Arthur Lyska stand im Tor. Davor verteidigten Yannick Osee, Marco Kehl-Gómez und Kwabe Schulz. Über die Außenbahnen kamen Seyhan Yigit und Lukas Mazagg, im Zentrum bildeten Niklas Tarnat und Max Christiansen die Achse. Davor agierte Arianit Ferati, im Angriff begannen Mert Tasdelen und David Mamutovic.
SVS mit aktivem Beginn
Der SVS startete aktiv, setzte die Gäste früh unter Druck und kam durch Mamutovic zum ersten Abschluss, der jedoch zu wenig Druck entwickelte (3.). Als Ferati und Tasdelen den Lauterer Torhüter anliefen, versprang diesem der Ball, Sandhausen konnte daraus aber kein Kapital schlagen (5.).
Die erste ernsthafte Möglichkeit der Gäste entstand aus dem Rückraum. Ein druckvoller Flachschuss strich knapp am Pfosten vorbei, brachte Lyska aber nicht in Bedrängnis (12.). In der Folge wurde die Partie intensiver und war von vielen Zweikämpfen geprägt. Beide Mannschaften standen defensiv kompakt, klare Strafraumszenen blieben längere Zeit aus. Tasdelen blockte schließlich einen Lauterer Abstoß mit dem Kopf, ohne dass daraus unmittelbar Gefahr entstand (28.).
Tasdelens Treffer zählt nicht
Dann lag der Ball erstmals im Tor: Ferati flankte aus dem Rückraum auf Tasdelen, der seinen Kopfball platziert ins Eck setzte. Der Treffer wurde allerdings wegen einer Abseitsstellung des Torschützen nicht anerkannt (31.).
Nach einem hohen Ballgewinn von Mamutovic kam Ferati zum Abschluss, Tasdelen setzte nach, doch beide Versuche wurden von der Lauterer Defensive geblockt (37.). Kurz vor der Pause behauptete sich Mamutovic nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte im Zweikampf und zielte aus spitzem Winkel in Richtung Winkel am kurzen Pfosten. Der Gäste-Torhüter verhinderte mit einem guten Reflex die Führung (44.). So ging es torlos in die Halbzeit.
Lyska pariert vom Punkt
Auch nach dem Seitenwechsel fand der SVS im Zentrum nur wenig Raum. Sandhausen investierte mehr in die Offensive und kam zu Möglichkeiten, Lautern verteidigte jedoch weiter kompakt.
Als Ferati im eigenen Strafraum einen Schritt zu spät kam, ging der Lauterer Angreifer zu Fall und der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Lyska ahnte die Ecke und parierte den Schuss nach links stark (59.). Direkt danach wurde es erneut gefährlich: Nach einem Heber kam Lautern wieder an den Ball, doch Kehl-Gómez klärte auf der Linie.
Die Partie wurde nun offener und nahm in beide Richtungen an Tempo auf. Nach einem Eckball von Tarnat entstand ein Gewühl vor dem Lauterer Tor, ehe die Gäste auf der Linie klärten (62.). Wenig später konterte der SVS: Tasdelen zog nach innen und schloss ab, doch ein FCK-Verteidiger rettete per Kopf (65.). Wenig später trug Kwabe Schulz den Ball nach vorne und zog aus großer Distanz mit links ab. Der Torhüter konnte den Schuss nur noch zur Ecke abwehren (68.).
Kehl-Gómez bringt den SVS in Führung
Nach einem Eckball von Ferati holte sich Tarnat den Ball zurück und wurde dabei von einem Verteidiger zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kehl-Gómez sicher zur Sandhäuser Führung (77.). Eine Minute später reagierte der SVS doppelt: Maximilian Wagner kam für Mamutovic, Tim Korzuschek ersetzte Tasdelen (78.). Die Führung hielt jedoch nicht lange. Als Kehl-Gómez der Ball im eigenen Strafraum unglücklich an die Hand sprang, zeigte der Schiedsrichter erneut auf den Punkt. Hofmeister verwandelte den Elfmeter zum 1:1 (83.).
SVS drängt bis zum Schluss
In der Schlussphase blieb Sandhausen bemüht, während sich Kaiserslautern weitgehend auf die Defensive konzentrierte. Das Spiel wurde hektischer. Tasos Leonidis kam für Christiansen in die Partie (88.). Die letzte Möglichkeit gehörte noch einmal dem SVS, doch ein Kopfball von Kehl-Gómez war nicht platziert genug. Wenig später war Schluss.
Stimmen zum Spiel
Cheftrainer Markus Kauczinski, Cheftrainer: „Ich habe ein lachendes und ein weinendes Auge. Wir haben über das gesamte Spiel viel investiert, hatten starke Phasen und haben fußballerisch einen Schritt nach vorne gemacht. Die Mannschaft hatte mehr Kontrolle darüber, wie wir spielen und ein Spiel aufziehen. Gleichzeitig hätten wir die Partie mit unseren Chancen gewinnen müssen. Nach der Führung hatte ich ein gutes Gefühl, durch den Gegentreffer wurde es am Ende noch einmal hektisch. Trotzdem sehe ich eine positive Entwicklung: Wir sind jetzt zum fünften Mal in Folge ungeschlagen. Jetzt geht es darum, die Jungs aufzubauen und in den kommenden Spielen noch mehr herauszuholen. Man hat auch gemerkt, dass uns mit Felix Lohkemper und Stefan Maderer zwei Mittelstürmer fehlen.“
Arthur Lyska: „Ich denke schon, dass wir den Sieg verdient hätten. Ob es am Ende ein Elfmeter war, kann ich nicht genau sagen – meiner Meinung nach eher nicht. Wir müssen aber vor allem schauen, dass wir unsere Chancen besser nutzen und uns vielleicht auch noch ein paar mehr Möglichkeiten herausspielen. Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn wir den Sieg über die Zeit gebracht hätten. Gerade nach dem gehaltenen Elfmeter und unserer Führung war das Momentum eigentlich auf unserer Seite. So ein Spiel kann einer Mannschaft viel geben. Jetzt müssen wir analysieren, woran es gelegen hat, und schauen, dass wir es in Zukunft besser machen.“
Statistik
SV Sandhausen: Lyska – Osee, Kehl-Gómez, Schulz – Yigit, Tarnat, Christiansen (Leonidis, 88.), Mazagg – Ferati – Tasdelen (Korzuschek, 78.), Mamutovic (Wagner, 78.).
Tore: 1:0 Kehl-Gómez (FE, 77.). 1:1 Hofmeister (FE, 83.).
Zuschauer: 2.005
Schiedsrichter: Vincent Schandry.
