Nach der Interims-Lösung bis zum Saisonende hat der SV Sandhausen die vergangenen Wochen genutzt, um die sportliche Situation, die Entwicklung der Mannschaft und die Anforderungen an die Cheftrainerposition sorgfältig zu bewerten. Im Ergebnis steht fest: Der SV Sandhausen sieht in Kevin Stotz die passende Besetzung, um die begonnene Entwicklung weiter voranzutreiben.
„Kevin hat in den vergangenen Wochen vor allem inhaltlich überzeugende Arbeit geleistet“, sagt Anthony Loviso, Direktor Sport des SV Sandhausen. „Der Austausch mit ihm war von Beginn an sehr gut. Er hat einen klaren Plan, ist kommunikativ, klar in seinem Handeln und hat eine gute Verbindung zur Mannschaft aufgebaut. Diese Mischung war für unsere Entscheidung von großer Bedeutung.“ Stotz hatte die Mannschaft nach der Beendigung der Zusammenarbeit mit Olaf Janßen übernommen und in kurzer Zeit eigene Impulse gesetzt. Neben der täglichen Trainingsarbeit überzeugte die Verantwortlichen vor allem die Art und Weise, wie der Cheftrainer Inhalte vermittelt, mit dem Team arbeitet und die Mannschaft in die Verantwortung nimmt.
Auch Kevin Stotz blickt mit großer Vorfreude auf die weitere Zusammenarbeit. Für ihn ist die Aufgabe nicht nur sportlich, sondern auch persönlich besonders: „Ich freue mich sehr über das Vertrauen der Vereinsführung und die Möglichkeit, diese Aufgabe als Cheftrainer des SV Sandhausen weiterführen zu dürfen“, sagt Stotz. „Ich komme aus der Region, habe schon als Jugendlicher hier gespielt und damals zur ersten Mannschaft aufgesehen. Jetzt selbst in dieser Verantwortung zu stehen, bedeutet mir sehr viel.“ In den vergangenen Wochen habe das Trainerteam „die Mannschaft in einer schwierigen Phase übernommen und intensiv daran gearbeitet, wieder Stabilität und Energie auf den Platz zu bringen. Dabei ist eine gute Verbindung zur Mannschaft entstanden. Alles war schnell sehr eingespielt, macht Spaß und weckt Lust auf mehr.“
Die Arbeit im Nachwuchsleistungszentrum bleibt für Stotz ein wichtiger Bestandteil des eingeschlagenen Weges. Viele Spieler aus der U17 und U19 trainierten in dieser Saison bereits bei der ersten Mannschaft mit und sammelten Einsatzminuten. „Diese Verbindung wollen wir weiter stärken. Natürlich verlasse ich das NLZ und mein Team mit einem weinenden Auge, kann diesen Schritt aber mit gutem Gewissen gehen, da die Planungen für die kommende Saison weitgehend abgeschlossen sind.“ Mit der Entscheidung für Stotz ist gleichzeitig klar, dass die bisher von ihm besetzte Position des NLZ-Leiters vakant ist. Der SV Sandhausen will diese Stelle zeitnah neu besetzen – die Suche nach einer geeigneten Nachfolge läuft bereits.
