Arthur Lyska stand im Tor. Die Viererkette bildeten Lukas Mazagg auf der linken Seite, Kwabe Schulz und Max Christiansen im Zentrum sowie Seyhan Yigit rechts. Auf der Doppelsechs starteten Marco Kehl-Gómez und Niklas Tarnat. Davor agierte Arianit Ferati auf der Zehn, über die Flügel kamen Phil Halbauer links und David Mamutovic rechts. Als einzige Spitze lief Felix Lohkemper auf.
Halbauer trifft mit der ersten Chance
Der SVS erwischte einen optimalen Start. Christiansen spielte einen langen Ball aus der Abwehr, den Lohkemper verlängerte. Mamutovic nahm den Ball auf und schickte Halbauer, der von der Strafraumkante abzog. Sein flacher Abschluss schlug neben dem Pfosten ein und war für Kassels Torhüter Nicolas Gröteke nur schwer zu halten. Damit brachte Halbauer den SVS bereits in der ersten Minute in Führung (2.).
Sandhausen blieb anschließend am Drücker, presste die Gastgeber früh und suchte schnell den Weg nach vorne. Der SVS kam zu weiteren Möglichkeiten, ließ diese in den ersten Minuten jedoch ungenutzt.
Kassel findet besser ins Spiel
Mit zunehmender Spieldauer stabilisierten sich die Gastgeber. Phinees Bonianga zog von der Strafraumkante ab, Lyska war zur Stelle und parierte den Abschluss (13.). Kurz darauf verhinderte Kwabe Schulz mit einer starken Grätsche eine Großchance der Kasseler (15.). Der SVS entwickelte nun weniger Druck nach vorne, während Kassel defensiv sicherer stand.
Sandhausen musste früh verletzungsbedingt wechseln. Für Halbauer kam Mert Tasdelen in die Partie (18.). Nach rund 25 Minuten gewann der SVS wieder mehr Kontrolle. Tasdelen setzte Kehl-Gómez in Szene, dessen Abschluss aus spitzem Winkel kurz vor dem Tor geblockt wurde (26.).
Rückstand vor der Pause
In der 32. Minute gelang den Gastgebern der Ausgleich. Kassel spielte einen schnellen Angriff über die rechte Sandhäuser Seite, ehe Sezer aus spitzem Winkel zum 1:1 traf (32.). Danach entwickelte sich eine offenere Partie. Der SVS blieb um den Weg nach vorne bemüht, gleichzeitig kam nun auch Kassel zu Möglichkeiten. Kurz vor der Pause brachte Mazagg Sezer im Strafraum zu Fall. Den fälligen Elfmeter verwandelte Sararer sicher und ließ Lyska keine Chance. Damit drehte Kassel die Partie noch vor dem Seitenwechsel zum 2:1 (44.).
SVS erhöht das Risiko
Zur Pause wechselte der SVS erneut. Für Mamutovic kam Yannick Osee in die Partie. Osee rückte in die Innenverteidigung, Christiansen orientierte sich dafür ins zentrale Mittelfeld. Sandhausen kam mit mehr Risiko aus der Kabine und suchte konsequenter den Weg nach vorne. Dadurch entstanden auch Räume für die Gastgeber, die daraus resultierenden Möglichkeiten verteidigte der SVS zunächst jedoch gut.
Nach einer Ecke von Tarnat an den kurzen Pfosten verlängerte Kehl-Gómez den Ball auf das Tor, Kassel klärte auf der Linie (55.). Wenig später spielte Christiansen einen langen Außenristball auf Lohkemper. Der Angreifer nahm den Ball stark aus der Luft mit, ließ seinen Gegenspieler aussteigen und setzte den Abschluss knapp links neben das Tor (59.).
Auch anschließend blieb der SVS am Drücker. Mazagg flankte lang an den zweiten Pfosten, Kehl-Gómez legte auf Ferati ab, dessen Direktabnahme auf der Linie geblockt wurde (59.). Tarnats Distanzschuss fand kurz darauf ebenfalls keinen Weg durch die Kasseler Defensive (60.). Sandhausen setzte sich in dieser Phase in der Hälfte der Gastgeber fest und drängte auf den Ausgleich.
Lohkemper gleicht aus, Kassel antwortet sofort
Der Aufwand wurde belohnt. Einen langen Ball bekam Kassel nicht geklärt, sodass Lohkemper viel Raum vor sich hatte. Der Angreifer blieb vor Gröteke ruhig und tunnelte den Torhüter zum 2:2-Ausgleich (64.). Die Antwort der Gastgeber folgte jedoch nur drei Minuten später. Nach einem langen Ball über die linke Seite setzte sich Nael Najjer im Laufduell gegen Tasdelen durch und traf aus spitzem Winkel zum erneuten Kasseler Führungstreffer (67.).
Kevin Stotz reagierte mit einem Doppelwechsel. Tim Korzuschek und Teoman Akmestanli kamen für Christiansen und Mazagg in die Partie (71.). Es entwickelte sich eine offenere Begegnung mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Der SVS blieb offensiv bemüht, scheiterte jedoch wiederholt am letzten Pass oder am Abschluss.
Kassel entscheidet die Partie
In der 80. Minute entschied Schiedsrichter Jason Lieser erneut auf Elfmeter für Kassel, nachdem Yigit bei einer Grätsche im Strafraum den Ball mit der Hand berührt hatte. Leon Damer verwandelte zum 4:2 (80.). Für die Schlussphase brachte Stotz mit Tasos Leonidis noch einmal einen frischen Spieler für Tarnat (84.). Der SVS fand allerdings keinen Weg mehr zurück in die Partie. Den Schlusspunkt setzten stattdessen die Gastgeber: Einen weiteren Kasseler Angriff vollendete Damer zum 5:2-Endstand (90.). Am Ende fehlte dem SVS die nötige Gegenwehr, um nach dem erneuten Rückstand noch einmal entscheidend zurückzukommen.
Statistik
SV Sandhausen: Lyska – Mazagg (Akmestanli, 71.), Kwabe Schulz, Christiansen (Korzuschek, 71.), Yigit – Kehl-Gómez, Tarnat (Leonidis, 84.) – Halbauer (Tasdelen, 18.), Ferati, Mamutovic (Osee, 46.) – Lohkemper
Tore: 0:1 Halbauer (2.), 1:1 Sezer (32.), 2:1 Sararer (FE, 44.), 2:2 Lohkemper (64.), 3:2 Najjer (67.), 4:2 Damer (FE, 80.), 5:2 Damer (90.)
Zuschauer: 2.061
Schiedsrichter: Jason Lieser
