Drei Fragen an... „Die drei Minuspunkte sehe ich gar nicht so schwerwiegend“

Kevin Kratz war in den vergangenen beiden Vorbereitungsphasen, im Sommer und Winter, einer der großen Pechvögel im Kader von SVS-Trainer Alois Schwartz, als ihn jeweils Verletzungen zurück warfen. In der aktuellen Saisonvorbereitung konnte der ehemalige Braunschweiger erstmals sorgenfrei voll mittrainieren und möchte seinen Beitrag dazu leisten, die Hypothek „-3 Punkte“ schnellstmöglich vergessen zu machen.

Kevin, deine erste Vorbereitung mit dem SV Sandhausen ohne verletzungsbedingte Rückschläge liegt hinter dir. Wie fällt dein Fazit der Vorbereitung aus?

Die anderen Vorbereitungen sind bis kurz vor Schluss eigentlich auch immer gut verlaufen. Erst am Ende der jeweiligen Vorbereitung habe ich mich verletzt und somit einen Rückschlag einstecken müssen. Für jeden Spieler ist es natürlich wichtig, eine verletzungsfreie Vorbereitung zu absolvieren, um die grundlegende Fitness für die Saison zu legen. Eine komplette Vorbereitung kann man innerhalb der Saison nicht mehr aufholen – von daher fühle ich mich momentan etwas weiter als in den vergangenen Vorbereitungsphasen.

Ein Blick auf die derzeitige Tabelle gestaltet sich kurios. Mit -3 Punkten rangiert der SV Sandhausen auf dem letzten Tabellenplatz. Auf diese Konstellation konnte man sich in der gesamten Sommervorbereitung einstellen. Wie geht die Mannschaft mit dieser Hypothek zu Saisonbeginn um?

Es ist ein kleiner Rucksack, den wir von Anfang an mitschleppen – das ist doch ganz klar. Ich habe jedoch nicht das Gefühl, dass dieses Thema in der Vorbereitung irgendeine Rolle gespielt hat. Vielmehr wollte sich jeder persönlich optimal in Form bringen und die Mannschaft hat versucht, sich bestens auf die schwere Saison vorzubereiten. Die drei Minuspunkte sehe ich gar nicht so schwerwiegend – wir müssen nur schauen, dass wir so schnell wie möglich die ersten Erfolgserlebnisse einfahren, damit der Punktabzug endgültig vom Tisch ist.

Vor dem Spiel gegen deine alten Kollegen aus Braunschweig bist du natürlich ein gern gesehener Interviewpartner. Es ist noch keine Minute in der 2. Bundesliga gespielt und eine Einschätzung der Liga und über den kommenden Gegner fällt schwer. Wir versuchen es trotzdem: Was erwartet den SV Sandhausen am kommenden Sonntag in Braunschweig?

Für den Start in unsere Saison könnte ich mir als Eröffnungsspiel kein besseres Stadion wünschen. Im Stadion erwarten uns hervorragende Fans mit einer richtig guten Stimmung. Man weiß zu Beginn einer Saison nie so wirklich, wo man genau steht. Im Vergleich zu meiner Zeit in Braunschweig hat sich die Mannschaft nun ja auch etwas verändert, sodass eine Einschätzung wirklich schwer fällt. Die Braunschweiger werden in der Vorbereitung bestimmt auch körperlich gut gearbeitet haben und sind taktisch optimal eingestellt. Wir müssen schauen, dass wir unsere Hausaufgaben machen und uns bestmöglich verkaufen, dann werden wir nach 90 Minuten sehen, was dabei herausspringt. Wir gehen ganz klar in das erste Saisonspiel, um zu gewinnen.