Aufstellung SV Sandhausen
Im Tor startete Lukas Schneller. Die Dreierkette davor bildeten Teoman Akmestanli, Kwabe Schulz und Ken Gipson. Auf der linken Außenbahn begann Phil Halbauer, die rechte Seite übernahm Luis Kolbe. Im zentralen Mittelfeld agierten Niklas Tarnat und Robin Krauße als Doppelsechs. Davor übernahmen Marvin Schulz und Robert Ramsak die kreativen Aufgaben im offensiven Zentrum. An vorderster Front führte Kapitän Pascal Testroet den Angriff an.
Umkämpfter Beginn
Die Anfangsphase war von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt. Die erste nennenswerte Möglichkeit gehörte dem SVS: Testroet setzte sich halblinks gegen Egel durch und spielte scharf an den langen Pfosten, wo Ramsak den Ball nicht entscheidend über die Linie drücken konnte (9.). Auf der Gegenseite klärte Gipson einen Distanzschuss von Politakis mit dem Kopf, der durchaus gefährlich geworden wäre (23.).
Elfmeter und erneuter Rückschlag
In der 29. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem Foul von Kwabe Schulz an Zor auf den Punkt. Carl verwandelte den Strafstoß sicher zur Gästeführung (30.). Nur wenig später blockte die Walldorfer Defensive zunächst einen Kopfball von Krauße nach einem Standard, leitete den Konter ein und Kendel vollendete zum 1:2 (37.).
Marvin Schulz musste verletzungsbedingt vom Feld, für ihn kam Jahn Herrmann (41.). In der Schlussphase der ersten Hälfte drängte Sandhausen: Erst wurde Testroets Schuss geblockt, dann klärte Walldorfs Abwehr Ramsaks Nachschuss auf der Linie (44.). Nach einer Ecke verlängerte Krauße an den zweiten Pfosten, wo Herrmann knapp verpasste. Zor traf kurz vor der Pause bei einem Konter nur den Außenpfosten (45.).
SVS erhöht den Druck
Nach dem Seitenwechsel bemühte sich Sandhausen um Spielkontrolle, blieb jedoch im Passspiel häufig zu ungenau. Mit einem Dreifachwechsel brachte das Trainerteam frische Kräfte: Maximilian Wagner, Luca de Meester und David Mamutovic ersetzten Ramsak, Krauße und Halbauer (61.). In dieser Phase hatte der SVS gute Chancen: So fand Tarnats Ecke Testroet am kurzen Pfosten, doch dessen Kopfball wurde auf der Linie geklärt (60.), ehe Herrmann nach einer Kolbe-Flanke per Volley nur den linken Außenpfosten traf (63.).
Anschluss und vergebliche Schlussoffensive
In der 67. Minute fiel der verdiente Anschluss: Mamutovic ließ den Ball geschickt passieren, legte für Wagner auf, der von der Strafraumkante mit einem wuchtigen Rechtsschuss in den rechten Torwinkel auf 1:2 verkürzte. Eine direkte Antwort der Gäste landete im Tor, wurde jedoch wegen Abseits aberkannt (69.). Nollenberger ersetzte Tarnat (80.).
In der Schlussviertelstunde klärte Kwabe Schulz mehrfach in höchster Not gegen gefährliche Konter. Trotz aller Bemühungen scheiterte der SVS in der Schlussphase immer wieder an Ungenauigkeiten. Die wenigen klaren Abschlüsse wurden knapp vergeben oder im letzten Moment geblockt, sodass es beim 1:2 blieb.
Stimmen zum Spiel
Anthony Loviso, Direktor Sport: „Wir haben in beiden Strafräumen Geschenke verteilt, waren zu schlampig, haben zu viel liegen lassen. Das ist zu wenig und reicht am Ende nicht. Es fühlt sich extrem bitter an, da du so ein Spiel nicht verlieren darfst.“
Olaf Janßen, Chefcoach: „Das Ergebnis ist verdient. Bei genauerer Betrachtung haben wir eine Vielzahl von besten Möglichkeiten auf der einen, und Geschenke an den Gegner auf der anderen Seite. Alles, was dazwischen passiert, ist völlig nebensächlich. In den Strafräumen wird abgerechnet. Wir waren heute schlecht in der Verwertung der Chancen und laden den Gegner zu Toren ein. Das Spiel ist sehr enttäuschend.“
Niklas Tarnat: „Vor allem nach dem Hinspiel wollten wir einiges wieder gut machen. Es war eigentlich alles prädestiniert, das Wetter, der Platz, alles super. Mir fällt es aktuell noch schwer zu sagen, woran es lag. Das Wichtigste ist jetzt, welche Schlüsse wir daraus ziehen.“
Statistik
SV Sandhausen: Schneller – Akmestanli, K. Schulz, Gipson – Halbauer (Mamutovic, 61.), Tarnat (Nollenberger, 80.), Krauße (Wagner, 61.), M. Schulz (Herrmann, 41.), Ramsak (de Meester, 61.), Kolbe – Testroet
Tore: 0:1 Carl (30., FE). 0:2 Kendel (36). 1:2 Wagner (67.).
Zuschauer: 3.187
Schiedsrichter: Marcel Rühl
