„Die Mannschaft arbeitet hochkonzentriert“

Am 26. Spieltag hält der Spielplan in der 2. Liga für den SV Sandhausen die Auswärtspartie beim FC Erzgebirge Aue bereit. Angepfiffen werden soll das Spiel im Erzgebirgsstadion am Samstag um 13 Uhr.

Leistungssteigerung deutlich zu erkennen

Mit mehr Selbstvertrauen als noch in den Wochen zuvor wird der SV Sandhausen die Reise ins Erzgebirge antreten. Zweimal ist das Team von Trainer Uwe Koschinat zuletzt ungeschlagen geblieben. Wenngleich in den beiden Partien beim VfL Bochum (4:4) und gegen den FC St. Pauli (2:2) jeweils kein Sieg gelang, so war insbesondere beim Spiel gegen die Hamburger eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen. „Wir haben gezeigt, dass wir stabil sind. Wir haben einen Rückstand umgebogen und eine sehr aktive Spielweise an den Tag gelegt“, erläuterte Koschinat auf der Pressekonferenz am Donnerstag. „Die Mannschaft hat ihr wahres Gesicht gezeigt gegen den FC St. Pauli.“

Heimstarke Auer

In Aue erwartet den SVS eine schwierige Aufgabe. Die „Veilchen“ sind in dieser Spielzeit besonders heimstark, feierten in zwölf Partien vor eigenem Anhang acht Siege, spielten dreimal unentschieden und bezogen nur eine Niederlage. Das reicht in der „Heim-Tabelle“ für den dritten Platz. Die Auer können es verschmerzen, in der „Auswärts-Tabelle“ mit sieben Zählern auf dem vorletzten Rang zu stehen, denn im Gesamtklassement führt die Bilanz immer noch zu einem beruhigenden achten Platz mit neun Siegen, sieben Unentschieden und neun Niederlagen. Der SVS steht vor dem 26. Spieltag mit 29 Punkten auf Platz 13.

Keine ablenkenden Faktoren

„Der FC Erzgebirge Aue strahlt sehr viel Ruhe aus“, lobt SVS-Trainer Uwe Koschinat den Gegner, bei dem er eine klare Spielweise erkennt, mit einem flüssigen Aufbau aus der eigenen Hälfte, mit mutigem Fußball. Man müsse sich darauf einstellen, dass die Auer die Partie zu ihrem persönlichen Endspiel erklären werden, schließlich könnten sie mit einem Sieg auf 37 Zähler klettern und den Klassenerhalt damit quasi absichern. Der SVS will das naturgemäß verhindern und selbst mit einem Erfolg über die 30-Punkte-Marke springen. „Die Mannschaft arbeitet derzeit hochkonzentriert, sämtliche Begleiterscheinungen sind für uns kein ablenkender Faktor, wenn wir auf dem Platz stehen“, sagte Koschinat.

Kevin Behrens fällt aus

Klar ist, dass Koschinat in Aue nicht auf den treffsichersten Angreifer des SVS in dieser Spielzeit zurückgreifen kann. Kevin Behrens, der gegen den FC St. Pauli vom Elfmeterpunkt seinen elften Saisontreffer erzielt hatte, fällt gesperrt aus, nachdem er gegen die Hamburger seine fünfte Gelbe Karte gesehen hatte. „Ich habe mir ganz viele Gedanken gemacht, wie wir darauf reagieren können“, verriet Koschinat. Möglich sei ein Systemwechsel, aber auch ein Festhalten am 4-4-2-System.

Gerrit Nauber kehrt zurück

Der SV Sandhausen muss in der Partie beim FC Erzgebirge Aue nicht nur auf Behrens, sondern weiter auch auf Außenverteidiger Sören Dieckmann verzichten, der noch an einer Entzündung im Beckenbereich laboriert, die ihn schon gegen den FC St. Pauli außer Gefecht gesetzt hatte. Zudem fehlen die Langzeitverletzten Markus Karl und Erik Zenga (beide nach Kreuzbandriss). Wieder zur Verfügung steht Innenverteidiger Gerrit Nauber, der gegen den FC St. Pauli aufgrund seiner fünften Gelben Karte gesperrt ausgefallen war.