So startete der SVS
Für das erste Spiel unter Markus Kauczinski begann Arthur Lyska im Tor. Davor bildeten Kwabe Schulz, Marco Kehl-Gomez und Yannick Osee die Dreierkette. Auf der rechten Außenbahn startete Seyhan Yigit, links begann Lukas Mazagg. Im Zentrum besetzten Max Christiansen und Niklas Tarnat die Doppelsechs. Felix Lohkemper führte den Angriff an, dahinter agierten Mert Tasdelen und Arianit Ferati in den Halbräumen.
Hektischer Beginn mit wenig Spielfluss
Die Partie begann mit zahlreichen Unterbrechungen durch Fouls und blieb in der ersten Viertelstunde sehr hektisch. Dadurch kam auf beiden Seiten kaum Spielfluss auf. Im weiteren Verlauf bemühte sich der SVS zunehmend um Kontrolle und ließ den Ball über längere Passstaffetten durch die eigenen Reihen laufen.
Chancen auf beiden Seiten
Aus der eigenen Hälfte heraus spielte Sandhausen einen guten Angriff über die linke Seite. Über Mazagg, Tasdelen und Lohkemper kam Ferati in eine gute Schussposition, sein Abschluss wurde jedoch geblockt. Auf der Gegenseite wurde es nach einem Freiberger Konter gefährlich, doch Kehl-Gomez grätschte den Ball noch vor der Linie ins Toraus. Insgesamt entwickelte sich eine offene Partie, in der beide Mannschaften den Weg nach vorne suchten, zunächst aber ohne zwingend zu werden.
Tasdelen mit starkem Solo
Tasdelen setzte zu einem langen Sprint mit Ball an, ließ im Strafraum noch einen Verteidiger aussteigen und kam zum Abschluss. Der Freiberger Torhüter Grawe war jedoch zur Stelle (33.). Defensiv betrieb der SVS viel Aufwand und hielt damit bis zur Pause die Null.
Freiberg erhöht den Druck
Kurz nach Wiederbeginn wurde es gefährlich. Lyska konnte einen Eckball nicht entscheidend aus der Gefahrenzone fausten, Freiberg kam zum Abschluss und traf die Latte (48.). In der Folge war der SVS zunehmend defensiv beschäftigt und trat offensiv zunächst nur selten in Erscheinung.
Nach einer eigenen Ecke wurde es auch auf der Gegenseite gefährlich. Mazagg und seine Mitspieler setzten im Freiberger Strafraum nach, doch die Situation wurde gerade noch entschärft (61.). Wenig später war erneut Lyska gefordert und parierte auf der Linie stark gegen einen Abschluss von Gouras (66.).
SVS hält dem Druck stand
Freiberg schnürte Sandhausen phasenweise in der eigenen Hälfte ein, dem SVS gelangen in dieser Phase kaum Befreiungsaktionen. Kauczinski reagierte mit einem Dreifachwechsel: Tasos Leonidis ersetzte Lohkemper, Imad Jadaar kam für Christiansen und David Mamutovic für Ferati (70.). Wenig später machte Tasdelen Platz für Phil Halbauer (75.). Die Partie blieb hektisch. In der Schlussphase lagen die Vorteile weiter bei Freiberg, während die Sandhäuser Konter ohne Erfolg blieben.
Lyska sichert den Punkt
Mit der letzten großen Gelegenheit kam Freiberg noch einmal frei zum Abschluss. Lyska entschied jedoch auch das Eins-gegen-eins für sich und verhinderte den späten Gegentreffer (90.+2.). Wenig später sah Scott Kennedy nach einem weiteren harten Einsteigen die Gelb-Rote Karte (90.+3.). Danach war Schluss.
Stimmen zum Spiel
Anthony Loviso: „Die Mannschaft hat heute mit sehr viel Leidenschaft gespielt und gezeigt, dass sie nicht nur Fußball spielen, sondern auch kämpfen und dagegenhalten kann. Natürlich fehlt in manchen Situationen noch die Sicherheit und Überzeugung, aber es war gegen eine gute Mannschaft ein ordentlicher Auftritt und ein guter erster Schritt.“
Markus Kauczinski: „Wir hatten unglaublich wenig Zeit, gerade nach den Nackenschlägen für die Mannschaft. Deshalb bin ich mit der Leistung zufrieden. Wir haben mit dem Fokus auf das gemeinsame Verteidigen umgestellt und auf eine Fünferkette gewechselt. Es war richtig gut, dass die Mannschaft das so schnell umgesetzt hat. Natürlich hatten wir auch Phasen, in denen wir die Bälle zu leicht verloren haben. Gegen eine starke Mannschaft haben wir uns aber immer gewehrt. Wir wollten Leidenschaft zeigen, nicht aufgeben und um jeden Punkt und jeden Meter kämpfen. Auch wenn ich in einigen Bereichen noch Luft nach oben sehe, bin ich mit dem ersten Schritt zufrieden.“
Marco Kehl-Gomez: „Es war ein sehr intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen. Wir wollten vor allem defensiv etwas verändern, weil wir in den vergangenen Spielen zu viele Gegentore bekommen haben. Das haben wir mit dem Zu-null-Spiel geschafft. Natürlich haben wir noch Entwicklungspotenzial, aber die ersten Ideen des neuen Trainers vor allem defensiv schon gut umgesetzt. Freiberg hatte am Ende mehr vom Spiel und gute Chancen, aber Arthur hat uns den Punkt festgehalten. Nach vorne müssen wir künftig noch mehr Nadelstiche setzen. Mit Markus hatten wir nur eineinhalb Tage Zeit. Trotzdem haben wir unser Herz auf dem Platz gelassen und die Umstellung auf die Dreier- beziehungsweise Fünferkette gut umgesetzt. Das war ein erster Schritt in die richtige Richtung.“
Statistik
SV Sandhausen: Lyska – Schulz, Kehl-Gomez, Osee – Yigit, Mazagg – Christiansen (Jadaar, 70.), Tarnat – Tasdelen (Halbauer, 75.), Ferati (Mamutovic, 70.) – Lohkemper (Leonidis, 70.).
Gelbe Karten: Jadaar, Tarnat
Gelb-Rote Karten: – Scott Kennedy (90.+3.)
Zuschauer: 1.956
