24.08.2018 18:30 Uhr

Sandhausen unterliegt in Bochum mit 0:1

Keine Änderungen 

SVS-Trainer Kenan Kocak vertraut der gleichen Formation, wie am vergangenen Sonntag im Pokal gegen Oberhausen. Auf der Bank nimmt Alexander Rossipal anstelle von Florian Hansch Platz. Der SVS versucht von Beginn an den Gegner früh zu stören und hat durch einen Kopfball von Tim Kister nach einem Eckball auch eine erste Offensivaktion, anschließend läuft beim SVS aber nicht mehr viel zusammen. 

Bochum dominiert die ersten 35 Minuten 

Schnell ist der Gastgeber aus Bochum sehr gut im Spiel. Egal ob mit hohen Bällen in den Sandhäuser Strafraum oder per Kurzpass durch Mittelfeld, Bochum dominiert die Partie. Der SVS findet keinen Zugriff, ist häufig zu weit weg und kommt zu selten in die Zweikämpfe. Die bis hier hin beste Gelegenheit des Spiels hat der Bochumer Kruse, dessen Schlenzer von der Strafraumkante in der 31. Minute knapp am Pfosten vorbei streicht. 

Keine Tore zur Pause 

Noch besser ist die Chance sechs Minuten später: Nach einer Flanke von rechts steht Hinterseer völlig frei am Fünfmeter-Raum und kommt zum Kopfball. SVS-Keeper Lomb reagiert stark und fängt den Ball auf der Linie. Bis zum Halbzeitpfiff kann sich der SVS dann wieder einigermaßen stabilisieren und hält die Bochumer weitestgehend in der eigenen Hälfte, ohne jedoch selbst gefährlich zum Abschluss zu kommen. Beim Stande von 0:0 geht es schließlich in die Kabine. 

Jansen kommt, Tesche trifft 

Den zweiten Durchgang beginnt Kocak mit dem ersten Wechsel der Partie: Für Linsmayer kommt Jansen ins Spiel. Sekunden nach dem Wiederanpfiff versucht es Hinterseer aus der Distanz und trifft aus 25 Metern das Lattenkreuz. Nur fünf Minuten später ist es abermals Hinterseer, der Lomb per Kopf prüft. Der SVS-Schlussmann kann zur Ecke klären – allerdings mit Folgen für die Gäste: Nachdem die Hereingabe zunächst abgewehrt werden kann, gelangt der Ball vor die Füße von Tesche, der aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung für Bochum verwandelt. 

Kocak bringt Gouaida und Wooten 

Kocak reagiert und wechselt in der 59. Minute zum zweiten Mal: Gouaida ersetzt Müller auf der linken Außenbahn. Vier Minuten später bietet sich Kister, der mittlerweile die Kapitänsbinde trägt, eine aussichtsreiche Chance nach einem Eckball, doch sein Kopfball wird vom Ex-Sandhäuser Riemann auf der Linie entschärft. Kurz darauf zeiht Kocak seinen letzten Joker und bringt Wooten für Zenga. 

Behrens trifft nur die Latte 

Doch die Bemühungen bleiben vergebens. Gegen die dicht gestaffelten und clever agierenden Bochumer ist einfach kein Durchkommen, spätestens am Strafraumrand ist Schluss. Dennoch wirft der SVS alles nach vorne. Kister agiert in vorderster Reihe und lauert auf lange Bälle. In der 90. Minute führt einer dieser beinahe zum Erfolg: Nach einer Kopfballablage durch den Innenverteidiger kommt Behrens fünf Meter vor dem Tor an den Ball, trifft jedoch nur die Latte. Kurz darauf ist Schluss in Bochum und der SVS wartet weiterhin auf die ersten Saisonpunkte. 

Am kommenden Sonntag, den 02. September, empfängt der SVS zu Hause den 1. FC Union Berlin. Anpfiff im BWT-Stadion am Hardtwald ist um 13:30 Uhr. 

VfL Bochum: Riemann (TW) – Celozzi (C), Hoogland, Leitsch, Soares (85' Perthel) – Losilla, Tesche – Weilandt (76' Janelt), Pantovic Kruse (67' Gyamerah) – Hinterseer 

SV Sandhausen: Lomb (TW) – Klingmann, Kister, Karl, Paqarada – Linsmayer (C, 46' Jansen), Zenga (65' Wooten) – Förster, Müller (59' Gouaida) – Behrens, Schleusener 

Tore: 1:0 Tesche (54') 

Zuschauer: 13.821 

Schiedsrichter: Patrick Alt

Stimmen zum Spiel VfL Bochum – SV Sandhausen:

Otmar Schork: „Die ersten 35 Minuten haben wir komplett verschlafen. In dieser Phase waren wir viel zu passiv und haben dem Gegner zu viele Freiheiten gelassen. Mit dem 0:0 zur Halbzeit konnten wir noch gut leben. Im zweiten Durchgang haben wir eine andere Körpersprache gezeigt und viele Aktionen nach vorne umgesetzt. In dieser Phase kassieren wir nach einem Standard unglücklich das 0:1. Danach haben wir alles probiert, um den Ausgleich zu erzielen. Jetzt sind wir da, wo wir eigentlich nicht hin wollten. Wir müssen diese Schwächephase unbedingt abstellen und gegen Union Berlin den Bock umstoßen.“ 

Kenan Kocak: „Wir haben schlecht in die Partie gefunden, das war nicht, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wollten früh stören und den VfL nicht ins Spiel kommen lassen. Dafür muss aber alles passen. Mit Glück gehen wir mit 0:0 in die Pause. Nach einer Slapstick-Standardsituation macht Bochum dann das 1:0. Danach hat uns die Zielstrebigkeit nach vorne gefehlt. Dennoch glaube ich, dass aufgrund der zweiten Hälfte ein Punkt verdient gewesen wäre.“ 

Tim Kister: „Wenn wir unsere Chancen nicht nutzen, können wir auch kein Spiel gewinnen. Meine Kopfballchance fischt Riemann leider gut aus der Ecke. Aber im Moment haben wir einfach das Pech am Schuh.“

VfL Bochum 1848 - SV Sandhausen (1:0)

VfL Bochum 1848 SV Sandhausen
Die Aufstellungen am 24.08.2018 18:30 Uhr
Riemann - Celozzi - Hoogland - Leitsch - Soares (85. Perthel) - Losilla - Tesche - Weilandt (76. Janelt) - Pantovic - Kruse (68. Gyamerah) - Hinterseer Lomb - Klingmann - Kister - Karl - Paqarada - Linsmayer (46. Jansen) - Zenga (66. Wooten) - Förster - ?? - Schleusener - Behrens
Auf der Auswechselbank
Dornebusch, Fabian, Gyamerah, Janelt, Perthel, Ekincier, Ganvoula M'Boussy Schuhen, Rossipal, Verlaat, Wooten, Gouaida, Taffertshofer, Jansen
Die Trainer
Robin Dutt Kenan Kocak
So fielen die Tore
54. Robert Tesche 1:0 -
Schiedsrichter
unbekannt
Zuschauer
13821