Vor dem Spiel spricht Cheftrainer Markus Kauczinski über die Aufarbeitung des Ulm-Spiels, die weitere Entwicklung seiner Mannschaft, den kommenden Gegner und die personelle Situation.
Markus Kauczinski über …
… die Aufarbeitung des 2:2 gegen Ulm:
„Direkt nach dem Spiel war die Enttäuschung natürlich groß. Wir hatten zweimal geführt und das Gefühl, etwas liegen gelassen zu haben. Mit etwas Abstand muss man aber auch sagen, dass Ulm ein gutes Spiel gemacht hat und das Unentschieden insgesamt leistungsgerecht war. Für uns gibt es einige Dinge, die wir daraus mitnehmen können. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir den Gegner zu leicht spielen lassen und nicht konsequent genug verteidigt. Nach dem 2:2 haben wir plötzlich wieder nach vorne gespielt und uns innerhalb von zehn Minuten drei große Chancen erarbeitet. Genau solche Phasen müssen wir besser steuern.“
… den nächsten Entwicklungsschritt:
„Wir haben eigentlich schon alles gezeigt, was wir brauchen. Wir haben gekämpft, guten Fußball gespielt, ein gutes Gegenpressing und gute Raumaufteilungen gezeigt. Aber wir haben diese Dinge noch nicht konstant zusammengebracht. Genau darum geht es jetzt. Wir müssen auch in Phasen, in denen wir tiefer stehen, aggressiv bleiben und dürfen dem Gegner nicht zu leicht den Weg vor unser Tor ermöglichen. Es geht darum, diese Verhaltensweisen über das gesamte Spiel stabil abzurufen.“
… die Trainingswoche
„Es ist eine kurze Woche. Nach dem Spielersatztraining und der Regeneration hatten wir am Montag frei. Danach haben wir zunächst in engen Räumen gearbeitet, unter anderem am Gegenpressing und am Schließen von Lücken. In größeren Spielformen habe ich auch Spieler auf anderen Positionen gesehen und Dinge ausprobiert. Jetzt geht es zunehmend um die taktische Vorbereitung auf Walldorf.“
… den FC-Astoria Walldorf:
„Walldorf ist ein starker Gegner, der guten Fußball spielt und sehr gut eingespielt ist. Sie haben klare Abläufe und sind gerade im Übergangsspiel sehr variabel. Ich habe in dieser Liga inzwischen Mannschaften aus unterschiedlichen Tabellenregionen gesehen und die Unterschiede sind sehr gering. Alle Mannschaften können Fußball spielen und haben ihre Qualitäten. Das gilt für Walldorf genauso.“
… die eigene Herangehensweise:
„Für uns geht es darum, stabiler zu werden und unsere Anker im Spiel zu finden. Wir wollen nicht nachlassen oder stehen bleiben, sondern auch in schwierigeren Phasen aktiv und intensiv bleiben. Der Gegner kommt aktuell noch zu leicht in gefährliche Räume, obwohl wir teilweise mit vielen Spielern hinter dem Ball sind. Daran arbeiten wir.“
… die aktuelle Situation:
„Wir haben unter mir jetzt drei Spiele absolviert, eines gewonnen und zweimal unentschieden gespielt. Für sich betrachtet wäre das ein ordentlicher Start. Natürlich wissen wir aber auch, aus welcher Ausgangslage wir kommen. Deshalb bringt es nichts, sich große Gedanken über Tabellenstände oder mögliche Serien zu machen. Unser Fokus liegt auf der Leistung und darauf, jeden Tag besser zu werden.“
… die Bedeutung des Nachbarschaftsduells:
„Natürlich hat dieses Spiel durch die Nähe der beiden Vereine eine besondere Bedeutung. Die Mannschaft aus der vergangenen Saison ist aber nicht mehr dieselbe, deshalb spielt das, was damals passiert ist, für mich keine große Rolle. Entscheidend ist, dass wir unser Ding durchziehen. Die besondere Bedeutung des Spiels ist noch einmal ein zusätzlicher Reminder für die Mannschaft, aber am Ende wollen wir unabhängig davon jedes Spiel gewinnen.“
… die personelle Situation:
„Ken Gipson hat in dieser Woche zunächst reduziert und anschließend wieder normal trainiert. Er ist damit eine Option für den Kader. Stefan Maderer hat seine Belastung ebenfalls gesteigert und wird teilweise wieder integriert, für Freitag reicht es bei ihm aber noch nicht. Ansonsten haben die Jungs das Spiel gegen Ulm gut überstanden.“
