SV SANDHAUSEN

Verdiente Niederlage in Offenbach

Der SV Sandhausen hat das Auswärtsspiel bei Kickers Offenbach im Stadion am Bieberer Berg mit 0:2 (0:0) verloren. Die Gastgeber waren über weite Strecken die aktivere Mannschaft, während der SVS defensiv gebunden blieb und sich nur selten entlasten konnte. Schon in der ersten Halbzeit stand Sandhausen unter Druck, ehe Offenbach kurz nach dem Seitenwechsel seine Überlegenheit in Tore ummünzte.

Mit einer geänderten Grundordnung ging der SVS am Bieberer Berg in die Partie. Vor Torhüter Schneller bildeten Ken Gipson auf rechts, Benedikt Wimmer und Kwabe Schulz im Zentrum sowie Phil Halbauer auf links die Viererkette. Auf der Doppelsechs begannen Niklas Tarnat und Robin Krauße, während Jahn Herrmann die zentrale Position hinter der Spitze übernahm. Über die Flügel sollten Louis Kolbe auf rechts und David Mamutovic auf links für Akzente sorgen. Im Sturmzentrum führte Kapitän Pascal Testroet den Angriff an.

Früher Druck der Gastgeber

Offenbach war in der Anfangsphase insgesamt die aktivere Mannschaft, lief früh an und setzte den Sandhäuser Spielaufbau damit immer wieder unter Druck.  Die Gastgeber kamen früh zum ersten Abschluss, der jedoch ohne größere Gefahr blieb (4.). Der SVS musste den Fokus klar auf die Defensive legen und setzte offensiv kaum Akzente. Die erste Sandhäuser Möglichkeit ergab sich nach knapp 20 Minuten. Wimmer kam per Kopf zum Abschluss, doch Offenbachs Torhüter parierte problemlos (20.).

Umkämpfte Phase bis zur Pause

In der Folge blieb der SVS vor allem in der Defensive gefordert. Die eigenen Offensivbemühungen blieben ohne Ertrag und verliefen immer wieder im Sand, während sich eine umkämpfte Partie entwickelte. Kurz vor der Pause wurde es nach einem Ballverlust im Sandhäuser Aufbauspiel besonders brenzlig. Als Schneller bereits geschlagen war, rettete Gipson auf der Linie und verhinderte den Rückstand (40.). In der Schlussphase der ersten Hälfte musste zudem Wimmer nach einem Zusammenprall am Kopf behandelt werden. Sein Gegenspieler Borsum blieb dabei blutend liegen, beide Akteure konnten nach der Behandlung jedoch weiterspielen (45.).

Doppelschlag nach der Pause

Offenbach erwischte den besseren Start in die zweite Halbzeit und ging früh in Führung. Über die linke Sandhäuser Seite kamen die Gastgeber zum Abschluss, Schneller parierte zunächst, lenkte den Ball jedoch direkt vor die Füße von Gipson. Von dort sprang der Ball unglücklich zu Berlinski, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste (47.). Offenbach legte wenig später nach. Nachdem der SVS den Ball nicht entscheidend klären konnte, setzten sich die Gastgeber erneut über die linke Sandhäuser Seite durch. Die flache Hereingabe verlängerte Berlinski mit der Hacke an den zweiten Pfosten, wo Borsum zum 2:0 einschob (55.).

Wenig Entlastung für den SVS

Beim SVS folgte kurz darauf ein Doppelwechsel: Marvin Schulz und Pablo Zahnen Martinez kamen für Mamutovic und Halbauer in die Partie (61.). Doch auch danach blieb Sandhausen offensiv weitgehend harmlos. Mit Tom Stadler für Niklas Tarnat nahm der SVS in der Schlussphase den nächsten Wechsel vor (76.). Wenig später kamen mit Eren Ceylan und Batu Akgöz für Herrmann und Testroet zwei weitere Spieler in die Partie, die ebenso wie Stadler aus dem Hardtwald Campus, dem Nachwuchsleistungszentrum des SVS, stammen (79.). Zwingende Chancen auf eine Wende erspielte sich Sandhausen jedoch auch danach nicht mehr, sodass die Partie verdient verloren ging.

Stimmen zum Spiel

Anthony Loviso, Direktor Sport: „Das war heute eine verdiente Niederlage. Wir waren in allen Belangen unterlegen – sowohl mit Ball als auch ohne Ball. Besorgniserregend ist für mich, dass wir das Spiel auf emotionaler Ebene komplett aus der Hand gegeben haben. In so einem Stadion, vor dieser Kulisse, muss man emotional am Limit sein – und das waren wir heute nicht.“

Olaf Janßen, Chefcoach: „Man muss klar sagen, dass Offenbach uns heute in allen Belangen überlegen war. Wir hatten nach vorne gefühlt fast nichts und konnten froh sein, mit dem 0:0 in die Halbzeit zu gehen. Direkt nach der Pause bekommen wir dann die Gegentore und haben offensiv weiterhin keine Lösungen gefunden. Man hat gemerkt, dass einigen Jungs auf so einer Bühne noch ein Stück das Vertrauen gefehlt hat. Trotzdem nehme ich auch etwas Positives mit: Wir hatten drei junge Spieler auf dem Platz, sie es in so einem Stadion vor dieser Kulisse ordentlich gemacht und gefühlt mehr Gefahr ausgestrahlt haben als der Rest vorher.“
 

Statistik

SV Sandhausen: Schneller – Gipson, Wimmer, Kwabe Schulz, Halbauer (Zahnen Martinez, 61.) – Tarnat (Stadler, 76.), Krauße – Kolbe, Herrmann (Ceylan, 79.), Mamutovic (Marvin Schulz, 61.) – Testroet (Akgöz, 79.)

Kickers Offenbach: Brinkies – Borsum, Dejanovic, Staude, Knothe, Arh Cesen, Goselink, Berlinski, Karada, Breitenbach, Marcos

Tore: 1:0 Berlinski (47.), 2:0 Borsum (55.)

Gelbe Karten: Tarnat, Krauße, Kwabe Schulz

Zuschauer: 5.358

Schiedsrichter: Jan-Vincent Ritter

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