Kevin Stotz über…
… die Niederlage in Trier:
„Ich glaube, wir müssen nicht groß drum herumreden: Das war wohl das schwächste Spiel, seit ich hier Trainer bin. Wir hatten eigentlich eine gute Trainingswoche, haben uns ein paar Dinge überlegt und angepasst, die in den Anfangsminuten auch aufgegangen sind. Dann geraten wir früh durch einen Fehler von uns in Rückstand. Danach hat man schon gemerkt, dass uns mit Marco Kehl-Gómez und Felix Lohkemper zwei Führungsspieler auf dem Platz gefehlt haben, die in so einer Situation das Heft in die Hand nehmen. Insgesamt war es einfach kein gutes Spiel von uns.“
… die Reaktion der Mannschaft:
„Die Jungs können das Spiel selbst sehr gut einschätzen. Natürlich waren die Köpfe danach unten, weil wir uns das anders vorgestellt hatten. Wir haben die Partie analysiert und klar darüber gesprochen. Trier hat uns nicht hergespielt, sondern war in den Zweikämpfen aggressiver und hat in diesen Situationen mehr investiert. Das darf uns nicht passieren. Wir müssen damit rechnen, dass die Gegner gegen Sandhausen immer noch ein paar Prozent mehr reinwerfen. Das Spiel ist jetzt aber abgehakt. Am Samstag müssen und wollen wir ein anderes Gesicht zeigen.“
… die Lehren für das Spiel in Kassel:
„Wir haben im Training einen klaren Fokus auf die Zweikämpfe gelegt. Wir wollen deutlich präsenter und körperlicher ins Spiel gehen. In Trier haben wir uns ein Stück weit den Schneid abkaufen lassen. Im Moment geht es darum, über diese Tugenden ins Spiel zu finden. Wir haben nach wie vor gute Fußballer in unseren Reihen, aber darauf können wir uns nicht verlassen. Die Grundtugenden müssen stimmen. Wir müssen mit vollem Willen und vollem Einsatz in die Partie gehen.“
… das Personal:
„Marco Kehl-Gómez kehrt nach seiner Sperre zurück. Felix Lohkemper ist wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und wird am Wochenende ebenfalls dabei sein. Ob es schon für die Startelf reicht, entscheiden wir nach dem Abschlusstraining. Auch Tasos Leonidis und Phil Halbauer sind wieder im Training. Damit fehlt aktuell vor allem Yanis Outman, der mit seinem Syndesmoseriss leider länger ausfallen wird.“
… den Stand bei Maxi Wagner:
„Maxi ist seit ein, zwei Wochen wieder auf dem Platz und absolviert sein Reha-Training. Inzwischen hat er auch erste Teile mit der Mannschaft mitgemacht, beispielsweise das Aufwärmen und erste Übungen mit Ball. Er ist also teilweise wieder integriert. Wir hoffen, dass er in den kommenden ein bis zwei Wochen den nächsten Schritt machen und wieder vollständig ins Mannschaftstraining einsteigen kann.“
… Luka Vukoja und die Einbindung junger Spieler:
„Luka hat sich reingehauen. Es ist der Weg, den der Verein eingeschlagen hat und weitergehen möchte, junge Spieler zu integrieren und ihnen Einsatzzeiten zu geben. Das wollen wir auch weiterhin machen.“
… die Situation bei Stefan Maderer:
„Stefan ist nach einer Verletzung zu uns gekommen und hat die Vorbereitung zwar weitestgehend absolviert, hat aber weiterhin ein, zwei Themen. Das wurde in dieser Woche noch einmal gründlicher untersucht. Es ist leider keine Sache, bei der nicht völlig klar ist, wo man ansetzen muss. Deshalb ist es bei ihm aktuell noch ein Fragezeichen und der Grund, warum es momentan eher für Kurzeinsätze reicht.“
… Neuzugang Max Christiansen:
„Max hat unsere Vorbereitung nicht mitgemacht, weil er erst sehr spät zu uns gestoßen ist. Dementsprechend ist er noch nicht bei 100 Prozent und wird etwas Zeit brauchen, um sich anzupassen. In Trier hat man aber schon gesehen, was er uns geben kann. Er bringt viel Erfahrung mit, kann Ruhe in unser Spiel bringen und den Aufbau von hinten gestalten. Deshalb bin ich froh, dass er bei uns ist.“
… den KSV Hessen Kassel:
„Man darf sich von der bisherigen Punktausbeute nicht täuschen lassen. Die Spiele von Kassel waren größtenteils eng und hätten auch in ihre Richtung ausschlagen können. Sie haben mit Spielern wie Tim Knipping und Sercan Sararer viel Erfahrung im Kader und mit Mirnes Pepic zuletzt noch einmal einen Qualitätsspieler verpflichtet. Kassel ist ein Verein, der sich nicht verstecken und eine ambitionierte Runde spielen möchte. Da steckt einiges an Qualität im Kader, deshalb dürfen wir sie auf keinen Fall unterschätzen.“
… die Erwartungshaltung und den Druck:
„Ich bin der Erste, der mit unserer Punktausbeute nicht zufrieden ist. Wir sind mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen ordentlich gestartet, dann kam gegen Homburg die frühe Rote Karte und in Trier hatten wir jetzt ein Spiel, bei dem wir klar sagen müssen: Das war nicht gut. Trotzdem gibt es keinen Grund, die Ruhe zu verlieren. Wir haben diese Woche intensiv und fokussiert gearbeitet. Jetzt sind wir alle zusammen gefragt, eine Reaktion zu zeigen. In erster Linie liegt es an den Spielern auf dem Platz, das am Samstag geradezurücken.“
