SV SANDHAUSEN

SVS holt Heimsieg gegen Offenbach

Der SV Sandhausen gewinnt das Flutlichtspiel gegen Kickers Offenbach mit 1:0 (1:0). Der SVS setzte vor allem mit schnellen Bällen in die Tiefe Akzente und ging durch Mert Tasdelen kurz vor der Pause in Führung. Im zweiten Durchgang erhöhte Offenbach den Druck, doch die kompakte Sandhäuser Defensive brachte den Vorsprung gut über die Zeit.

Im Tor begann Arthur Lyska. In der Dreierkette verteidigten Kwabe Schulz links, Kapitän Marco Kehl-Gómez zentral und Yannick Osee rechts. Über die Außenbahnen kamen Lukas Mazagg und Seyhan Yigit. Max Christiansen und Ken Gipson, der für den gesperrten Tarnat in die Startelf rückte, bildeten die Doppelsechs. Davor agierte Arianit Ferati als Spielmacher, während Mert Tasdelen und David Mamutovic die Doppelspitze bildeten.

Offenbach mit mehr Ballbesitz, SVS sucht die Tiefe

Sandhausen ging die Anfangsphase zunächst abwartend an, während Offenbach das Spiel machte. Die erste gefährlichere Aktion gehörte dennoch dem SVS: Gipson führte einen Freistoß schnell aus und fand Mamutovic mit einem Steilpass in der Tiefe. Der Angreifer enteilte seinem Gegenspieler, sein Abschluss geriet jedoch zu zentral und wurde von Johannes Brinkies pariert (5.).

Auch in der Folge setzte Sandhausen die Offenbacher Defensive immer wieder mit direkten Pässen unter Druck. Ferati sorgte für die nächste Abschlusschance. Der Spielmacher ließ im Mittelfeld in vollem Tempo einen Gegenspieler aussteigen und zog anschließend ab, verfehlte das Tor aber knapp links. Offenbach blieb vor allem nach Standards gefährlich. Nach dem druckvollen Beginn der Gäste nahm die Gefahr aus dem laufenden Spiel zunehmend ab. Nach einem Offenbacher Eckball schaltete der SVS schnell um. Tasdelen lief frei in Richtung Tor, wurde aber noch von einem Verteidiger eingeholt und mit einer riskanten Grätsche am Abschluss gehindert (16.).

Wenig Räume auf beiden Seiten

Beide Defensivreihen hatten in der Folge viel zu tun, standen jedoch stabil. Mitte des ersten Durchgangs verlor Sandhausen etwas den Zugriff auf die Partie. Ballbesitz ging häufig schnell wieder verloren, offensiv fehlte es an Durchschlagskraft. Gleichzeitig gelang es auch Offenbach kaum, aus den eigenen Spielanteilen klare Torchancen zu entwickeln. In der Schlussphase der ersten Hälfte wurde der SVS wieder gefährlicher. Mit dem Rücken zum Tor ließ Tasdelen durch eine Finte gleich zwei Offenbacher stehen und kam frei in Abschlussposition. Erst eine Grätsche im letzten Moment verhinderte die Sandhäuser Führung (35.). Kurz darauf trieb Mamutovic einen Konter nach vorne und bediente Tasdelen. Der Stürmer setzte sich im Dribbling durch, sein anschließender Abschluss ging jedoch deutlich über das Tor (40.).

Tasdelen schlägt kurz vor der Pause zu

Kurz vor dem Halbzeitpfiff belohnte sich der SVS. Einen Freistoß aus der eigenen Hälfte spielte Kehl-Gómez lang und zielgenau in die Spitze. Tasdelen nahm das Zuspiel in vollem Lauf perfekt mit, lief alleine auf Brinkies zu und vollendete rechts oben zur 1:0-Führung (44.). Mit dem knappen Vorsprung ging es in die Pause.

Chancen auf beiden Seiten nach Wiederbeginn

Sandhausen kam gut aus der Kabine: Yigit trieb den Ball nach vorne und spielte auf Mamutovic, der die Seite auf Tasdelen wechselte. Nach dessen starker Ballmitnahme und kluger Ablage kam Ferati aus rund sieben Metern zum Abschluss. Brinkies sicherte den Ball dann im Nachfassen (47.).

Anschließend war die Sandhäuser Defensive gefordert. Lyska parierte zunächst stark aus kurzer Distanz (49.), wenig später war Schulz im entscheidenden Moment dazwischen (50.). Einen weiteren Offenbacher Abschluss später strich der Ball knapp am Tor vorbei (51.). Offenbach war nun besser im Spiel. Der SVS versuchte weiterhin, nach Ballgewinnen schnell umzuschalten, kam dabei aber nicht mehr so effektiv in die Tiefe wie noch im ersten Durchgang.

SVS übersteht Offenbacher Druckphase

Sandhausen hielt der Druckphase stand und setzte selbst wieder Akzente. Nach einem Ballgewinn am Strafraum zog Tasdelen schnell ab, setzte den Ball aber knapp über das Tor (60.). Kurz darauf kam auch Mamutovic gut in den Strafraum, scheiterte jedoch an Brinkies. Die Sandhäuser Defensive stabilisierte sich wieder und stand kompakt. In der 74. Minute wechselte der SVS doppelt: Luka Vukoja ersetzte Gipson, Imad Jaadar kam für Mamutovic. Fast aus dem Nichts kam Offenbach wenig später zu einer weiteren guten Abschlussmöglichkeit, doch Lyska verhinderte mit einer starken Parade den Ausgleich (78.).

Sandhausen verteidigt den Vorsprung

In der Schlussphase erhöhte Offenbach noch einmal den Druck und kam zu mehreren Abschlüssen. Sandhausen gelang es kaum noch, sich dauerhaft zu befreien. Die Schwarz-Weißen hatten nur kurze Ballbesitzphasen, ließen defensiv aber weiterhin kaum klare Möglichkeiten zu. Für Tasdelen kam Teoman Akmestanli in die Partie (83.). In den letzten Minuten wurde die Begegnung zunehmend hektisch. Offenbach drängte auf den Ausgleich, während der SVS geschlossen verteidigte. In der Nachspielzeit ersetzte Tasos Leonidis Ferati (90.+2). Leonidis holte mit seinem ersten Einsatz direkt einen Eckball heraus und verschaffte dem SVS damit unter Druck wertvolle Zeit. Kurz darauf war Schluss: Der SVS brachte die 1:0-Führung über die Zeit und sicherte sich den Heimsieg gegen Kickers Offenbach.

Stimmen zum Spiel

Markus Kauczinski, Cheftrainer: “Die erste Halbzeit war richtig gut. Defensiv war das von der Stabilität her unsere beste Leistung bisher. Gleichzeitig haben wir immer wieder den Weg nach vorne gefunden. Nach dem Seitenwechsel hatten wir direkt das 2:0 auf dem Fuß, haben dann aber für etwa zehn Minuten den Faden verloren. Offenbach hat diese Phase gut genutzt, wir haben sie aber überstanden und anschließend wieder stabil verteidigt. Insgesamt war das eine geschlossene und kompakte Mannschaftsleistung gegen einen guten Gegner. Die Mannschaft hat sehr gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten."

Mert Tasdelen: "Der Knoten ist geplatzt. Der erste Heimsieg in dieser Saison ist natürlich ein unfassbares Gefühl. Die Stimmung war super und die Fans haben uns getragen. So ein 1:0-Arbeitssieg macht dann noch einmal doppelt Spaß. Wir wussten, dass es wieder ein schwieriges Spiel wird. Am Ende haben wir es aber gezogen. Wir versuchen Woche für Woche, das umzusetzen, was der Trainer uns mitgibt. Das hat jetzt zweimal hintereinander gut funktioniert."

Statistik

SV Sandhausen: Lyska – Schulz, Kehl-Gómez, Osee – Mazagg, Yigit – Christiansen, Gipson (Vukoja, 74.) – Ferati (Leonidis, 90.+2) – Tasdelen (Akmestanli, 83.), Mamutovic (Jaadar, 74.).

Tor: 1:0 Tasdelen (44.).

Gelbe Karte: Mamutovic.

Zuschauer: 2.875

Schiedsrichter: Jan-Vincent Ritter

  • Zurück
Top · Aktuelles · Saison · WIR! · Nachwuchs · Fussballcamp · Impressum · Datenschutz · ATGB · AFGB · Barrierefreiheit
© 2019-2026 SV Sandhausen - webdesign by imc marketing & consult gmbh