02.03.2019 13:00 Uhr

Sandhausen unterliegt Aue mit 0:3

Verlaat und Schleusener in der Startelf

Zweimal tauscht Cheftrainer Uwe Koschinat im Vergleich zum Auswärtsspiel beim 1. FC Köln (1:3). Für den verletzten und obendrein gelb-gesperrten Tim Kister rückt Jesper Verlaat in die Viererkette. Markus Karl nimmt zunächst auf der Bank Platz, während der wiedergenesene Fabian Schleusener zurück in die Startelf gegen den FC Erzgebirge Aue rückt.

Früher Rückstand

Gegen die „Veilchen“ soll diesmal nicht nur die Leistung, sondern auch das Ergebnis stimmen. Doch ungünstiger hätte der Start in die Partie nicht laufen können. In der ersten Minute verspringt Linsmayer ein Zuspiel von Schuhen, sodass Hochscheidt an den Ball kommt, weiterspielt auf Testroet, der alleine vor Schuhen das 1:0 für die Gäste erzielt. Ein früher Rückschlag für die Schwarz-Weißen, die zwar in der fünften Minute die schnelle Chance auf den Ausgleich haben, doch Gíslason kann eine scharfe Hereingabe von Dieckmann nicht verwerten.

Kein Durchkommen

Danach passiert lange Zeit nichts. Dieckmann probiert es nach 23 Minuten mal aus der Distanz, zielt allerdings deutlich zu hoch. In der 26. Minute dann fast das 0:2. Erneut kommt Aue über Hochscheidt, der Iyoha in Szene setzt. Der Stürmer umkurvt erst Knipping, scheitert dann aber aus kurzer Distanz an Schuhen. Nur drei Minuten später kann der SVS-Schlussmann einen weiteren Schuss von Baumgart aus 20 Metern parieren. Sandhausen macht zwar das Spiel, kommt aber gegen die dicht gestaffelten Auer nicht zum Abschluss. Mit dem 0:1-Rückstand geht es daher in die Pause.

Offensive Wechsel

Nach dem Seitenwechsel zwei neue Gesichter auf dem Platz: Für Schleusener und Dieckmann kommen Behrens und Vollmann in die Partie. Die Wechsel bringen auch eine taktische Änderung mit sich. Zenga rückt zwischen die beiden Innenverteidiger und Gíslason auf die linke Außenbahn, der SVS agiert fortan in einem offensiven 3-5-2-System. Doch das Bild gleicht dem, der ersten Halbzeit. Sandhausen rennt an, Aue verteidigt clever.

Behrens und Wooten verpassen den Ausgleich

Erst in der 61. Minute kommt es nach einem Konter über Förster und Diekmeier zu einer Halbchance. Die Flanke des Winterneuzugangs gelangt zu Behrens, der bei seinem Kopfball jedoch keinen Druck hinter den Ball bekommt. In der 67. ist es Wooten, der nach einem Eckball volley abschließt, aus acht Metern aber nur das Außennetz trifft.

Aue effizient

Zwei Minuten später fällt das 0:2. Nach einem Angriff über rechts spielt Baumgart den Ball nach innen auf Testroet, der aus 16 Metern flach ins linke untere Eck trifft. Schuhen ist zwar noch mit den Fingern dran, kann die Kugel aber nicht mehr entscheidend abwehren.

Hochscheidt mit der Entscheidung

In der 82. Minute macht Aue dann alles klar. Der ehemalige Sandhäuser Herrmann flankt in den Sandhäuser Strafraum, wo Hochscheidt an den Ball kommt und unbedrängt das 3:0 aus Sicht der „Veilchen“ stellt. Danach bringt Koschinat noch einmal Karl für Zenga, doch nach vorne geht beim SVS nichts mehr und somit verlieren die Schwarz-Weißen ihr Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue am Ende deutlich mit 0:3.

Das nächste Spiel bestreitet die Koschinat-Elf am kommenden Sonntag (10. März) beim 1. FC Magdeburg.

SV Sandhausen: Schuhen – Diekmeier, Verlaat, Knipping, Dieckmann (46' Vollmann) – Linsmayer (C), Zenga (82' Karl) – Gíslason, Förster, Schleusener (46' Behrens) - Wooten

 

FC Erzgebirge Aue: Männel (C) – Cacutalua, Wydra, Kusic (68' Kalig) – Baumgart, Fandrich, Riese, Herrmann, Hochscheidt (84' Samson) – Iyoha, Testroet

 

Tore: 0:1 Testroet (1'), 0:2 Testroet (69'), 0:3 Hochscheidt (82')

 Zuschauer: 4.867

Die Stimmen zum Spiel SV Sandhausen - FC Erzgebirge Aue:

Otmar Schork: „Das war heute der Tiefschlag der Saison. Nach dem Fehler, der zum frühen 0:1 geführt hat, merkte man, dass die Mannschaft sehr unsicher und fast schon gelähmt wirkte. Wir fanden kein Mittel, um Aue in Verlegenheit zu bringen. In der zweiten Halbzeit waren die Bemühungen dann vorhanden, aber mitten hinein in diese Phase fällt das 0:2. Mit dem dritten Gegentreffer war das Spiel dann natürlich gelaufen. Die Mannschaft saß brutal niedergeschlagen in der Kabine und wir müssen uns jetzt erst einmal wieder sammeln. Ich bin nach wie vor zu 100 Prozent davon zu überzeugt, dass wir es noch schaffen können und wir werden mit viel Ehrgeiz nach Magdeburg fahren.“

Uwe Koschinat: „Für uns waren die Vorzeichen eigentlich sehr klar, wir haben diese Woche nichts unversucht gelassen, die Mannschaft nicht nur strategisch auf dieses Spiel vorzubereiten, sondern im hohen Maße auch zu emotionalisieren. Die letzten elf Spiele sind für uns absolut richtungsweisend und die Partie heute sollte die Einleitung werden. Man kann darüber philosophieren, ob das frühe 0:1 die Mannschaft psychisch zu sehr belastet hat. Tatsache ist, dass es uns weder gelungen ist, eine gute Spielstruktur auf den Platz zu bringen, noch läuferisch dagegenzuhalten. Deswegen hat es Erzgebirge Aue immer wieder geschafft, sehr viel Druck auf unsere letzte Linie auszuüben. Am Ende hat man gemerkt, dass einige Spieler unheimlich mit sich selbst zu tun haben und, dass wir wahnsinnig viele falsche Entscheidungen getroffen haben. Insofern ist das 0:3 in der Höhe leider absolut verdient und der Tiefpunkt.“

Denis Linsmayer: „Das war ein totaler Blackout. Ich kann mich in meiner doch schon etwas längeren Karriere nicht daran erinnern, dass ich mal solch einen Bock geschossen habe. Wenn man zuhause gegen einen direkten Konkurrenten mit 0:3 verliert, dann gibt es wenige positive Argumente. Das war heute ein in allen Belangen beschissenes Spiel. Wir müssen das jetzt schnellstmöglich aufarbeiten, aber wenn wir nicht alle an die Wende glauben würden, dann wären wir fehl am Platz. Gegen Magdeburg haben wir in einer Woche das nächste Endspiel.“

Dennis Diekmeier: „Das war einfach nur scheiße, ganz klar. Wir hatten uns so viel vorgenommen, aber schlechter kann man natürlich nicht in ein Spiel starten. Das war ein riesen Schock und in der ersten Halbzeit ist es uns nicht gelungen, das Ruder herumzureißen. In der zweiten Halbzeit haben wir offensiv umgestellt, aber der letzte Ball fehlte einfach und Aue kommt im Gegenzug mit zwei Kontern zu zwei Toren. Das ist einfach extrem hart und bitter, weil wir uns so viel vorgenommen hatten. Aber am nächsten Wochenende wartet ein sehr wichtiges Spiel und wir müssen alles dafür tun, dass wir in Magdeburg drei Punkte holen.“

 

SV Sandhausen - FC Erzgebirge Aue (0:3)

SV Sandhausen FC Erzgebirge Aue
Die Aufstellungen am 02.03.2019 13:00 Uhr
Schuhen - Diekmeier - Knipping - Verlaat - Dieckmann (46. Vollmann) - Linsmayer - Zenga (82. Karl) - Gislason - Förster - Schleusener (46. Behrens) - Wooten Männel - Kusic (68. Kalig) - Wydra - Cacutalua - Baumgart - Riese - Fandrich - Herrmann - Hochscheidt (83. Samson) - Iyoha - Testroet (86. Nazarov)
Auf der Auswechselbank
Lomb, Zhirov, Behrens, Paqarada, Vollmann, Karl, Klingmann Haas, Kalig, Nazarov, Samson, Käuper, Zulechner, Strauß
Die Trainer
Uwe Koschinat Daniel Meyer
So fielen die Tore
- 1. Pascal Testroet 0:1
69. Pascal Testroet 0:2
82. Jan Hochscheidt 0:3
Schiedsrichter
unbekannt
Zuschauer
4867