Startaufstellung
Am Bruchweg änderte Cheftrainer Kevin Stotz die Startaufstellung auf mehreren Positionen: Im Tor begann Arthur Lyska. Die Viererkette bildeten Ken Gipson, Kwabe Schulz, Benedikt Wimmer und Louis Kolbe. Auf der Doppelsechs starteten Yanis Outman und Niklas Tarnat. Davor agierten Nico Nollenberger, Robert Ramsak und Luca de Meester. Als einzige Spitze lief Kapitän Pascal Testroet auf.
Früher Rückstand
Der SVS kam ordentlich in die Partie und ließ nach einem Abstimmungsfehler zunächst selbst eine gute Möglichkeit liegen. Mit dem ersten gefährlichen Angriff ging stattdessen Mainz in Führung, Schulz traf zum 1:0 für die Gastgeber (4.). Mainz hatte in der Anfangsphase mehr Ballbesitz, setzte abgesehen vom Treffer aber zunächst nur wenige weitere Akzente.
Zu ungenau im letzten Drittel
Über weite Strecken blieb das Spielbild ähnlich. Mainz kam zu den besseren Chancen, während dem SVS im letzten Drittel häufig die Präzision fehlte. Auch die langen Bälle kamen in der ersten Halbzeit insgesamt zu selten durch. Nach knapp 40 Minuten hatte Sandhausen seine beste Möglichkeit vor der Pause, als Testroet auf Ramsak durchsteckte, dessen Abschluss noch abgegrätscht wurde. Kurz darauf lief eine ähnliche Szene erneut über Testroet und Ramsak, ehe Nollenbergers Versuch zur Ecke geklärt wurde, die ohne Ertrag blieb. Obwohl der SVS zum Ende der ersten Hälfte zu mehr Möglichkeiten kam, fehlte bis zur Pause weiter die Genauigkeit.
Doppelwechsel und erste Großchance
Zur Pause wechselte Sandhausen doppelt: De Meester und Nollenberger blieben in der Kabine, für sie kamen David Mamutovic und Phil Halbauer in die Partie (46.). Die erste Chance nach dem Seitenwechsel gehörte direkt dem SVS. Halbauer machte einen langen Ball fest, setzte sich mit einem schnellen Richtungswechsel gegen den letzten Verteidiger durch und schoss halblinks frei vor dem Keeper knapp rechts vorbei (46.).
Mamutovic traf zum Ausgleich
Danach blieb es zunächst ruhig. In der 57. Minute ersetzte Jahn Herrmann positionsgetreu Ramsak. Nur wenig später klärte Gipson einen Ball zu Tarnat am Strafraum. Tarnat spielte auf Testroet, der den Ball festmachte und Mamutovic schickte. Der blieb halbrechts vor dem Tor eiskalt und verwandelte mit links ins lange Eck zum 1:1 (58.). Auf der Gegenseite blockte Wimmer nach einem Freistoß einen Nachschuss (60.).
Testroet drehte die Partie
Robin Krauße kam für Yanis Outman in die Partie (70.). In einer zerfahrenen zweiten Hälfte mit wenigen Höhepunkten war der SVS trotz vieler Unterbrechungen nun besser im Spiel als vor der Pause. Den Lohn holte sich Sandhausen in der 73. Minute: Einen Freistoß von Tarnat köpfte Testroet unbedrängt zur Führung ein (73.).
Überzahl und der Schlusspunkt
Kurz darauf fing Gipson im Mainzer Aufbau einen vielversprechenden Ball ab und wurde unsanft gestoppt. Amann sah dafür Gelb-Rot (80.). Von Mainz kam in der Folge nicht mehr viel Gefährliches. In der 87. Minute ersetzte Yannick Osee den Torschützen Testroet. Den Schlusspunkt setzte dann Mamutovic, als im Mainzer Aufbau der Ball bei ihm landete. Weil der Keeper weit vor seinem Tor stand, nahm er den Ball mit Gefühl aus der Luft und hob ihn über den Torwart hinweg zum 3:1-Endstad für den SVS (89.).
Stimmen zum Spiel
Anthony Loviso, Direktor Sport: „Ich glaube, es war ein verdienter Sieg. Wir haben auch in der ersten Halbzeit trotz des Rückstands ein sehr vernünftiges Spiel gemacht, hatten gute Momente und haben gegen den Ball wenig zugelassen. Dann gehen wir mit einer blöden Aktion in Rückstand, obwohl wir vorher selbst die Chance haben, das Tor zu machen. In der Halbzeit haben wir dann ein, zwei Kleinigkeiten angepasst und sind wieder gut reingekommen. Wir hätten direkt nach der Pause das 1:1 machen müssen, sind aber weiter drangeblieben. Wir waren sehr, sehr griffig und haben uns am Ende verdient mit den Toren belohnt. Ich glaube, es war auch in der Höhe ein verdienter Sieg.“
Kevin Stotz, Cheftrainer: „Es war auf jeden Fall ein wichtiger Sieg für uns, wir haben die Siegesserie ausgebaut. Ein hart erkämpfter Erfolg, die erste Halbzeit war schwer. Mainz hat das mit dem Ball natürlich gut gemacht, aber wir haben gut dagegengehalten. Wir waren fleißig und haben uns dann belohnt. Wieder einmal haben wir auch mit frischem Wind von der Bank gewonnen, das war extrem wichtig. Wenn wir das Woche für Woche weiter so auf den Platz bringen, dann können wir aus den letzten Spielen noch viel machen. Wichtig ist, dass wir dranbleiben und die Saison nicht austrudeln lassen.“
David Mamutovic: „Es ist jetzt das dritte Mal in Folge, dass wir in der zweiten Halbzeit das Spiel gedreht haben. Das zeigt wieder einmal die Moral der Mannschaft. Wir sind gut drauf, drei Spiele, drei Siege. Im nächsten Spiel müssen wir aber schauen, dass wir besser ins Spiel starten. Dann mache ich mir keine Sorgen. So können wir weitermachen.“
Statistik
SV Sandhausen: Arthur Lyska, Ken Gipson, Kwabe Schulz, Benedikt Wimmer, Louis Kolbe, Yanis Outman (Robin Krauße, 70.), Niklas Tarnat, Luca de Meester (Phil Halbauer, 46.), Nico Nollenberger (David Mamutovic, 46.), Robert Ramsak (Jahn Herrmann, 57.), Pascal Testroet (Yannick Osee, 87.)
Tore: 1:0 Schulz (4.), 1:1 David Mamutovic (58.), 1:2 Pascal Testroet (73.), 1:3 David Mamutovic (89.)
Gelb-Rote Karten: Amann (80.)
Zuschauer: 641
