SV SANDHAUSEN

Sandhausen siegt beim FSV Frankfurt

Der SV Sandhausen gewann beim FSV Frankfurt mit 3:1 (2:1). Nach einer frühen Führung durch Mert Tasdelen musste der SVS den schnellen Ausgleich hinnehmen, ging durch Tasdelens zweiten Treffer aber erneut in Führung. Nach der Pause hatte Frankfurt mehr Ballbesitz, während Sandhausen konsequent verteidigte und auf Umschaltmomente lauerte. David Mamutovic sorgte in der Schlussphase für die Entscheidung.

Aufstellung des SV Sandhausen

Arthur Lyska stand im Tor. Vor ihm bildeten von links nach rechts Kwabe Schulz, Kapitän Marco Kehl-Gómez und Yannick Osee die Abwehrkette. Lukas Mazagg besetzte die linke, Seyhan Yigit die rechte Außenbahn. Im Zentrum begannen Max Christiansen und Niklas Tarnat auf der Doppelsechs. Arianit Ferati agierte als Spielmacher hinter der Doppelspitze mit David Mamutovic und Mert Tasdelen.

Frühe Führung und schnelle Antwort

Die erste Gelegenheit der Partie gehörte den Gastgebern, deren Kopfball jedoch am Tor vorbeiging (2.). In der Anfangsphase suchten beide Teams mit langen Bällen und schnellen Zuspielen in die Spitze den Weg nach vorne, zunächst ohne Erfolg.

Dann schlug der SVS zu: Nach einem Gewühl im Frankfurter Strafraum landete der Ball bei Tasdelen, der abzog und Sandhausen früh in Führung brachte (6.). Die Antwort der Gastgeber folgte wenig später. Nach einer Balleroberung des SVS geriet ein Pass von Christiansen zu kurz. Cas Peters ging dazwischen und gewann das anschließende Eins-gegen-eins mit Lyska per Heber zum 1:1 (10.). In der Folge entwickelte sich eine offene Partie mit schnellen Umschaltmomenten. Lyska verhinderte mit einer Parade gegen einen gut platzierten Fallrückzieher die Frankfurter Führung (22.).

Tasdelen bringt den SVS erneut nach vorne

Stattdessen ging Sandhausen zum zweiten Mal in Führung. Nach einer Verlagerung von rechts auf links setzte sich Tasdelen im Dribbling durch und traf mit einem wuchtigen Abschluss zum 2:1 (28.).

Das Spiel blieb anschließend offen. Gegen Ende der ersten Hälfte kam Frankfurt zu den besseren Möglichkeiten und entwickelte eine kurze Druckphase, blieb dabei jedoch ohne weiteren Treffer. Den Schlusspunkt vor der Pause setzte der SVS: Nach einem Querpass von Tasdelen kam Ferati aus rund fünf Metern zum Abschluss, bekam jedoch nicht genügend Druck hinter den Ball (45.+1).

SVS lauert auf Umschaltmomente

Nach der Pause bot sich dem SVS früh eine große Konterchance. Nach einem Frankfurter Eckball schaltete Sandhausen schnell um, Ferati schickte Tasdelen in die Tiefe. Der Angreifer war auf dem Weg in Richtung Tor, doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits (54.).

Auch nach einem Standard wurde der SVS gefährlich. Einen Freistoß von Tarnat legte Osee per Kopf auf Tasdelen ab, dessen Direktabnahme jedoch zu zentral geriet und vom Torhüter pariert wurde (63.). Wenig später trieb Tasdelen den nächsten Konter nach vorne und schickte Ferati in die Tiefe, dessen Abschluss zur Ecke geblockt wurde. Im Anschluss setzte Christiansen einen Distanzschuss neben das Tor (66.). Sandhausen verteidigte weiterhin konsequent und lauerte auf Kontermöglichkeiten. Eine davon brachte Tasdelen frei vor den Frankfurter Torhüter, sein Abschluss geriet allerdings zu zentral (68.).

Frankfurt hatte in dieser Phase mehr Ballbesitz, konnte daraus aber keine klaren Torchancen entwickeln. Kehl-Gómez musste nach einem aus kurzer Distanz an den Kopf getroffenen Freistoß kurz behandelt werden, konnte die Partie anschließend jedoch fortsetzen.

Mamutovic sorgt für die Entscheidung

In der Schlussphase wechselte der SVS doppelt. Luka Vukoja ersetzte Tasdelen, Ken Gipson kam für Christiansen in die Partie (79.). Gipson war wenig später entscheidend am dritten Sandhäuser Treffer beteiligt. Seine Hereingabe fand Mamutovic, der aus kurzer Distanz per Kopf zum 3:1 traf (85.). Kurz darauf kam Teoman Akmestanli für Mamutovic ins Spiel (87.). In der Nachspielzeit blieb Ferati nach einem Zweikampf am Boden liegen. Frankfurts Phil Kemper warf ihn anschließendden Ball in den Schritt und sah dafür glatt Rot (90.+3).

Stimmen zum Spiel

Markus Kauczinski, Cheftrainer: “In der ersten Halbzeit hatte Frankfurt viele gute Angriffe und hat uns damit immer wieder vor Aufgaben gestellt. Gleichzeitig hatten auch wir Umschaltmöglichkeiten. In der zweiten Halbzeit haben wir uns defensiv besser darauf eingestellt, besser verteidigt und weniger zugelassen. Wir haben auf unsere Möglichkeiten gewartet – und die sind dann auch gekommen. Wir hatten Chancen, haben getroffen und insgesamt in der zweiten Halbzeit besser agiert. Im Mittelfeld war der FSV über weite Strecken die bessere Mannschaft. Aber in den beiden Strafräumen waren wir konsequenter – sowohl beim Verteidigen als auch vor dem Tor. Darüber bin ich sehr froh. Diesen Sieg haben wir uns hart erarbeitet. Heute haben wir uns auch das Quäntchen geholt, das uns in den Spielen zuvor vielleicht gefehlt hat, als wir trotz guter Phasen immer wieder noch ein Gegentor kassiert haben. Ich bin sehr froh, morgen mit einem Sieg im Gepäck unsere Fans auf der Kerwe in Sandhausen zu treffen.”

Mert Tasdelen: “„Wir haben hier in Frankfurt ein schwieriges Spiel erwartet. Auch die Platzverhältnisse waren nicht einfach, es war sehr hubbelig. Aber wir haben das als Mannschaft angenommen. Dann hier mit 3:1 zu gewinnen und zwei Tore zu machen, ist einfach fantastisch und unfassbar schön.”

Statistik

SV Sandhausen: ALyska – Schulz, Kehl-Gómez, Osee – Mazagg, Christiansen (Gipson, 79.), Tarnat, Yigit – Ferati – Mamutovic (Akmestanli, 87.),  Tasdelen (Vukoja, 79.).

Tore: 0:1 Tasdelen (6.). 1:1 Peters (10.). 1:2 Tasdelen (28.). 1:3 Mamutovic (85.).

Zuschauer: 1.347

Schiedsrichter: John Bender

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