SV SANDHAUSEN

Torloses Remis gegen den FCK

Der SV Sandhausen und der 1. FC Kaiserslautern teilen sich nach einem leistungsgerechten 0:0 die Punkte. In einer chancenarmen Partie mit wenigen Höhepunkten steht am Ende ein gerechtes Remis.

SVS startet mit drei Veränderungen gegen Kaiserslautern

Mit Benedikt Grawe (Blinddarm-OP), Kapitän Dennis Diekmeier (Sehnenverletzung), Erik Zenga (Knöchelverletzung), Joseph Ganda und Kemal Ademi (beide Kniebeschwerden) muss Alois Schwartz auf fünf Akteure verzichten. In der Startaufstellung gibt es deshalb gleich drei Wechsel im Vergleich zur knappen 0:1-Niederlage in Kiel: Im Mittelfeld ersetzen Philipp Ochs und Neuzugang Merveille Papela Erik Zenga und Marcel Ritzmaier. In der Sturmspitze nimmt Matej Pulkrab den Platz von Ahmed Kutucu ein. Auch auf der Ersatzbank gibt es eine Änderung: Alois Schwartz kann mit wieder auf seinen erfahrenen Mittelfeldstrategen Tom Trybull zurückgreifen.

Patrick Drewes hütet gegen den FCK wie gewohnt das SVS-Tor. In der Abwehr setzt Cheftrainer Schwartz auf eine Viererkette: Chima Okoroji, Dario Dumic, Aleksandr Zhirov und Bashkim Ajdini laufen von Beginn auf. Die Mittelfeldraute feiern Philipp Ochs und Merveille Papela ihr Startelf-Debut, unterstützt werden die beiden von Janik Bachmann und David Kinsombi. Alexander Esswein und Matej Pulkrab bilden das Sturmduo.

FCK per Ecke, SVS per Freistoß

Der erste Angriff der Partiegeht auf das Konto der Männer vom Betzenberg: Wunderlich bringt einen Freistoß aus dem Mittelfeld in den Strafraum, dort kommt Bachmann Lauterns Boyd zuvor und klärt zur Ecke (5.). Diese wird von Zhirov zum nächsten Eckball geklärt, der ohne Gefahr verpufft. Dann ist der SVS an der Reihe. Nach einer Flanke von Esswein kommt Janik Bachmann in Rückenlage zum Kopfball – der Ball segelt knapp über das Tor. In der Folge bringt Niehues Esswein zu Fall, der Schiedsrichter entscheidet auf Freistoß aus 24 Metern zentraler Position. Kinsombi versucht es direkt, bleibt jedoch an der Kaiserslauterer Mauer hängen (10.).

Pulkrabs Chance nach Sandhäuser Drangphase

Die ersten Minuten der Partie im gut gefüllten BWT-Stadion am Hardtwald verlaufen ruhig, beide Mannschaft sind in der Offensive bemüht, ohne jedoch zu viel zu riskieren. Dem SVS gelingt es nun, die Gäste in der eigenen Hälfte zu binden. Aus dieser Druckphase heraus bedient Ochs Mittelstürmer Pulkrab aus dem Rückraum. Dieser bringt das Leder aus kurzer Distanz im Fallen auf das Tor, Lauterns Schlussmann Luthe kann die Chance jedoch vereiteln (13.). Die Mannschaft von Alois Schwartz den Gegner gut im Griff und ist geduldig im Spielaufbau.

Essweins Distanzschuss

Routinier Esswein marschiert nach schnellem Umschaltspiel mit Tempo auf das Gästetor zu. Die Defensive ist passiv, Esswein wird nicht attackiert. Folgerichtig zieht Esswein mit Links aus der Distanz ab. Luthe kann den Schuss nur nach vorne Abwehren, sodass der nachgerückte Kinsombi zum Nachschuss kommt, den Luthe ebenfalls abwehren kann (20.). Im anschließenden Angriff des SVS geraten vor der Bank der Hausherren Okoroji und Tomiak aneinander. Es kommt zur Rudelbildung, nach deren Auflösung der Schiedsrichter Okoroji und Zimmer mit der gelben Karte verwarnt (24.).

Erste Chance der Gäste endet mit Abseits

Nach einem Steckpass von Philipp Ochs kommt Kinsombi im Strafraum des FCK an den Ball. Kinsombi lässt mehrere Verteidiger stehen, für einen gefährlichen Abschluss reicht es im Fallen nicht mehr, so bleibt es beim torlosen Unentschieden (28.). Nach einem FCK-Freistoß aus dem Mittelfeld kommt Philipp Hercher an die Flanke und kann den Ball zurücklegen. Im SVS-Strafraum herrscht kurze Verwirrung, ehe der Linienrichter auf Abseits entscheidet und eine Abwehraktion überflüssig macht (30.).

SVS mit guten Chancen, aber ohne Ertrag

Auf der rechten Seite des SVS kommt Esswein nach sehenswertem Hackenpass von Kinsombi zur Flanke. Am kurzen Pfosten lauert der eingelaufene Pulkrab auf die Hereingabe, welche die Abwehr der Roten Teufel knapp vor ihm entschärfen kann. Der Nachschuss von Ajdini wird geblockt (31.). Der SV Sandhausen hat die besseren Möglichkeiten auf seiner Seite, versäumt es jedoch nach guten 30 Minuten, mehr daraus zu machen.

Torlos in die Pause

Fünf Minuten vor der Halbzeit ist das Spiel weiterhin in den Händen des SVS, der bedächtig nach der Lücke in der Defensive des 1. FC Kaiserlautern sucht. Die Mannschaft von Alois Schwartz vermeidet risikoreiche Angriffe und setzt auf einen kontrollierten Spielaufbau (40.). Nach einer feinen Kombination von Esswein und Ajdini kommt dieser auf der Grundlinie mit etwas Platz an den Ball. Sein Pass in den Rückraum erreicht keinen seiner Mitspieler, sodass aus vielversprechender Position keine Gefahr entsteht (42.). Auf der Gegenseite darf nun auch Patrick Drewes eingreifen: Der Schlussmann des SVS fischt eine ungefährliche Flanke problemlos aus der Luft (43.). Ajdini bekommt auf dem rechten Flügel einen Einwurf zugesprochen. Nach mehreren Kopfbällen landet der Ball bei Kinsombi, der Volley abzieht – sein Versuch verfehlt das Tor der Gäste deutlich (45.). Nach einer Minute Nachspielzeit schickt Schiedsrichter Brand beide Teams in die Kabinen.

Erste Aktion gehört den Gästen

Nach dem Seitenwechsel schicken beide Trainer das gleiche Personal zurück auf den Rasen, es gibt keine Wechsel. Wie schon im ersten Durchgang kommen auch in Halbzeit zwei die Roten Teufel zur ersten Aktion: Aus der Drehung schließt Hercher ab, ein Sandhäuser Bein fälscht den Schuss zur Ecke ab. Diese kann der SVS nicht konsequent klären, sodass Boyd seinen Kopf in eine Flanke hält. Da Papela stört, kann Boyd den Abschluss nicht platzieren (48.). Mehr als zehn Minuten nach Wiederanpfiff sehen die knapp 11.500 Zuschauer im BWT-Stadion am Hardtwald eine Gästemannschaft, der offensiv mehr gelingen vermag als im ersten Durchgang. Die Partie ist offener als vor der Pause, wobei beiden Teams im letzten Drittel die Genauigkeit fehlt. Dadurch sind gute Möglichkeiten weiterhin Mangelware. Einzig Kinsombi, der nach einem Steilpass von DCK-Keeper Luthe zu Fall gebracht wird, bringt Aufregung auf den Platz. Die Berührung gab es, für Schiedsrichter jedoch nicht genug, um auf Strafstoß zu entscheiden (60.).

Kinsombi im Tiefflug

Die Gäste aus der Pfalz haben nun weiterhin mehr vom Spiel. Nach einem Distanzschuss von Zimmer hält Boyd den Fuß in den Ball, kann die Kugel am Elfmeterpunkt jedoch nicht kontrollieren. Die SVS-Defensive kann klären (62.). Bei einer vorangegangenen Abwehraktion blieb Zhirov im Rasen hängen und muss nun aufgrund von Oberschenkel-Problemen behandelt werden. Nach wenigen Augenblicken geht es für den Innenverteidiger weiter (63.). Nach einem erkämpften Ball flankt Pulkrab auf Kinsombi, der einen Flugkopfball knapp neben den langen Pfosten setzt (65.). Im Mittelfeld bringt Papela aus taktischen Gründen Niehues zu Fall und sieht dafür gelb (69.). Anschließend schickt Schuster Redondo für Wunderlich ins Rennen, um die Offensive der Gäste zu beleben (70.).

Drewes Glanztat

20 Minuten vor dem Ende steht die Schlussphase ins Haus. Kaiserslauterns offensive Ambitionen aus der Zeit nach dem Seitenwechsel haben etwas nachgelassen, dafür wagt der SVS nun wieder mehr in der Hälft der Pfälzer (71.). Doch plötzlich sendet der FCK ein Lebenszeichen aus dem Hardtwald: Nach einem Eckball landet der Ball im Rückraum bei Ritter, der aus der Distanz draufhält. SVS-Keeper Drewes muss sich strecken und kann den Schuss parieren. Nun sieht auch Alois Schwartz Wechselbedarf und schickt Christian Kinsombi für seinen Bruder David in die Partie (73.). Kurz darauf muss Drewes erneut eingreifen, als er eine Hereingabe vom rechten Flügel der Gäste vereitelt. Nach einem versehentlichen Handspiel im Mittelfeld sieht Ajdini die gelbe Karte (77.)

Drei Wechsel in der Schlussphase

Auf der Gegenseite lässt C. Kinsombi Durm stehen. Dieser bringt den Sandhäuser Joker zu Fall und sieht die gelbe Karte (79.). Den fälligen Freistoß will Luthe fangen. Da ihm der Ball durch die Hände rutscht, gibt es den ersten Eckball für den SVS. Okoroji bedient von links Zhirov, der in Bedrängnis den Kopfball nicht platzieren kann (80.). Auf der Gegenseite kommt Ritter nach einem Konter zum Abschluss: Aus spitzem Winkel schießt er am Kasten von Drewes vorbei. FCK-Trainer Schuster reagiert und nimmt Boyd vom Platz, er wird durch Lobinger ersetzt (81.). Auch Schwartz wechselt, und zwar gleich doppelt: Ahmed Kutucu kommt für Pulkrab neu in die Partie, Tom Trybull kommt für Ochs (83.).

Keine Aufreger vor dem Abpfiff

Die Partie ist offener, beide Teams sind nicht mehr nur auf Risikovermeidung bedacht. So geht es oft schnell hin und her, die Mittelfeldreihen werden jeweils zügig überspielt (85.). Doch die letzte Reihe steht in dieser Phase sowohl beim SVS als auch bei den Gästen aus Kaiserslautern sicher. Entsprechend gibt es weiterhin keine zwingenden Möglichkeiten auf beiden Seiten. Nach hartem Einsteigen gegen Bachmann sieht Lauterns Klement die gelbe Karte (90.). Der Schiedsrichter lässt drei Minuten nachspielen. Die Partie ist mittlerweile ausgeglichen, auch was die Torschüsse angeht. Für Esswein kommt Cebio Soukou für die letzten Momente ins Spiel. Kurz nach dem Wechsel beendet der Schiedsrichter die Partie.

Den SVS führt die Reise am kommenden Sonntag nach Hamburg: Das Team von Alois Schwartz tritt zum Gastspiel beim FC St. Pauli an. Anpfiff im Millerntor-Stadion ist am Sonntag, den 11. September um 13:30 Uhr.

Aufstellungen:

SV Sandhausen: Drewes - Ajdini, Dumic, Zhirov, Okoroji - Papela, Bachmann, Ochs (Trybull, 83.), D. Kinsombi (C. Kinsombi, 73.) – Esswein (Soukou, 90+3.), Pulkrab (Kutucu, 82.)

1. FC Kaiserslautern: Luthe - J. Zimmer, Tomiak, K. Kraus, Durm - Ritter, Klement (Hanslik, 90.), Hercher, Wunderlich (Redondo, 70.), Niehues – Boyd (Lobinger, 81.)

Zuschauer: 11.378

Schiedsrichter: Benjamin Brand

Gelbe Karten: Okoroji, Papela, Ajdini – Zimmer, Durm, Klement

 

Foto (c): SVS/ foto2press

 

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