In der ersten Halbzeit begann der SV Sandhausen mit Lukas Schneller im Tor. In der Dreierkette verteidigten von links nach rechts Teoman Akmestanli, Kwabe Schulz und Ken Gipson. Davor bildeten Berk Inaler und Niklas Tarnat die Doppelsechs, über die Außenbahnen spielten Phil Halbauer links und Louis Kolbe rechts. In der Offensive startete David Mamutovic neben Luca de Meester. In der Spitze führte Kapitän Pascal Testroet den SVS an.
Nürnberg konsequent, SVS ohne Ertrag
Bereits nach elf Minuten ging Nürnberg durch ein Eigentor von Kwabe Schulz in Führung (11.). Der Gastgeber erhöhte durch Rau (20.) und Kusanovic (38.) – damit war die Partie zur Pause vorentschieden. In der ersten Halbzeit fehlte dem SVS insgesamt die nötige Griffigkeit, um Nürnbergs Effizienz zu bremsen und die eigenen Möglichkeiten in Zählbares umzuwandeln.
Nach der Pause viele Wechsel – Nachwuchs sammelt Minuten
Zur zweiten Halbzeit wechselte Sandhausen umfangreich durch und brachte dabei auch zahlreiche Akteure aus der U17 und U19: Zur zweiten Halbzeit stellte Sandhausen nahezu komplett um (46.): Arthur Lyska ersetzte Schneller im Tor, Zahnen Martinez kam für Akmestanli, Leonardo Zikora für Schulz und Gaoussou Dabo für Gipson. Zudem wurden Tom Stadler für Inaler und Robin Krauße für Tarnat eingewechselt. Offensiv folgten Eren Ceylan für Mamutovic, Diego Scheuß für de Meester, Nico Nollenberger für Halbauer und Yanis Outman für Kolbe, während Maximilian Wagner Kapitän Testroet im Sturmzentrum ersetzte. Die jungen Spieler fügten sich gut ein, zeigten eine ordentliche Leistung und nutzten die Einsatzzeit, um auf Regionalliga-Niveau wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Nürnberg blieb dennoch effektiv und baute die Führung durch Menig aus (54.). In der Schlussphase kamen Tim Glock für Zikora und Luka Vukoja für Scheuß (70.) ins Spiel, ehe Obiogumu den Endstand herstellte (82.). Insgesamt war es ein verdienter Sieg für die Nürnberger U23.
Stimme zum Spiel
Cheftrainer Olaf Janßen: „Eine in der Höhe sicher nicht zu erwartende Niederlage, das muss man sagen. Ich hoffe, dass das Spielergebnis eine heilende Wirkung hat und allen bewusst macht, dass wir immer bei 100 Prozent sein müssen. Es gibt dennoch Faktoren, die zu berücksichtigen sind: Die Jungs waren müde. Hinzu kommt, dass wir viele Chancen liegen lassen und Nürnberg aus wenigen Chancen viele Tore macht. Das Spiel hat uns geerdet, wir müssen die Partie richtig einsortieren. Die Jungs haben jetzt zwei Tage Zeit, sich zu regenerieren.“
Statistik
SV Sandhausen: Schneller (Lyska, 46.) – Akmestanli (Zahnen Martinez, 46.), Schulz (Zikora, 46., Glock, 70.), Gipson (Dabo, 46.) – Inaler (Stadler, 46.), Tarnat (Krauße, 46.) – Halbauer (Nollenberger, 46.), Kolbe (Outman, 46.) – Mamutovic (Ceylan, 46.), de Meester (Scheuß, 46., Vukoja, 70.) – Testroet (Wagner, 46.).
Tore: 1:0 Schulz (ET, 11.). 2:0 Rau (20.). 3:0 Kusanovic (38.). 4:0 Menig (54.). 5:0 Obiogumu (82.).
Foto: Michael Hahn | 1. FC Nürnberg
