U19 beendet Saison auf Platz 3

Nach dem 0:2 gegen die Stuttgarter Kickers am vergangenen Sonntag (20.05.), die dadurch den Aufstieg perfekt machten, schlossen die A-Junioren eine turbulente Saison mit einigen Höhen und Tiefen auf dem dritten Tabellenplatz ab.

Altes Manko: Chancenverwertung

„Zufrieden“, war Coach Jens Großmann nach dem 22. und letzten Spieltag in der A-Junioren Oberliga. Für die Gäste aus Stuttgart ging es im Fernduell mit dem SV Waldhof Mannheim um den Aufstieg in die A-junioren-Bundesliga und entsprechend groß und lautstark war der mitgereiste Anhang abseits des Platzes. Zu sehen bekam dieser ein hochklassiges und temporeiches Spiel zweier Spitzenmannschaften. „Für uns als Trainerteam war es schön zu sehen, dass wir – obwohl es für uns um nichts mehr ging - gerade im ersten Durchgang gut im Spiel waren und zahlreiche Chancen hatten.“ Leider zog sich die mangelhafte Chancenauswertung wie ein roter Faden durch die Saison bis ins letzte Ligaspiel. Als kaltschnäuziger im Abschluss erwiesen sich im Gegenzug die Kickers, die in der 21. Minute durch den starken Leon Rasic in Führung gingen. Der Torschützenkönig (24) brachte es sogar schon auf einige Einsätze in der Regionalligamannschaft und sollte seine individuelle Klasse nicht zum letzten Mal in diesem Spiel aufblitzen lassen.

„Entwicklung stimmt“

Im Zweiten Durchgang schalteten die Kickers dann einen Gang hoch und waren das stärkere Team. SVS-Keeper Nicolas Kristof hielt sein Team mehrfach glänzend im Spiel. Beim 0:2 - erneut durch Rasic – war er dann jedoch machtlos, als ihn der Kickers-Stürmer in der 69. Minute gekonnt überlupfte, anschließend den Innenverteidiger ausspielte und den Ball ins leere Tor schob. „Das war schon Extraklasse“, lobte auch Großmann. „Er hat am Ende einfach den Unterschied ausgemacht.“ Doch auch für sein eigenes Team fand der Fußballlehrer viele lobende Worte. Nicht zuletzt auch für U17-Spieler Mark Knäblein, der in der Startformation seine Sache erneut sehr gut machte. Überhaupt habe das gesamte Team in dieser Saison einen Riesenschritt nach vorne gemacht. „Die Entwicklung stimmt und lässt uns für die neue Saison hoffen, dass wir die Punkte so holen, dass am Ende WIR die Lachenden sind.“

Da war mehr drin

Das Saisonziel, so lange wie möglich um den Aufstieg mitzuspielen, habe man zwar erreicht. Doch ein Blick auf die Verletztenmisere macht deutlich, dass in dieser Saison mehr hätte drin sein können. Nur selten konnte Großmann mehrere Spieler hintereinander bestreiten, ohne dass er die halbe Mannschaft umkrempeln musste. Nichtsdestotrotz gehe die Endtabelle so, wie sie nun aussieht, in Ordnung. Das absolute Highlight war, ist und bleibt natürlich die Erfolgsgeschichte im DFB-Juniorenpokal, als die U19 nach Siegen gegen Köln und Ingolstadt erst im Viertelfinale gegen den dritten Bundesligisten aus Gladbach ausschied. Durch den Sieg im bfv-Pokalfinale hat der SVS-Nachwuchs in der kommenden Saison die Chance, erneut für Pokal-Furore zu sorgen.

Alles Gute, Jungs!

Nicht mehr dabei sein werden gleich mehrere Spieler, die den SVS nach der nun abgelaufenen Saison 17/18 verlassen. Maximilian Möller unterschrieb einen Vertrag bei den A-Junioren des 1. FC Köln. Niklas Antlitz wechselt nach 14 Jahren SV Sandhausen nach Walldorf, ebenso wie Luca Kletti nach 12 Jahren. Schlussmann Kletti wurde im Spiel gegen die Kickers eingewechselt und hielt seinen Kasten zum Abschluss noch einmal sauber. Till Stockmann erhielt ein Stipendium in den USA und wird dort ebenfalls die Chance erhalten, Profifußball zu spielen. Des Weiteren wird auch Dominik Fetzner den Verein verlassen, während Benedict Bucher und Roman Hauk in die U23 aufsteigen.

Der gesamte SV Sandhausen wünscht allen Spielern alles erdenklich Gute für ihre sportliche, wie auch private Zukunft. Ihr werdet beim SVS immer willkommen sein!

So spielten sie: Kristof (TW, 73‘ Kletti)) – Krüger, Borie, Lehr, Kolcak, Möller (71‘ Bucher), Najda, Knäblein, Fetzner (C, 78‘ Wehrle), Gerezgiher (67‘ A. Schiler), Antlitz