Aufstellung
Zwischen den Pfosten hütete Schneller das Tor. In der Viererkette begannen Pablo Zahnen Martinez auf der linken Seite, Kwabe Schulz und Benedikt Wimmer im Abwehrzentrum sowie Louis Kolbe rechts. Vor der Defensive übernahm Ken Gipson die Sechserposition. Über die Flügel kamen Phil Halbauer und David Mamutovic, während Jahn Herrmann und Marvin Schulz die Doppel-Zehn bildeten. Im Sturm führte Kapitän Pascal Testroet die Mannschaft an.
Früher Rückstand
Der SVS war zu Beginn um Kontrolle bemüht und suchte den Weg nach vorne, kam zunächst aber trotz guter Ansätze noch nicht entscheidend zum Abschluss. Die erste Großchance gehörte den Gästen: Nach einem Abwehrfehler hatte Rahn am Strafraum viel Platz, setzte seinen Abschluss jedoch klar über das Tor (10.). Wenig später brachte ein Sandhäuser Ballverlust im Spielaufbau Großaspach in Führung. Tasdelen wurde im Strafraum freigespielt und ließ Schneller mit einem Rechtsschuss ins rechte Eck keine Chance (14.).
SVS mit guten Ansätzen, Aspach effizient
Sandhausen reagierte auf den Rückstand prompt und setzte sich nach einem Eckball in der Offensive fest. Halbauer sicherte den zweiten Ball und flankte von links an den zweiten Pfosten, wo Zahnen Martinez am höchsten stieg, mit seinem Kopfball aber nur die Querlatte traf (16.). Wenig später zeigte der SVS erneut einen guten Angriff: Eine sehenswerte Kombination über mehrere Stationen landete bei Testroet, der den Ball unter Druck jedoch nicht schnell genug kontrollieren konnte (20.). Nach dem Gegentreffer blieb der SVS zwar bemüht und hatte mehr Spielanteile, wurde im weiteren Verlauf aber seltener wirklich zwingend. Großaspach nutzte seine Möglichkeiten dagegen konsequent. Nach einem Konter traf Kleinschrodt flach ins rechte Toreck zum 0:2 (35.). Kurz vor der Pause bot sich Sandhausen noch einmal die große Chance zum Anschluss. Nach der Vorarbeit von Testroet kam Herrmann aus kurzer Distanz frei zum Abschluss, setzte den Ball jedoch über das Tor (45.).
Riesenchance nach Wiederbeginn
Der SVS kam mit einer Großchance aus der Kabine. Nach einem Eckball der Gäste setzte Sandhausen den ballführenden Verteidiger in dessen Hälfte früh unter Druck und zwang ihn so zum Ballverlust. In Überzahl legte Marvin Schulz auf Testroet ab, der zunächst den Torhüter aussteigen ließ, mit seinem Abschluss dann aber am nachgerückten Innenverteidiger scheiterte. Es war die Riesenchance auf den Anschlusstreffer (46.). Auch nach dem Seitenwechsel blieb Großaspach mit seinen schnörkellosen Angriffen gefährlich und suchte konsequent den Abschluss. Nach einer Stunde brachte der SVS Yanis Outman für Herrmann (60.). Der Eingewechselte hatte wenig später den Anschlusstreffer auf dem Fuß. Nach der Vorarbeit von Halbauer setzte er den Ball platziert am Keeper vorbei, doch vom Innenpfosten sprang der Abschluss zurück ins Feld (64.).
Vorentscheidung
Der nächste Angriff der Gäste brachte dann die Vorentscheidung. Molinari wurde am Strafraum auf halblinks freigespielt, zog ab und setzte den Ball neben den linken Torpfosten zum 0:3 ins Netz (67.). Kurz darauf wechselte Sandhausen weiter: Für Marvin Schulz kam Nollenberger in die Partie, zudem ersetzte de Meester Halbauer (70.). In der Schlussphase jubelte der SVS zunächst über den vermeintlichen Anschlusstreffer. Nach einem Freistoß auf den zweiten Pfosten brachte Testroet den Ball grätschend noch einmal in die Mitte, wo Mamutovic ihn über die Linie drückte. Der Treffer zählte wegen einer Abseitsposition jedoch nicht (76.). Kurz darauf nahm der SVS den nächsten Doppelwechsel vor: Für Gipson und Testroet kamen Luka Vukoja und Batu Akgöz in die Partie (77.).
Später Treffer als Schlusspunkt
In den letzten Minuten passierte zunächst nicht mehr viel. Großaspach spielte das Ergebnis kontrolliert herunter, ehe dem SVS mit dem letzten Angriff und intensiven Sprints noch der Treffer zum Endstand gelang: Kolbe flankte auf Nollenberger, der zum 1:3 einköpfte (90.) und damit den Schlusspunkt setzte.
Stimmen zum Spiel
Kevin Stotz, Cheftrainer: „Nach einer intensiven Woche und der großen Ausfallliste war die Partie gegen einen eingespielten Gegner ein Brett. Mit ein wenig mehr Spielglück können wir uns etwas früher belohnen und die Chancen nutzen. Wichtig war für mich, dass der Einsatz stimmt und wir alles reinhauen. Das ist uns gelungen.“
Benedikt Wimmer: „Wir wussten von Anfang an, dass es ein schwieriges Spiel gegen einen starken Gegner wird. Ich muss auch sagen, sie haben es gut gemacht. Im Vergleich zu den letzten Spielen haben wir kämpferisch noch einmal eine Schippe draufgelegt. Darauf wollen wir aufbauen.“
Statistik
SV Sandhausen: Schneller – Zahnen Martinez, Kwabe Schulz, Wimmer, Kolbe – Gipson (Vukoja, 77.) – Halbauer (de Meester, 70.), Mamutovic – Herrmann (Yanis Outman, 60.), Marvin Schulz (Nollenberger, 70.) – Testroet (Batu Akgöz, 77.)
Tore: 0:1 Tasdelen (14.), 0:2 Kleinschrodt (35.), 0:3 Molinari (67.), 1:3 Nollenberger (90.)
Zuschauer: 1.947
Schiedsrichter: Tim Waldinger
