SV SANDHAUSEN

SVS zieht ins Viertelfinale ein

Der SV Sandhausen hat sein Achtelfinale im Volksbanken Raiffeisenbanken bfv-Pokal beim FV Brühl souverän mit 6:0 (3:0) gewonnen. Der SVS bestimmte die Partie von Beginn an, legte mit drei Treffern vor der Pause früh die Grundlage und behielt auch im zweiten Durchgang jederzeit die Kontrolle. Durch den Erfolg zieht Sandhausen ins Viertelfinale ein und trifft dort auf den Regionalliga-Konkurrenten VfR Mannheim.

Schneller hütete das Tor des SVS. Vor ihm formierte sich eine Dreierkette mit Gipson auf der linken Seite, Kehl-Gómez im Zentrum und Dabo rechts. Über die Außenbahnen sollten Mazagg links und Yigit rechts für Tempo sorgen. Im Zentrum hielten Tarnat und Christiansen auf der Doppelsechs die Balance, während Korzuschek auf der Zehn die offensiven Fäden ziehen sollte. Im Angriff setzte der SVS mit Wagner und Mamutovic auf eine Doppelspitze.

Wagner mit der ersten Möglichkeit

Der SV Sandhausen übernahm von Beginn an die Spielkontrolle, während Brühl wie erwartet tief stand. Die erste gute Gelegenheit gehörte Wagner: Christiansen eroberte den Ball mit einer Grätsche, anschließend nahm Wagner das Zuspiel auf, drehte sich sehenswert um seinen Gegenspieler und schloss direkt ab. Der Ball ging knapp über das Tor (2.). Wenig später kam Wagner erneut zum Abschluss, sein Versuch wurde jedoch geblockt.

Kehl-Gómez eröffnet, Mamutovic legt nach

Nach einer Ecke von Tarnat fiel die verdiente Führung. Kehl-Gómez kam frei zum Kopfball und setzte den Ball ins linke Eck zum 1:0 (14.). Nur vier Minuten später baute der SVS seinen Vorsprung aus: Mamutovic traf mit einem Flachschuss zum 2:0 (18.).

Sandhausen blieb spielbestimmend. Nach einer Balleroberung versuchte es Mamutovic aus der Distanz und verfehlte das Tor nur knapp (27.). Zwei Minuten später setzte sich der Angreifer an der Grundlinie gegen mehrere Gegenspieler durch, sein anschließender Abschluss strich ebenfalls knapp vorbei (29.).

Mamutovic trifft noch vor der Pause

In der Folge kontrollierte der SVS die Partie weiterhin, klare Torraumszenen wurden allerdings seltener. Kurz vor dem Pausenpfiff schlugen die Schwarz-Weißen noch einmal zu. Wagner wurde auf dem Flügel gefoult. Beim anschließenden Freistoß kam Kehl-Gómez zum Kopfball, der zunächst geblockt wurde. Mamutovic reagierte beim Abpraller am schnellsten und erhöhte auf 3:0 (45.+3).

Leonidis sorgt direkt für Gefahr

Personell unverändert startete der SVS in den zweiten Durchgang. Die erste Veränderung folgte nach 53 Minuten, als Tasos Leonidis für Wagner in die Partie kam (53.). Der eingewechselte Angreifer meldete sich unmittelbar offensiv an und setzte eine Direktabnahme nur knapp am Tor vorbei (55.). Sandhausen kontrollierte das Geschehen weiterhin, kam zunächst aber kaum zu gefährlichen Abschlüssen. Nach gut einer Stunde nahm der SVS zwei weitere Wechsel vor: Christiansen und Mazagg verließen den Platz, Teoman Akmestanli und Imad Jadaar kamen neu in die Partie (61.). Die Schwarz-Weißen blieben offensiv bemüht, doch im letzten Pass und beim Abschluss fehlte zunächst die Genauigkeit. Zudem verteidigte der Gastgeber die Angriffe des SVS immer wieder konsequent.

Doppelschlag zum 5:0

Dann war erneut Mamutovic zur Stelle. Nach einem Eckball und den folgenden Hereingaben verpassten zunächst mehrere Spieler den Ball. Am langen Pfosten wartete Mamutovic und schob flach ins rechte Eck zum 4:0 ein (70.). Der SVS blieb am Drücker und legte wenig später nach. Tarnat brachte eine Ecke herein, Kehl-Gómez stieg zum Kopfball hoch und erzielte das 5:0 (74.). Unmittelbar danach wechselte Sandhausen erneut doppelt. Mamutovic und Korzuschek gingen vom Feld, Vukoja und Akgöz kamen neu in die Partie (74.). Auch danach suchte der SVS weiter den Weg nach vorne. Ein langer Ball erreichte Akmestanli, der querlegte. Leonidis rutschte in die Hereingabe und drückte den Ball zum 6:0-Endstand über die Linie (79.).

Stimmen zum Spiel

Cheftrainer Markus Kauczinski: „Es war insgesamt ein souveräner Auftritt. Die Mannschaft hat sehr erwachsen gespielt. Wir haben das Tempo von Anfang bis zum Ende hochgehalten. Wir wollten Tore machen und keines kassieren – das ist uns gegen einen guten Gegner gelungen. Respekt an Brühl, sie waren gut eingestellt und man hat gesehen, dass sie gut trainiert sind. Aber wir haben heute nichts anbrennen lassen. Die Jungs haben es gut gemacht.“

Marco Kehl-Gómez: „Wir wollten dem Gegner von Anfang an zeigen, dass es heute nichts zu holen gibt. Das haben wir relativ gut gemacht – zunächst nicht mit Toren, aber mit viel Spielkontrolle. Das war uns sehr wichtig, weil Brühl in seiner Liga ganz oben steht und das nicht ohne Grund. Die Standards waren dann ein Dosenöffner, und der Treffer zum 3:0 vor der Halbzeit hat uns sehr gutgetan. In die zweite Hälfte sind wir etwas schwerer reingekommen und haben zehn, 15 Minuten gebraucht. Danach hatten wir das Spiel aber wieder unter Kontrolle. Insgesamt war es ein gelungener Abend für den SVS.“

Statistik

SV Sandhausen: Schneller – Gipson, Kehl-Gómez, Dabo – Mazagg (Akmestanli, 61.), Tarnat, Christiansen (Jadaar, 61.) – Korzuschek (Akgöz, 74.) – Wagner (Leonidis, 53.), Mamutovic (Vukoja, 74.).

Tore: 0:1 Kehl-Gómez (14.). 0:2 Mamutovic (18.). 0:3 Mamutovic (45.+3). 0:4 Mamutovic (70.). 0:5 Kehl-Gómez (74.). 0:6 Leonidis (79.).

Gelbe Karten: Zyprian – Wagner.

Zuschauer: 615.

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