SV SANDHAUSEN

SVS kommt nicht über Remis in Freiburg hinaus

Der SV Sandhausen kommt gegen die Zweitvertretung des SC Freiburg nicht über ein 2:2-Remis hinaus (1:2). Nach zwei frühen Elfmetertoren geriet der SVS mit 0:2 in Rückstand, kämpfte sich jedoch noch vor der Pause mit Herrmanns Treffer zurück und dominierte nach dem Seitenwechsel über weite Strecken. Trotz De Meesters Ausgleich und der Überzahl in der Schlussphase reichte es am Ende nur zu einem Punkt.

Aufstellung in Freiburg

Im Tor stand Lukas Schneller. Davor formierte sich die Abwehr mit Benedikt Wimmer, Kwabe Schulz und Teoman Akmestanli. Louis Kolbe und Phil Halbauer besetzten die Flügelpositionen, das Zentrum kontrollierten Niklas Tarnat, Robin Krauße, Jahn Herrmann und David Mamutovic. In der Spitze ersetzte Robert Ramsak den angeschlagenen Pascal Testroet.

Früher Rückstand vom Punkt

Die Partie begann mit einer Freiburger Großchance, die Schneller entschärfte – allerdings stand der Angreifer im Abseits (1.). In der Folge übernahm der SVS die Kontrolle, ließ den Ball gut laufen, fand jedoch wenige Lücken im Defensivverbund der Gastgeber.

Doppelschlag vom Punkt

Dann geriet der SVS aus dem Nichts in Rückstand: Nach einem Ballverlust schaltete Freiburg schnell um, die Catak wurde kurz vor der Grundlinie von Akmestanli zu Fall gebracht – Elfmeter (15.). Die Amegnalo verwandelte flach zur Freiburger Führung (15.). Nur wenig später ein nahezu identisches Bild: Schopper setzte sich über links durch, Krauße stoppte ihn vor der Grundlinie per Grätsche – erneut gab es den Strafstoß (22.). Wieder traf die Amegnalo sicher zum 0:2 (22.).

Starke Reaktion des SVS

Sandhausen zeigte sich unbeeindruckt. Wimmer flankte aus dem rechten Halbfeld, die Direktabnahme von Halbauer wurde stark pariert (29.). In der 39. Minute fiel der verdiente Anschlusstreffer: Mamutovic spielte über rechts zu Kolbe, dessen Hereingabe Herrmann im Fünfmeterraum per Kopf verwertete – 1:2 (39.). In der Nachspielzeit drängte der SVS auf den Ausgleich. Halbauer fand Kolbe mit einer Flanke von links, dessen Kopfball freistehend über das Tor ging (45.+1). Kurz darauf setzte Tarnat einen Volley von der Strafraumkante knapp drüber (45.+2).

Jokertor zum Ausgleich

Zur Pause brachte Trainer Olaf Janßen Luca de Meester de Tilbourg für Krauße sowie Ken Martin Gipson für Wimmer (46.). Nach einem Fehlpass im eigenen Strafraum vergab Freiburgs Fetsch frei vor Schneller. Im direkten Gegenzug schlug der SVS zu: Kolbe legte von rechts flach in die Mitte, Joker de Meester traf aus zentraler Position mit links wuchtig zum 2:2 (50.). In der Folge war Sandhausen spielbestimmend, ließ Ball und Gegner laufen, ohne zunächst zwingend zu werden.

SVS kommt nicht über Punkteteilung hinaus

Herrmann setzte einen Volley von der Strafraumkante knapp vorbei (71.). Eine Minute später flog ein Distanzschuss von de Meester ins linke Eck, der Freiburger Keeper fischte den Ball noch heraus (72.). Zehn Minuten vor dem Schlusspiff sah Celic nach wiederholtem Vergehen die Gelb-Rote Karte, nachdem er den Ball weggeschossen hatte. Der SVS spielte die Schlussphase in Überzahl. Zwar drängte Sandhausen Freiburg tief in die eigene Hälfte und erspielte sich große Spielanteile, fand jedoch erst spät zwingende Lücken. In der Nachspielzeit flankte Kolbe auf Herrmann, dessen Kopfball knapp vorbeiging. Kurz darauf wurde ein Fallrückzieher von Schulz geblockt. Am Ende blieb es beim 2:2.

Stimmen zum Spiel: 

Anthony Loviso, Direktor Sport: „Ich glaube, nach dem 0:2 war das die richtige Reaktion. Dann waren wir eigentlich dran, auch den Siegtreffer zu erzielen. Letztlich muss ich aber sagen, es sind wieder zwei verschenkte Punkte. Das Unentschieden fühlt sich nicht gut an, weil uns die individuellen Fehler, die uns schon die ganze Saison begleiten, erneut zwei Gegentore eingebracht haben. Wir müssen enormen Aufwand betreiben, um das Spiel zu drehen oder wenigstens noch einen Punkt zu holen. Diese Fehler müssen wir schnellstmöglich abstellen. Dafür brauchen wir deutlich mehr Stabilität in solchen Situationen. Am Ende musst du dann irgendwie das 3:2 erzwingen – das ist uns heute nicht gelungen. Deshalb sind wir definitiv enttäuscht, auch wenn es natürlich positiv ist, dass wir überhaupt noch zurückgekommen sind.“

Olaf Janßen Chefcoach: „Es sind sehr unterschiedliche Empfindungen. Zunächst einmal Enttäuschung. Wir sind eben nicht von Beginn an bei 100 Prozent auf Empfang – und das muss immer sein. Genau deshalb bin ich extrem sauer. Sicherlich ist das ein Lernprozess, aber der Weg ist sehr steinig. Und manches davon legen wir uns selbst in den Weg. Das fühlt sich bitter an. Nach dem 0:2, über etwa 60 Minuten, haben wir das beste Spiel der Saison gezeigt. In der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, wie wir Zweikämpfe geführt und Chancen herausgespielt haben – das war fast ein Benchmark. Genau das tut weh, weil wir in dieser Saison zu oft Spiele hatten, in denen dieses gemeinsame Auftreten, dieses füreinander Dasein und der unbändige Wille, gefehlt haben. Und das ärgert mich extrem.

Jahn Herrmann: „Wir sind natürlich nicht zufrieden. Wir verursachen zwei Elfmeter. Damit bringen wir uns selbst in Schwierigkeiten. Ich glaube, wir haben das Spiel 85 Minuten kontrolliert, und zwei Situationen kippen am Ende die Partie.“

Statistik

SV Sandhausen: Schneller – Kwabe Schulz, Kolbe, Wimmer (Gipson, 46.) – Tarnat, Krauße (de Meester de Tilbourg, 46.), Herrmann, Mamutovic, Halbauer, Akmestanli (Osee, 87.) – Ramsak

Tore: 1:0 Amenaglo (FE, 15.). 2:0 Amenaglo (FE, 22.). 2:1 Herrmann (39.). 2:2 de Meester (50.).

Zuschauer: 994

Schiedsrichter: Niclas Zemke

 

 

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