SV SANDHAUSEN
21.06.2020 15:30 Uhr

0:1-Niederlage gegen Dynamo Dresden im letzten Heimspiel der Saison

Sandhausen. Der SV Sandhausen hat sein letztes Heimspiel der Saison 2019/20 verloren. Gegen Dynamo Dresden setzte es im BWT-Stadion am Hardtwald eine 0:1-Niederlage.

Verlaat, Frey und Bouhaddouz rücken in die Startelf

Der SVS läuft am vorletzten Spieltag gegen die Sachsen mit dem in den vergangenen Wochen erprobten 3-4-3-System auf. Cheftrainer Uwe Koschinat nimmt allerdings verletzungsbedingt drei Wechsel vor, in jedem Mannschaftsteil einen. Für Aleksandr Zhirov, der zuletzt im Spiel beim VfB Stuttgart (1:5) einen Schlag aufs Knie erlitten hatte, rückt Jesper Verlaat in die Innenverteidigung. Im defensiven Mittelfeld läuft Marlon Frey für Emanuel Taffertshofer, den ein eingeklemmter Nerv plagt, auf. Im Angriff fehlt Kevin Behrens verletzungsbedingt, er war im Training umgeknickt. Aziz Bouhaddouz rückt dafür ins Team.

Erste Torannäherungen durch Frey und Biada

Von Beginn an versucht der SVS das Spiel an sich zu reißen. Gerade in den ersten zehn Minuten spielt sich das Geschehen hauptsächlich in der Dresdner Hälfte ab. Die Sandhäuser verzeichnen in dieser Phase auch erste Torannäherungen durch Marlon Frey, dessen Schuss in der fünften Minute gehalten wird, und Julius Biada, der es aus spitzem Winkel probiert, den Ball jedoch die Torlinie entlang und damit auch am Kasten vorbei spielt (10‘).

Großchancen für Bouhaddouz und Kister

Zwar kann sich Dynamo im Anschluss etwas befreien, die aktivere Mannschaft bleibt aber zunächst der SVS. Die ersten Großchancen folgen ab der 17. Minute direkt hintereinander. Zunächst kommt Aziz Bouhaddouz in gefährlicher Position zum Abschluss, setzt den Ball jedoch neben den Kasten (17‘). Es folgt eine Ecke von Leart Paqarada, der Tim Kister findet. Der Innenverteidiger köpft aufs lange Eck, Torhüter Kevin Broll ist bereits geschlagen, doch Chris Löwe kann den Ball kurz vor der Torlinie noch klären (18‘).

Bouhaddouz muss Angriff abbrechen

Größere Chancen verzeichnen die Kurpfälzer danach bis zur Pause nicht mehr. In der 35. Minute läuft Aziz Bouhaddouz zwar frei auf das Dresdner Gehäuse zu, bricht den Angriff aber ab, weil er sich beim Pass von Julius Biada im Abseits befunden hatte.

Erste Chancen für Dynamo

In den letzten zehn Minuten vor dem Seitenwechsel wird Dynamo stärker. Simon Makienok bugsiert den Ball in der 37. Minute über das Tor, eine Minute später köpft René Klingenburg nach einer Ecke am Tor vorbei. Es bleibt beim 0:0 zur Pause.

Hauk gibt sein Zweitliga-Debüt

Im zweiten Durchgang muss SVS-Coach Koschinat nach gut zehn Minuten einen Wechsel in der Defensive vornehmen. Gerrit Nauber kann mit einer lädierten Schulter nicht weiterspielen, für ihn kommt Roman Hauk in die Partie. Zwei weitere Wechsel sollen kurz darauf das Offensivspiel ankurbeln, Mario Engels und Enrique Peña Zauner spielen ab der 61. Minute für Julius Biada und Robin Scheu. Chancen bleiben in der ersten Viertelstunde des zweiten Durchgangs zunächst die Ausnahme.

Gelb-Rot nach einer Tätlichkeit an Peña Zauner

Die bis dahin größte Gelegenheit im zweiten Durchgang ergibt sich für Dynamo Dresden in der 66. Minute. Nach einem Fehlpass des SVS zieht Makienok ab, der Ball geht knapp am rechten Pfosten vorbei. Kurz darauf stößt Dresdens Chris Löwe nach einem Zweikampf den eingewechselten Peña Zauner zu Boden und sieht dafür die Rote Karte (71‘).

Gegentreffer fällt in der 90. Minute

Knapp zehn Minuten vor Schluss wechselt Koschinat erneut doppelt und bringt Besar Halimi für Bouhaddouz sowie Erik Zenga für Frey in die Partie. In den letzten Minuten der Partie überschlagen sich dann noch mal die Ereignisse. Nach einem Schuss von Dresdens Patrick Ebert, der knapp am SVS-Tor vorbeigeht (84‘), verpassen Dennis Diekmeier mit einem Schuss aufs lange Eck (84‘) und Denis Linsmayer per Kopf (86‘) das 1:0 für den SVS. In der 89. Minute sieht der eingewechselte Erik Zenga nach einer Schiedsrichterprovokation die Gelb-Rote Karte. Direkt darauf gelingt Dynamo Dresden der Siegtreffer zum 1:0 durch Markus Hartmann, der nach einem langen Ball am Ende goldrichtig steht und das Spielgerät ins Tor schiebt (90‘). Letzte Versuche des SVS noch einen Punkt mitzunehmen bleiben erfolglos.

Weiter geht’s für den SV Sandhausen am Sonntag, den 28. Juni, mit dem Auswärtsspiel beim Hamburger SV. Anpfiff im Volksparkstadion ist dann um 15:30 Uhr.

SV Sandhausen: Fraisl – Verlaat, Kister, Nauber (55‘ Hauk) – Diekmeier (C), Linsmayer, Frey (81‘ Zenga), Paqarada – Biada (61‘ Engels) – Bouhaddouz (81‘ Halimi), Scheu (61‘ Peña Zauner).

Dynamo Dresden: Broll – Kreuzer, Nikolaou, Ballas (C) (61‘ Wahlqvist), Löwe – Hartmann – Königsdörffer (81‘ Atik), Klingenburg (67‘ Ebert), Terrazzino, Schmidt (67‘ Horvath) – Makienok.

Tor: 0:1 Hartmann (90‘)

Rote Karte: Löwe (71‘, Tätlichkeit).

Gelb-Rote Karte: Erik Zenga (89., Schiedsrichterprovokation).

Die Stimmen zum Spiel SV Sandhausen gegen SG Dynamo Dresden (0:1)

Mikayil Kabaca: Die Enttäuschung ist riesengroß. Wir haben noch ordentlich ins Spiel gefunden und die ein oder andere Chance verpasst, in Führung zu gehen. Nach der Pause hat unser Spiel gehangen, wir hatten dennoch zwei gute Chancen, mit denen man eigentlich einen Treffer erzielen muss. Das war dann von uns einfach zu wenig. Es kommt dann wie es kommen muss, Dresden schießt aus dem Nichts das 1:0. Wir wollten eigentlich noch mal einen draufsetzen, nachdem wir frühzeitig den Klassenerhalt sichern konnten. Das ist uns bisher nicht gelungen.

Uwe Koschinat: Wir müssen unterscheiden zwischen einer emotionalen und einer sachlichen Ebene. Auf letzterer müssen wir festhalten, dass wir das Spiel hervorragend angenommen haben. Wir haben über einen langen Zeitraum sehr gut verteidigt und sehr wenig zugelassen. Im zweiten Durchgang konnten wir, als Dresden irgendwann auf alles oder nichts gespielt hat, unser noch mal etwas beschleunigen, haben unsere Chancen allerdings schlecht abgeschlossen. Den Vorteil der Überzahl nach der Roten Karte gegen Dresden hätten wir eigentlich nutzen müssen, wir haben uns unseren Vorteil aber mit unserer Gelb-Roten Karte selbst wieder kaputtgemacht und genau aus dieser Situation heraus das 0:1 kassiert. Unter emotionalen Gesichtspunkten ärgert es mich, dass wir am Ende nicht gut genug waren, um drei Punkte zu holen und uns damit in der Tabelle einen richtig vorzeigbaren Platz zu erspielen.  

Tim Kister: Wir hatten das Spiel eigentlich im Griff, es war ein offener Schlagabtausch, in dem wir die besseren Chancen hatten. Erik muss sich in der Situation, die zur Gelb-Roten Karten führt, natürlich besser im Griff haben, der Schiedsrichter hätte aber etwas mehr Fingerspitzengefühl zeigen können. Danach fangen wir ein bescheuertes Tor, bei dem ich nicht verstehen kann, wie sich Dresden so freispielen kann.

Jesper Verlaat: Es war ein sehr intensives Spiel. Wir hatten den Gegner in den ersten 35 Minuten ganz gut im Griff, die letzten zehn Minuten im ersten Durchgang haben wir etwas die Kontrolle verloren, wir sind aber wieder besser aus der Halbzeit gekommen und haben unseren Spielplan eigentlich durchgezogen. Es ist natürlich total bitter, dass nach der Gelb-Roten Karte der Freistoß direkt zum 1:0 für Dresden führt. Das hätte nicht passieren dürfen. Ich selbst bin, denke ich, ganz gut ins Spiel reingekommen und bin froh, dass ich die 90 Minuten bekommen habe.

SV Sandhausen - SG Dynamo Dresden (0:1)

SV SandhausenSG Dynamo Dresden
Die Aufstellungen am 21.06.2020 15:30 Uhr
Fraisl - Nauber (55. Hauk) - Kister - Verlaat - Diekmeier - Paqarada - Frey - Linsmayer - Biada (61. Engels) - Scheu (61. Zauner) - Bouhaddouz (81. Halimi)Broll - Kreuzer (61. Wahlqvist) - Ballas - Nikolaou - Löwe - Hartmann - Klingenburg (67. Ebert) - Schmidt (67. Horvath) - Terrazzino - Köngisdörffer (81. Atik) - Makienok Christoffersen
Auf der Auswechselbank
Wulle, Dieckmann, Hauk, Halimi, Zauner, Türpitz, Zenga, Engels, KlingmannBoss, Tømming Hämäläinen, Wahlqvist, Atik, Ebert, Horvath, Hušbauer, Kulke
Die Trainer
unbekanntunbekannt
So fielen die Tore
-90. Marco Hartmann 0:1
Schiedsrichter
unbekannt
Zuschauer
-
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