Heim-Blöcke A2 und A4 sind noch Tickets verfügbar, zudem gibt es noch wenige Business-Tickets, die online oder im Fanshop erworben werden können.

SV Sandhausen: Fraisl – Diekmeier (C), Nauber, Zhirov, Paqarada – Paurevic (83‘ Zenga), Zenga – Behrens (71‘ Scheu), Förster, Engels (71‘ Pena Zauner) – Gíslason

VfL Osnabrück: N.-J. Körber - Gugganig, Heyer, Susac - N. Schmidt (73‘ Alvarez), U. Taffertshofer, Blacha, Agu, Heider, Ouahim (90‘ Köhler) – Girth (55‘ Friesenbichler)

Tore: 0:1 Alvarez (78‘)

Zuschauer: 5.025

Die Stimmen zum Spiel SV Sandhausen – VfL Osnabrück.

 

Uwe Koschinat: „Natürlich schmerzt dieser Heimauftakt extrem. Mir hat unser Spielbeginn nicht gut gefallen, denn wir haben nicht die notwendige Körpersprache und -spannung an den Tag gelegt. Ab der 15. Spielminute haben wir unsere gute Spielanlage in zielführende Angriffe ummünzen lassen. Wir haben das Spiel von hinten sehr gut und konzentriert nach vorne getragen. In dieser Phase müssen wir uns vorwerfen, dass wir zu inkonsequent vor dem gegnerischen Tor waren. In der zweiten Halbzeit wollte ich mit zwei frischen Außenbahnspielern noch mehr Schwung ins Spiel bringen. Mit dem Gegentor zum 0:1 wurde es für dann natürlich sehr schwer, nichtsdestotrotz hatten wir durch Dennis Diekmeier noch eine große Gelegenheit zum Ausgleich. Trotz der Niederlage haben wir heute von meiner Mannschaft sehr viel gutes gesehen.“

Mikayil Kabaca: „Jeder, der heute im Stadion war, weiß, dass wir uns heute selbst geschlagen haben. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und uns für die Spielweise nach der 20. Minute nicht belohnt haben. Der Gegentreffer durch den Freistoß war natürlich ein Nackenschlag.“

Dennis Diekmeier: „Es kann nicht sein, dass wir heute dieses Spiel verlieren. Wir haben die Partie bestimmt und uns zahlreiche Chancen herausgespielt. Am Ende unterliegen wir durch einen direkt verwandelten Freistoß, das ist extrem bitter. Wir sind alle enttäuscht, weil wir heute eine starke Begegnung abgeliefert haben.“

Philipp Förster: „Es ist sehr bitter, wenn man sieht, dass wir das Spiel heute verlieren. Wir waren über weite Strecken die dominante Mannschaft und müssen aus unseren Chancen die Tore machen. Das ist uns heute leider nicht geglückt. Auf diese Leistung können wir aber aufbauen, es ist ansehnlich, was wir im Moment auf den Platz bringen.“

Martin Fraisl: „Beim Gegentor schießt Alvarez den Ball über die Mauer, dieser wäre für mich eigentlich ganz einfach zu parieren gewesen. Doch ein Spieler in unserer Mauer hat durch das Hochspringen den Ball touchiert und somit die Flugbahn beeinflusst. Das Spiel war komplett unter unserer Kontrolle, wir haben den Ball in den eigenen Reihen laufen lassen. Die Leistung heute macht definitiv Mut.“

SV Sandhausen - VfL Osnabrück (0:1)

SV Sandhausen VfL Osnabrück
Die Aufstellungen am 02.08.2019 18:30 Uhr
Fraisl - Diekmeier - Zhirov - Nauber - Paqarada - Paurevic (83. Frey) - Zenga - Behrens (71. Scheu) - Förster - Engels (71. Zauner) - Gislason Körber - Agu - Gugganig - Susac - Heyer - Blacha - Taffertshofer - Ouahim (90. Köhler) - Schmidt (74. Álvarez) - Heider - Girth (55. Friesenbichler)
Auf der Auswechselbank
Wulle, Rossipal, Verlaat, Frey, Linsmayer, Taffertshofer, Zauner, Klingmann, Scheu Kühn, Farrona-Pulido, Álvarez, Granatowski, Amenyido, Konrad, Köhler, Klaas, Friesenbichler
Die Trainer
Uwe Koschinat Daniel Thioune
So fielen die Tore
- 78. Marcos Álvarez 0:1
Schiedsrichter
unbekannt
Zuschauer
5025