SV SANDHAUSEN

FCSP-SVS im Rückspiegel

Die Mannschaft des SV Sandhausen nimmt nach dem 1:1 gegen den FC St. Pauli einen Punkt mit vom Hamburger Kiez. Am Tag nach dem Spiel ist die Mannschaft bereits wieder am Hardtwald eingetroffen und arbeitet auf dem Trainingsplatz. Ein guter Zeitpunkt, die Partie aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Im Gespräch mit Chef-Coach Alois Schwartz, Patrick Drewes und Janik Bachmann erfahren wir, was hinter der 7 als Zahl des Spiels steckt und wie sich Jay mit drei verschiedenen Positionen während einer Partie zurechtfindet.

Alois Schwartz über die Doppelspitze ohne gelernten Mittelstürmer und die Marschroute nach dem Dreifachwechsel: „Wir wussten, dass der Gegner uns nicht gut ins Spiel kommen lässt. Deshalb haben wir Jay und Alex in die Sturmspitze gestellt, um mit deren Schnelligkeit und laufintensivem Spiel hinter die Abwehrkette zu kommen und diese Anlaufen zu können. Beim dreifachen Wechsel war es uns ebenfalls wichtig, mit dem Tempo von Cebio und Chris in die Freiräume zu kommen.“

David Kinsombi über sein „Näschen“ vor dem Führungstreffer und die Marschroute vor der Partie: „Nach dem Standard stand ich richtig, weil mir mein Gefühl sagte, dass der Ball dort landet - so konnte ich den Treffer erzielen. Ich denke, wir fahren gut damit, wenn wir wenig Tore kassieren und kompakt stehen. In den letzten Auswärtsspielen haben wir kurz vor Schluss Nackenschläge kassiert. Das wollten wir stabilisieren, was uns gegen Kaiserslautern und St. Pauli gelungen ist.“

Janik Bachmann über seine variablen Positionen: „Ich habe heute im Sturm begonnen, dann mit Mey auf der Sechs gespielt und am Ende kurz auf der 8. Ich gehe dort hin, wo ich gebraucht werde. Wir haben insgesamt wenig zugelassen, deshalb geht der Punkt in Ordnung.“

Patrick Drewes über seinen Reflex beim Torschuss von Paulis Daschner: „Gegen Daschner hat mir mein Reflex sehr gut geholfen. Mal springt so ein Ball ins Tor, manchmal kann man ihn halten. In dieser Situation hat es funktioniert.“

Die Statistik:

Nach Toren endete die Partie unentschieden, doch in den meisten übrigen statistischen Werten haben die Kiez-Kicker die Nase vorn: Mit deutlich mehr Abschlüssen (25:7), mehr als doppelt so vielen Pässen (628:277), von denen der Großteil sein Ziel erreichten (85%:63%) und viel mehr Standardsituationen (23:7) sind die Hausherren auf dem Papier klar überlegen. Doch der SVS besticht mit einer guten Defensivarbeit, die anhand der Zweikampfquote deutlich wird (54:46%) und mit einer gnadenlosen Effizienz: Mit nur 31% Ballbesitz und sieben Torschüssen, von denen drei auf das Tor kamen, gelang dem Team von Alois Schwartz in Person von David Kinsombi ein Treffer. Den Gastgebern ist es indes nicht gelungen, ihre Überlegenheit in drei Punkte umzumünzen: Sie konnten mit 22 Versuchen lediglich 5-mal das Tor von Patrick Drewes treffen.

Die Zahl des Spiels: 7

Sieben Jahre ist es her, als der SVS zuletzt am Millerntor gewann. Während Alois Schwartz‘ erster Amtszeit siegte der SVS im Oktober 2015 mit 3:1 in Hamburg. Seitdem holten die Männer vom Hardtwald drei Unentschieden und fuhren 4-mal ohne Punkteausbeute zurück in die Kurpfalz. Es wird wohl ein weiteres Jahr dauern, bis der SVS eine weitere Chance auf einen Dreier auf dem Hamburger Kiez erhält.

Der nächste Gegner

Den Männern vom Hardtwald bleibt nicht viel Zeit zum Durchatmen, denn nach einer kurzen Woche trifft das Team von Alois Schwartz bereits am Freitag, den 16. September, auf Hannover 96. Anpfiff im BWT-Stadion am Hardtwald ist um 18:30 Uhr. Tickets gibt es hier! 

Die Bilanz der Hannoveraner liest sich sehr gut: Die Niederlage zum Saisonauftakt bei Paderborn (2:4) hielt die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl nicht davon ab, im Anschluss eine Siegesserie einzufahren: Zuhause gegen Regensburg (1:0), in Magdeburg (4:0), vor heimischer Kulisse gegen Fürth (2:1) und in Rostock (1:0) holten die Grün-Schwarzen jeweils drei Punkte. Zuletzt teilten sich die Hannoveraner zuhause im Derby gegen Braunschweig die Punkte (1:1). Dieser Lauf spülte 14 Punkte auf das 96er Punktekonto und beschert Rang 6 in der Tabelle.

Foto (c): SVS/Imago/Hübner

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