SV SANDHAUSEN
David Mamutovic im Zweikampf im Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05

Niederlage nach Halbzeitführung in Mainz

Der SV Sandhausen musste sich am 14. Spieltag der Regionalliga Südwest bei der zweiten Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 mit 1:2 (1:0) geschlagen geben. Nach einer weitgehend kontrollierten ersten Halbzeit brachte Max Christiansen die Sandhäuser kurz vor der Pause in Führung. Im zweiten Durchgang drehten die Gastgeber durch Treffer von Nick Cherny und Fabio Moreno Fell die Partie. Trotz einer Druckphase in der Schlussphase gelang dem SVS kein Ausgleich mehr.

Die Aufstellung

Vor Torhüter Arthur Lyska bildeten Lukas Mazagg, Marco Kehl-Gómez und Yannick Osee die Dreierkette. Niklas Tarnat besetzte die zentrale Position vor der Abwehr, während Ken Gipson und Max Christiansen davor im Mittelfeld aufgestellt waren. Auf den Außenbahnen spielten Teoman Akmestanli und Seyhan Yigit. Die Doppelspitze bildeten Mert Tasdelen und David Mamutovic.

Viel Tempo, wenig Torgefahr

Der SV Sandhausen hatte die Partie in der Anfangsphase weitgehend im Griff. Bei hohem Tempo blieben klare Torchancen auf beiden Seiten zunächst Mangelware. Die Sandhäuser unterbanden die Offensivbemühungen der Gastgeber frühzeitig und ließen Mainz kaum zur Spielkontrolle kommen. Nach gut einer Viertelstunde eroberte Gipson den Ball und trieb ihn nach vorne. Im Strafraum kam der Mittelfeldspieler zu Fall ein Elfmeter lag in der Luft. Im Vorteil bot sich Tasdelen eine Abschlussmöglichkeit, die jedoch ungenutzt blieb. 

Erst Aluminium, dann die Führung

In der 35. Minute wurde es erneut gefährlich: Nach einem schnell vorgetragenen Angriff über links traf ein direkter Linksschuss von Yigit die Unterkante der Latte. Der Ball sprang auf der Linie zurück ins Feld (35.). Kurz vor der Pause bediente Christiansen Mamutovic im Strafraum, der sich im Dribbling jedoch nicht gegen den Mainzer Schlussmann durchsetzen konnte (41.).

In der Nachspielzeit belohnte sich der SVS schließlich für seine Bemühungen: Akmestanli flankte aus dem Halbfeld auf den eingelaufenen Christiansen, der den Ball mit einem platzierten Kopfball von der Strafraumkante zur 1:0-Führung ins Tor beförderte (45.+1). Unmittelbar danach ging es in die Halbzeitpause.

Mainzer Ausgleich und schnelle Antwort

Beide Mannschaften kehrten unverändert aus der Kabine zurück. Zunächst zeigte sich ein ähnliches Bild wie im ersten Durchgang, ehe die Gastgeber zum Ausgleich kamen. Cherny stand nicht unter Druck, zog aus rund 20 bis 25 Metern ab und traf links neben dem Pfosten zum 1:1 (53.). Die Antwort der Sandhäuser ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem Zuspiel von Gipson setzte sich Tasdelen über die linke Seite durch und legte den Ball am Mainzer Torhüter vorbei. Noch vor der Linie konnte ein Mainzer Verteidiger den Treffer allerdings verhindern (55.). In der Folge verstärkte der SVS seine Bemühungen und trat offensiv häufiger in Erscheinung. 

Mainz drehte die Partie

Nach dem Ausgleich wurden auch die Gastgeber aktiver und beteiligten sich zunehmend am Offensivspiel, ohne zunächst größere Gefahr auszustrahlen. Die nächste gute Gelegenheit gehörte dem SVS: Nach einem Ballgewinn bediente Mamutovic Tasdelen, dessen Abschluss der Mainzer Schlussmann mit dem Fuß abwehrte. Den Nachschuss setzte Mamutovic unter Bedrängnis knapp über das Tor (69.). Wenig später geriet Sandhausen in Rückstand. Nach einem Ballverlust von Mazagg in der Vorwärtsbewegung kombinierten sich die Mainzer bis vor das Tor. Lyska wehrte die erste Hereingabe noch ab, lenkte den Ball dabei jedoch ins Zentrum. Dort nutzte Moreno Fell den Abpraller zum 2:1 für die Gastgeber (74.). Kauczinski reagierte mit einem Doppelwechsel: Florian Engelhardt und Tasos Leonidis ersetzten Christiansen und Gipson (77.).

Druckphase blieb unbelohnt

In der Schlussphase entwickelte sich eine offene Partie. Sandhausen suchte den Weg nach vorne, allerdings fehlte zunächst die Genauigkeit im letzten Pass. Rund zehn Minuten vor dem Ende erhöhten die Gäste den Druck, setzten sich zunehmend in der Mainzer Hälfte fest und kamen unter anderem über Eckbälle zu weiteren Offensivaktionen, ohne daraus entscheidend Kapital zu schlagen. Mit Phil Halbauer für Akmestanli und Tim Korzuschek für Mamutovic brachte Kauczinski zwei weitere frische Kräfte (85.).

Die letzte große Gelegenheit bot sich dem SVS in der Schlussminute. Halbauer hatte auf der linken Seite Platz und legte quer auf Leonidis, der frei vor dem Mainzer Torhüter zum Abschluss kam. Dieser parierte jedoch und hielt damit den 2:1-Erfolg der Gastgeber fest (90.).

Stimmen zum Spiel

Markus Kauczinski, Cheftrainer: „Die Niederlage ist sehr bitter. Wir sind maximal enttäuscht, weil wir dieses Spiel heute nicht hätten verlieren dürfen. Wir waren die bessere Mannschaft und hatten sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit unsere Chancen. Selbst nach den beiden einfachen Gegentoren hatten wir noch Möglichkeiten zum Ausgleich. Da stehen wir teilweise alleine drei Meter vor dem Tor. Solche Chancen müssen wir einfach nutzen. Gleichzeitig dürfen wir die Gegentore nicht so billig kassieren und lernen, solche Spiele für uns zu entscheiden. Am Ende werden die Spiele in den beiden Strafräumen entschieden. Da waren wir heute einfach nicht clever genug. Daraus müssen wir für die kommenden Spiele lernen.“

Statistik

SV Sandhausen: Lyska – Tarnat, Mamutovic (Korzuschek, 85.), Tasdelen, Osee, Mazagg, Yigit, Akmestanli (Halbauer, 85.), Gipson (Leonidis, 77.), Christiansen (Engelhardt, 77.), Kehl-Gómez.

Tore: 0:1 Christiansen (45.+1), 1:1 Cherny (53.), 2:1 Moreno Y Fell (74.).

Zuschauer: 750

Schiedsrichterin: Naemi Breier

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