Drei Fragen an… „Ich gehe mal davon aus, dass die Zuschauer kein langweiliges 0:0 sehen werden“

Aziz Bouhaddouz kehrt im Auswärtsspiel des SV Sandhausen beim FSV Frankfurt am Freitagabend, 18.30 Uhr, an alte Wirkungsstätte zurück. Vor dem Spiel des neuntplatzierten FSV gegen den siebtplatzierten SVS sprach der Deutsch-Marokkaner über seine Verletzungspause, seinen Ex-Club sowie über die Erwartungen an das Spiel im Volksbank Stadion.

Aziz, du hast in der Jugend und anschließend bei den Profis insgesamt sechs Jahre beim FSV Frankfurt gespielt. Kann man daraus schlussfolgern, dass es ein besonderes Spiel für dich wird?

Ich habe insgesamt sechseinhalb Jahre für den FSV Frankfurt gespielt und bin auch in der Region um Frankfurt und Offenbach aufgewachsen, sodass es natürlich ein besonderes Spiel für mich ist. Allein weil schon viele Familienangehörige und Freunde im Stadion sein werden, spiele ich immer gerne beim FSV Frankfurt. Aus dem Umfeld des FSV Frankfurt kenne ich natürlich auch noch den einen oder anderen, wobei ich jetzt unmittelbar vor dem Spiel mit niemandem Kontakt gehabt habe. Generell sind das Umfeld und der gesamte Club mit dem des SV Sandhausen vergleichbar. Beide Vereine charakterisieren sich durch ein sehr familiäres Umfeld – die Tatsache, dass die handelnden Personen in den letzten Jahren weitgehend die Gleichen geblieben sind, zeigt, dass auch am Bornheimer Hang ein vertrautes Innenleben sehr wichtig ist. Nun ist auch Tomas Oral, der schon früher beim FSV als Trainer der ersten und zweiten Mannschaft tätig war, wieder zurück. Oral war damals jener Trainer, der mich während meiner Zeit bei der A-Jugend in die zweite Mannschaft hochgezogen hat, was für mich ein sehr großer und wichtiger Schritt damals war. Ich bin ihm nach wie vor sehr dankbar für die Einsätze, die ich damals bekommen habe.

Am 3. Spieltag hat der SVS mit 6:0 in Paderborn gewonnen. Unmittelbar nach diesem höchsten Sieg des SVS in der 2. Liga, musstest Du während des Trainings eine bittere Knöchelverletzung hinnehmen – du bist fast sechs Wochen ausgefallen. War das Zuschauerdasein zu diesem Zeitpunkt besonders schwer für Dich?

Für jeden Fußballer ist es bitter, wenn man sich in einer Phase verletzt, in der es zeitgleich für die Mannschaft und einen persönlich sehr gut läuft. Ich denke aber, dass Verletzungen zum Profigeschäft dazugehören und man danach umso stärker zurückkommen sollte. Nach der längeren Verletzung waren die ersten beiden Spiele für mich persönlich nicht so ganz einfach, aber die 120 Minuten gegen den 1. FC Heidenheim im DFB-Pokal haben mir sehr gut getan. Nur durch Spiele und die Wettkampfpraxis kann man dann auch wieder zu alter Stärke zurückfinden. Nichtsdestotrotz würde ich momentan sagen, dass ich noch nicht wieder bei 100 Prozent bin – ich befinde mich aber auf einem guten Weg.

Experten zählen sowohl den FSV Frankfurt als auch den SV Sandhausen vor einer jeden Saison zu den Abstiegskandidaten Nummer eins. Derzeit befinden sich beide Mannschaften im gesicherten Mittelfeld - was erwartest du vom kommenden Spiel in Frankfurt?

Es ist zwar eine Floskel, aber in der Liga kann wirklich jeder jeden schlagen – das ist immer wieder zu sehen. Der FSV ist ganz gut gestartet und hatte dann ein paar Probleme. Zuletzt lief es aber schon wieder deutlich besser und die Mannschaft von Tomas Oral scheint sich gefunden zu haben. Mit Andrew Wooten kehrt bei uns wieder eine Option für die Startelf zurück, die für uns als Mannschaft, aber auch für mich persönlich, sehr wichtig ist. Ich gehe mal davon aus, dass die Zuschauer kein langweiliges 0:0 sehen werden, da auch die Frankfurter wirklich richtig gute Fußballer in ihren Reihen haben.