SV SANDHAUSEN

Remis gegen Bahlinger SC

Im Stadion am Hardtwald trennte sich der SV Sandhausen vom Bahlinger SC 1:1 (0:1). Der SVS blieb ohne die nötige Durchschlagskraft, war über weite Strecken kämpferisch unterlegen und leistete sich zu viele Fehler, ehe Osee mit seinem Treffer kurz vor Schluss noch den Ausgleich sicherte. 

Startaufstellung gegen Bahlingen

Im Tor stand Lukas Schneller. Davor formierte sich die Dreierkette mit Ken Martin Gipson, Kwabe Schulz und Teoman Akmestanli. Im Mittelfeld begannen Louis Kolbe, Niklas Tarnat, David Mamutovic und Phil Halbauer. Auf der Doppel-Zehn liefen Luca de Meester und Jahn Herrmann hinter Sturmspitze Marvin Schulz auf.

Aktiver Beginn ohne klare Chancen

Der SVS gab in der ersten Viertelstunde den Ton an und machte früh Druck. Die Gastgeber kamen zwar zu ersten Offensivaktionen, entwickelten dabei aber keinen durchgehend konsequenten Zug zum Tor. Wirklich gefährliche Chancen sprangen aus der guten Anfangsphase zunächst nicht heraus.

Zerfahrener Spielfluss und Rückstand vor der Pause

In der Folge blieb der Spielfluss insgesamt zerfahren. Einen direkten Freistoß aus rund 20 Metern setzte Tarnat knapp links am Tor vorbei (22.). Nach einem Bahlinger Eckball wurde es im Sandhäuser Strafraum unübersichtlich, als mehrere Abschlüsse der Gäste nacheinander geblockt wurden (34.). Kurz vor der Pause gingen die Gäste dann in Führung. Pepic verwandelte einen direkten Freistoß zum 0:1 (43.). Mit diesem Rückstand ging der SVS in die Halbzeit.

Doppelwechsel und mehr Aktivität

Zur zweiten Halbzeit reagierte der SVS mit einem Doppelwechsel: Robert Ramsak und Maximilian Wagner kamen für Herrmann und de Meester in die Partie. Sandhausen lief danach zwar früher an, kam aber weiterhin nicht entschlossen genug vor das Tor. Zu viele Fehler im Aufbau oder im letzten Pass ließen die Angriffe immer wieder stocken. Stattdessen kam Bahlingen im Umschaltspiel immer wieder zu gefährlichen Chancen.

Zu wenig Druck

Nach gut einer Stunde brachte der SVS mit Robin Krauße und Nico Nollenberger für Marvin Schulz und Halbauer zwei weitere frische Kräfte (63.). Auch in dieser Phase schaffte es Sandhausen nicht, konsequent Druck aufzubauen. In der 76. Minute kam Yannick Osee für Akmestanli ins Spiel und reihte sich in vorderster Linie ein.

Überzahl und später Ausgleich

Etwa zehn Minuten vor dem Ende sah Pepic wegen Beschwerens die Gelb-Rote Karte. Dem SVS fehlte trotz Überzahl die Durchschlagskraft. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit fiel doch noch der Ausgleich: Nach einem Konter über Wagner, der Angriff wurde über rechts sauber zu Ende gespielt, musste Osee nach dem Querpass in Mittelstürmer-Manier nur noch einschieben (89.). Statt dem zweiten Sandhäuser Treffer sahen die knapp 1.900 Zuschauer nach einem weiteren Bahlinger Konter sogar noch die große Chance der Gäste: Diakite kam frei durch, sein Abschluss im Strafraum prallte bei aufgerücktem Sandhäuser Torwart jedoch vom Pfosten des verwaisten Tores zurück. So blieb es beim 1:1.

Stimmen zum Spiel

Olaf Janßen, Chefcoach: „Wir haben zum wiederholten Male unter Beweis gestellt, dass wir keine Spitzenmannschaft sind. Trotzdem nochmal von mir ein Danke an unsere Fans, die uns die ganze Zeit unglaublich unterstützen, trotz der Schwere dieser Aufgabe, etwas ganz Neues aufzubauen. Aber davon will ich nicht reden, sondern davon, dass ich mich schäme. Ich schäme mich, Cheftrainer dieser Mannschaft zu sein, die heute auf dem Platz gestanden ist. Und damit meine ich vor allen Dingen, wie viel wir investiert haben, wie viele Gespräche wir geführt haben, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen haben. Fakt ist, dass Bahlingen uns über 90 Minuten kämpferisch überlegen war. In der ersten Halbzeit wurden wir in jedem Zweikampf abgekocht. Das war einfach unterirdisch. Wenn einer uns heute zum ersten Mal gesehen hat, dann muss er denken, ich war acht Monate im Urlaub und habe meine Mannschaft nicht trainiert. Das, was wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, wie leichtfertig wir die Bälle abgegeben haben, wie wir es in Überzahl geschafft haben, nur anderthalb Bälle in die Box zu bringen, das war Wahnsinn. Mit dem, was wir heute gezeigt haben, kann ich mich überhaupt nicht identifizieren. Nochmal: In der Form entschuldige ich mich auch bei allen Fans für die gezeigte Leistung für diese Spieleinstellung, für dieses Nicht-um-jeden-Meter-Kämpfen, füreinander da zu sein, wie wir uns vorher eingeschworen haben. Und dass da dann gar nichts bis wenig übrig blieb, war verrückt. Das lässt mich mit ganz dicken Fragezeichen zurück.“

Kwabe Schulz: „Wir hatten uns heute etwas ganz anderes vorgenommen. Wir wussten, dass der Tabellenletzte kommt, der befreit aufspielen wird, weil er wenig zu verlieren hat. In der ersten Halbzeit haben wir uns überhaupt nicht gewehrt. Das war nicht das Gesicht, das wir zeigen wollten und vorher besprochen hatten. Da muss sich jeder von uns Gedanken machen, warum wir hier stehen und dieses Wappen tragen. Wir müssen alle noch eine Schippe drauflegen.“

Statistik

SV Sandhausen: Schneller – Gipson, K. Schulz, Akmestanli (Osee, 76.), Kolbe, Tarnat, Mamutovic, Halbauer (Krauße, 63.), de Meester (Wagner, 46.), Herrmann (Ramsak, 46.), M. Schulz (Nollenberger, 63.)

Tore: 0:1 Pepic (43.), 1:1 Osee (89.)

Zuschauer: 1.923

Schiedsrichter: Jannis Jäschke

 

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