Cheftrainer Kevin Stotz schickte Lukas Schneller ins Tor. Zudem begannen Kwabe Schulz, Niklas Tarnat, David Mamutovic, Yannick Osee, Probespieler Saliou Sane, Phil Halbauer, Ken Gipson, Stefan Maderer, Batu Akgöz und Leo Burkhart.
Wie erwartet übernahm der FCK zu Beginn die Initiative, die beste erste Gelegenheit gehörte jedoch dem SVS. Nach einem Eckball und einer anschließenden Balleroberung von Halbauer kam Sane aus rund sechs Metern zum Abschluss, brachte den Ball aber nicht im Tor unter (9.). Wenig später musste FCK-Keeper Krahl nach einer Ecke von Tarnat erneut eingreifen und einen Abschluss von Maderer parieren (12.).
Auf der Gegenseite ging Kaiserslautern nach einem Eckball in Führung. Der Ball rutschte durch, Rasmussen drückte ihn am langen Pfosten zum 0:1 über die Linie (18.). Sandhausen antwortete jedoch schnell: Sane leitete den Angriff selbst ein, erhielt den Ball an der Strafraumkante zurück und schweißte ihn mit dem linken Fuß zum 1:1 in den Winkel (21.). Mit dem Ausgleich im Rücken erspielte sich der SVS gegen den Zweitligisten weitere Möglichkeiten.
Im zweiten Viertel gestaltete sich die Partie ausgeglichener. Der FCK hatte leichte Feldvorteile, insgesamt gab es jedoch weniger Torraumszenen. Nach 45 Minuten nahm Sandhausen den ersten Wechsel vor: Imad Jaadar kam für Gipson ins Spiel (45.). Gefährlich wurde der SVS anschließend mehrfach durch Akgöz. Zunächst wurde sein Distanzschuss nach einem Eckball geblockt (48.), nur eine Minute später fand ein weiterer vielversprechender Abschluss ebenfalls nicht den Weg zum Tor (49.). Der dritte Versuch innerhalb weniger Minuten ging knapp vorbei (51.).
Dann sorgte Tarnat für die Sandhäuser Führung: Einen Freistoß aus spitzem Winkel vom linken Flügel setzte er sehenswert ins lange Eck und traf zum 2:1 (56.). Mit diesem Spielstand ging der SVS in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel wechselte Sandhausen bis auf Jaadar komplett durch. Arthur Lyska, Felix Lohkemper, Mert Tasdelen, Luka Vukoja, Yanis Outman, Lukas Mazagg, Seyhan Yigit, Tasos Leonidis, Jahn Herrmann und Gaoussou Dabo kamen neu auf den Platz, Jaadar blieb im Spiel (60.).
Im dritten Viertel kam der FCK immer wieder zu Möglichkeiten, ließ diese jedoch ungenutzt. Dabei zeigte sich Lyska ebenso aufmerksam wie zuvor Schneller und parierte mehrfach gut. Auf der Gegenseite boten sich dem SVS einige vielversprechende Kontergelegenheiten, die Sandhausen jedoch nicht konsequent ausspielte. Nach einer Flanke von Ritter versprang der Ball im Strafraum, ehe Gibs zum 2:2-Ausgleich traf (84.). Kurz vor dem Ende des dritten Viertels profitierte Azemeta ebenfalls von einem versprungenen Ball und brachte den FCK mit 3:2 in Führung (90.).
Nach dem dritten Viertel ersetzte Eren Ceylan Lohkemper (90.). Sandhausen antwortete kurz darauf: Vukoja profitierte zunächst von einem Fehlpass des FCK, blieb jedoch am Torhüter hängen. Leonidis machte es später besser und traf aus rund 20 Metern in das verwaiste Tor zum 3:3 (97.).
Im Schlussviertel blieben die großen Höhepunkte abseits der Treffer zunächst rar. Tom Glock kam für Jaadar ins Spiel (104.). Wenig später verhinderte Glock mit einer Klärungsaktion auf der Linie gegen einen Schuss von Ritter einen erneuten Rückstand (110.). Der SVS blieb seinerseits um offensive Akzente bemüht und kam unter anderem durch Vukoja zu einer guten Gelegenheit. Kurz vor Schluss nutzten Ritter und Gibs einen Abwehrfehler des SVS und traf zum 3:5-Endstand (117.).
Stimme zum Spiel
Anthony Loviso, Direktor Sport: „Das war ein ordentlicher und über 120 Minuten sehr intensiver Test, in dem wir auch einigen Jugendspielern Spielzeit geben konnten. Insgesamt bin ich zufrieden. Natürlich ärgern uns die Gegentore, weil wir es dem Gegner in diesen Situationen zu einfach gemacht haben. Gleichzeitig waren viele gute Dinge dabei: Wir hatten im Ballbesitz ordentliche Phasen und waren in vielen Situationen griffig und eklig. Darauf können wir aufbauen.“
Kevin Stotz, Cheftrainer: „Wir durften heute einen schönen Nachmittag mit unseren Fans verbringen und haben gegen Kaiserslautern eine gute Leistung gezeigt. Über zweimal 60 Minuten war viel Intensität im Spiel, die ersten 60 Minuten konnten wir für uns entscheiden. Positiv war auch, dass wir nach Rückständen immer wieder zurückgekommen sind. Ärgerlich sind natürlich die beiden Gegentore kurz vor Schluss. Insgesamt stehen heute aber der gute Test und die gemeinsame Zeit mit unseren Fans im Mittelpunkt.“
Statistik
SV Sandhausen 1. Halbzeit: Schneller – Schulz, Tarnat, Mamutovic, Osee, Sane, Halbauer, Gipson (Jaadar, 45.), Maderer, Akgöz, Burkhart.
SV Sandhausen 2. Halbzeit: Lyska – Lohkemper (Ceylan, 90.), Tasdelen, Vukoja, Outman, Mazagg, Yigit, Leonidis, Herrmann, Jaadar (Glock, 104.), Dabo.
Tore: 0:1 Rasmussen (18.). 1:1 Sane (21.). 2:1 Tarnat (56.). 2:2 Gibs (84.). 2:3 Azemeta (90.). 3:3 Leonidis (97.), 3:4 Ritter (117.), Gibs (120.)
Zuschauer: 2.382.
Schiedsrichter: Mika Forster.
