In der ersten Halbzeit begann der SV Sandhausen mit Arthur Lyska im Tor. In der Dreierkette verteidigten Teoman Akmestanli, Kwabe Schulz und Ken Gipson. Davor bildeten Berk Inaler und Niklas Tarnat die Doppelsechs, auf den beiden Zehnerpositionen spielten Jahn Herrmann und David Mamutovic. Über links kam Phil Halbauer, über rechts Louis Kolbe, im Sturmzentrum lief Pascal Testroet auf.
Frühe Gästeführung, SVS konterte zweimal
Die Gäste gingen nach einer Flanke von links durch Dustin Willms per Kopf ins linke Eck in Führung (10.). Der SVS glich schnell aus: Testroet nahm Kolbes Ball von rechts stark mit und wuchtete ihn zum 1:1 in die Maschen (12.). Willms brachte die Sportfreunde wenig später erneut nach vorn (15.), ehe Herrmann nach hohem Ballgewinn den Ausgleich besorgte (23.).
SVS vor der Pause spielbestimmend – Doppelschlag zum 4:2
Mit zunehmender Spieldauer übernahm Sandhausen mehr und mehr die Kontrolle. Als Schulz und Testroet den Platz verließen und Leo Burkhart sowie Maximilian Wagner ins Spiel kamen (31.), blieb der SVS am Drücker – und belohnte sich: Wagner steckte auf den einlaufenden Herrmann durch, der zum 3:2 einschob (37.). Direkt danach setzte sich Kolbe rechts durch und fand mit der Hereingabe Wagner, der zum 4:2 vollendete (38.). Mit diesem Spielstand ging es in die Pause.
Viele Wechsel – SVS blieb am Drücker
Zur zweiten Halbzeit stellte Sandhausen nahezu komplett um (46.): Loos ersetzte Lyska, Zahnen Martinez kam für Akmestanli, Zikora für Gipson, Krauße für Tarnat, Ceylan für Inaler, de Meester de Tilbourg für Mamutovic, Vukoja für Herrmann, Nollenberger für Halbauer und Outman für Kolbe. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff hatte die neu formierte Elf die erste Chance: Kraußes Freistoß von links fand Wagner, dessen Kopfball aber nicht platziert genug war (56.). Insgesamt hatte der SVS mehr vom Spiel, konnte daraus aber zunächst kein Kapital schlagen, während sich die Gäste im zweiten Durchgang deutlich schwerer taten.
De Meester erhöht – Schlussphase mit zwei Treffern
Nach dem Wechsel Glock für Burkhart (66.) fiel das 5:2: de Meester fing einen Pass ab, umkurvte im Strafraum Gegenspieler und Torwart und traf wuchtig (69.). In der Schlussphase verkürzten die Gäste nach einem Standard auf 5:3 durch Arif Güclü (84.), ehe erneut De Meester mit dem 6:3 den Schlusspunkt setzte (87.).
Stimmen zum Spiel
Anthony Loviso, Direktor Sport: „Es war ein gutes Testspiel von uns. Wir freuen uns über den Sieg, vor allem weil wir viele junge Spieler integrieren konnten, aus der U17 und der U19. Da waren einige dabei, die es dann auch in der zweiten Halbzeit gut gemacht haben. Das war für den Stand, dass wir erst seit ein paar Tagen wieder im Training sind, wirklich sehr ordentlich. Entsprechend nehmen wir das Positive mit, wissen aber auch: Die Vorbereitung hat gerade erst angefangen. Wir müssen weitermachen und freuen uns auf die nächsten Wochen.“
Olaf Janßen, Chefcoach: „Ich hatte schon ein paar Bedenken. Siegen startet nächste Woche in die Saison. Athletisch sind das normalerweise erst mal Unterschiede. Es hat mich extrem positiv gestimmt, dass wir das kompensiert haben. Wir haben vier Wochen Vorbereitung vor uns, waren aber in den letzten 30 Tagen sehr fleißig. Fußballerisch fand ich, dass wir da weitergemacht haben, wo wir im letzten Jahr aufgehört haben. Was am Ende noch schöner war: Wir haben mit vier U17-Spielern gespielt und in der zweiten Halbzeit auch mit Spielern aus der U19. Ich finde, man hat kaum Veränderungen gesehen in der Art und Weise, wie wir Fußball spielen. Darüber bin ich sehr froh, über das Spiel insgesamt und natürlich auch darüber, wie es gelaufen ist“
Kwabe Schulz: „Wir haben das heute sehr gut gemacht und unsere Tore konsequent erzielt. Man sieht, dass die Abläufe immer besser greifen, auch bei den jüngeren Spielern. Sie bringen sich stark ein. Genau das ist die Vorstellung: dass jeder Gas gibt und wir uns auch fitnessmäßig weiterentwickeln. Dass wir zweimal einem Rückstand hinterherlaufen mussten und direkt wieder zurückgekommen sind, spricht für uns. Wir gehen mit Widerständen inzwischen besser um, verfallen nicht in Unruhe, sondern machen unser Ding weiter. Daran sieht man, dass wir eine echte Einheit geworden sind.“
Statistik
SV Sandhausen: Lyska (Loos, 46.) – Schulz (Burkhart, 31.; Glock, 66.), Kolbe (Outman, 46.), Tarnat (Krauße, 46.), Mamutovic (de Meester, 46.), Herrmann (Stadler, 46.), Inaler (Ceylan, 46.; Radis, 76.), Halbauer (Nollenberger, 46.; Vukoja, 76.), Akmestanli (Zahnen Martinez, 46.), Gipson (Zikora, 46.) – Testroet (Wagner, 31.; Bürkle, 76.).
Tore: 0:1 Willms (10.), 1:1 Testroet (12.), 1:2 Willms (15.), 2:2 Herrmann (23.), 3:2 Herrmann (37.), 4:2 Wagner (38.), 5:2 de Meester (69.), 5:3 Güclü (84.), 6:3 De Meester (87.)
Schiedsrichter: Haris Kresser
