SV SANDHAUSEN

SVS dreht Pausenrückstand zum Auswärtssieg in Steinbach

Der SV Sandhausen siegt beim TSV Steinbach Haiger mit 3:2 (0:2). Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit und einem Rückstand steigerte sich der SVS nach der Pause deutlich, kam mit mehr Druck und Zugriff aus der Kabine und drehte die Partie noch. Pascal Testroet leitete die Aufholjagd mit zwei Treffern ein, ehe Louis Kolbe in der Nachspielzeit den Auswärtssieg perfekt machte.

Startaufstellung

Im Tor stand Lukas Schneller. Die Abwehrreihe bildeten Louis Kolbe, Benedikt Wimmer, Kwabe Schulz und Pablo Zahnen Martinez. Im Zentrum ordneten Ken Gipson und Robin Krauße das Spiel, davor besetzten David Mamutovic auf rechts, Marvin Schulz im Zentrum und Phil Halbauer auf links die offensiven Positionen. In der Spitze begann Kapitän Pascal Testroet.

Wenig Chancen in der Anfangsphase

Der SV Sandhausen setzte auswärts zunächst auf schnelles Umschalten, während die Gastgeber versuchten, die Partie spielerisch aufzuziehen. In den ersten 20 Minuten blieben Chancen Mangelware. Der SVS lief phasenweise hoch an, wurde dafür zunächst aber nicht belohnt (20.). Immer wieder schaffte es Steinbach, sich aus dem Sandhäuser Pressing zu kombinieren und das Mittelfeld anschließend schnell zu überbrücken. Der SVS kam zwar zu Offensivmomenten, ließ seine wenigen Möglichkeiten in dieser Phase aber ungenutzt (28.).

Doppelschlag der Gastgeber

Dann ging Steinbach in Führung. Bei einer Hereingabe rutschte Halbauer im Strafraum weg und holte dabei seinen Gegenspieler von den Beinen. Schiedsrichter John Bender entschied auf Strafstoß, Käuper verwandelte gegen Schneller zum 1:0 (28.). Die Gastgeber legten wenig später nach: Ein weiterer Angriff wurde vom SVS nicht konsequent genug verteidigt, Singer hatte im Strafraum zu viel Zeit und schlenzte den Ball gefühlvoll über Abwehr und Torwart hinweg ins lange Eck zum 2:0 (36.). Dass der Rückstand zur Pause nicht noch höher ausfiel, lag auch an Schneller, der mit einer starken Parade rettete (45.).

SVS stellte um und erhöhte den Druck

Mit Beginn der zweiten Halbzeit brachte der SVS Tarnat und Herrmann für Zahnen Martinez und Marvin Schulz (46.). Sandhausen setzte sich nun phasenweise in der gegnerischen Hälfte fest, kam zu Abschlüssen und Standardsituationen, die zunächst noch ungefährlich blieben. Insgesamt hatte der SVS im zweiten Durchgang deutlich mehr Zugriff, offensiv wie defensiv.

Testroet leitete die Aufholjagd ein

Dann belohnte sich der SVS für seine druckvollere Phase. Kwabe Schulz schlug einen langen diagonalen Ball auf Kolbe, dessen Hereingabe bei Testroet landete. Der Kapitän traf aus dem Stand platziert in den rechten Torwinkel zum 1:2 (55.). Steinbach blieb zwar gefährlich, doch Mika verfehlte kurz darauf das Tor nur knapp (59.). Nach einer Stunde ersetzte Yanis Outman Robin Krauße (60.). Wenig später leitete Testroet den nächsten guten Angriff stark ein, als er den Ball per Hacke auf den hinterlaufenden Herrmann ablegte. Dessen Abschluss parierte der Steinbacher Keeper jedoch (63.).

Ausgleich und späte Entscheidung

Der verdiente Ausgleich fiel in der 68. Minute: Nach einer Flanke von Halbauer von links köpfte Testroet den Ball per Flugkopfball perfekt ins linke Toreck zum 2:2. Nach dem sehenswerten zweiten Treffer von Testroet brachte der SVS Nollenberger für Halbauer (70.) und Ramsak für Mamutovic (78.). Nach dem Ausgleich spielte fast nur noch Sandhausen, auch wenn weitere Chancen zunächst ungenutzt blieben. Steinbach kam in dieser Phase kaum noch vor das Sandhäuser Tor, während der SVS in der Schlussphase immer mehr Druck aufbaute. In der Nachspielzeit fiel dann die Entscheidung: Testroet setzte Herrmann gut in Szene, der Kolbe auf den Weg schickte. Im Laufduell blieb Kolbe vor dem Keeper souverän und schob den Ball flach zum 3:2-Endstand ein (90.+3.).

Stimmen zum Spiel

Kevin Stotz, Cheftrainer: „Die erste Halbzeit war am Ende nicht ganz so gut, und wir hätten uns nicht beschweren können, wenn Steinbach noch höher geführt hätte. In der Pause wurden deutliche Worte gesprochen, nach der Pause hat die Mannschaft dann ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Davor muss ich den Hut ziehen. Entscheidend war auch, dass wir von der Bank noch einmal frischen Wind bringen konnten. So einen Sieg in der Nachspielzeit braucht manchmal auch das Glück, aber nach den vergangenen Wochen tut uns das allen gut. Der Sieg gehört der Mannschaft, dem Verein und auch unseren Fans, die uns wieder stark unterstützt haben.“

Pascal Testroet: „Die ersten 20 Minuten waren noch in Ordnung, danach hat uns der Elfmeter komplett aus dem Rhythmus gebracht. Bis zur Pause war das viel zu wenig, da haben wir Steinbach förmlich eingeladen. In der Halbzeit haben wir umgestellt, das Zentrum besser verdichtet und danach eine richtig starke zweite Halbzeit gespielt. Genau so mutig und entschlossen wollen wir auch in den letzten Spielen auftreten. Besonders freut mich der Sieg für unsere Fans, die wieder den weiten Weg auf sich genommen und uns über die gesamte Spielzeit unterstützt haben. Umso schöner ist es, dass wir ihnen heute endlich wieder etwas zurückgeben konnten.“

Statistik

SV Sandhausen: Schneller – Kolbe, Wimmer, K. Schulz, Zahnen Martinez (Tarnat, 46.) – Gipson, Krauße (Outman, 60.) – Mamutovic (Ramsak, 78.), M. Schulz (Herrmann, 46.), Halbauer (Nollenberger, 70.) – Testroet.

Tore: 1:0 Käuper (FE, 28.). 2:0 Singer (36.). 2:1 Testroet (55.). 2:2 Testroet (68.). 2:3 Kolbe (90.+3.).

Zuschauer: 1.170

Schiedsrichter: John Bender

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